ST-Wirtschaftsbeilage

Solinger Wirtschaft zwischen Krise und Zukunft

In der Wirtschaftsbeilage stehen unter anderem Ralf Engel (Handelsverband, l.) und Thomas Meyer (IHK) Rede und Antwort.
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In der Wirtschaftsbeilage stehen unter anderem Ralf Engel (Handelsverband, l.) und Thomas Meyer (IHK) Rede und Antwort.

Am Mittwoch erscheint die große ST-Wirtschaftsbeilage.

Von Björn Boch

Solingen. Die Wirtschaftsbeilage, die am Mittwoch im Tageblatt erscheint, kommt an Corona nicht vorbei. Zu sehr beschäftigt die Pandemie auch Firmen in Solingen – Arbeitnehmer wie Arbeitgeber. „Ich befürchte, im dritten und vierten Quartal wird die Zahl der Arbeitslosen steigen“, sagt etwa der scheidende IHK-Präsident Thomas Meyer. Und fordert die Menschen zur Vernunft auf, ebenso wie die Behörden zu hartem Durchgreifen bei Verstößen: „Ein zweites Herunterfahren des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens können wir uns nicht leisten. Das würden die Unternehmen nicht überstehen.“

Auch Stephan A. Vogelskamp, Geschäftsführer der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSW), rechnet damit, „dass wir einen sehr ungemütlichen Herbst kriegen mit wirklich gefährdeten Unternehmen. Wir mahnen in allen Krisenstäben: Nehmt das ernst mit Abstand und Maske, das rettet nicht zuletzt Arbeitsplätze.“

Vogelskamp blickt aber, passend zum Thema der Beilage „Hier entsteht Zukunft“, auch weiter nach vorne – so sei es ein realistisches Szenario, dass sich 2035 das Autonome Fahren im Bergischen durchgesetzt habe. Unter anderem in diesem Bereich gebe es hoffnungsvolle Entwicklungen – und damit Geschäftsmodelle.

Auch Ralf Engel vom Handelsverband hat vor der Zukunft keine Angst. „Jeden Tag steht einer auf, der eine neue Idee für den Handel hat. Und es wird immer Menschen geben, die im Handel eine Selbstständigkeit suchen.“ Manche seien digital und analog aufgestellt, auch Kombinationen aus Handel mit Dienstleistung oder Handwerk könnten viel Erfolg versprechen.

Solingen: IHK-Präsident Thomas Meyer beobachtet Fortschritte in der Klingenstadt

IHK-Präsident Thomas Meyer beobachtet zunehmend Fortschritte in der Klingenstadt: „Ich finde in der Tat, dass sich in Solingen eine Menge getan hat.“ In einigen Stadtteilen seien viele zuvor brachliegende Flächen erfolgreich an Investoren weitervermittelt worden. „Es entstehen Hotels und attraktive Wohnungen. Die Zentren werden verkleinert, dafür aber umso attraktiver gestaltet. Menschen, die in Solingen Arbeit und attraktive Wohnungen finden, fühlen sich wohl.“

Damit dies auch so bleibt, braucht es erfolgreiche Unternehmen. Viele von ihnen stellen wir in der Beilage vor und berichten, wie sie sich auf eine Zukunft vorbereiten, in der Digitalisierung schon lange die Produktion bestimmt. Künstliche Intelligenz, Industrie 4.0 und 3D-Druck heißen nur einige der Schlagworte dieser neuen industriellen Revolution.

Dazu kommen die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz: Die junge Generation hat andere Erwartungen an den Arbeitsplatz und pocht auf „grüne Wirtschaft“. In der Corona-Krise gibt es eine Debatte darüber, welche Art von Wirtschaft wir in Zukunft wollen – die Wohlstand sichert, ohne dem Planeten irreparable Schäden zuzufügen.

„Die Bergische Wirtschaft: Hier entsteht Zukunft“ liegt am Mittwoch, 12. August, dem Tageblatt bei.

Das Thema Cyber Resilience steht beim diesjährigen Innovationstag der IHK im Mittelpunkt.

Bei der Solinger Firma Coolconcept absolviert die 20-jährige Lea Michaelis ein triales Studium.

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