Oldtimer im Bergischen

Solingen wird zur Opel-Stadt

Udo Feck, hier mit seiner Frau Petra, richtet das Treffen unter dem Motto „3 mal 50“ in der Klingenstadt aus. Vom 28. bis 31. Juli werden um die 35 Oldtimer im Bergischen unterwegs sein. Foto: Andreas Schütte
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Udo Feck, hier mit seiner Frau Petra, richtet das Treffen unter dem Motto „3 mal 50“ in der Klingenstadt aus. Vom 28. bis 31. Juli werden um die 35 Oldtimer im Bergischen unterwegs sein.

Internationale Interessengemeinschaft feiert 50-jähriges Bestehen.

Von Andreas Erdmann

Solingen. Im Sommer steht die Klingenstadt vier Tage lang im Zeichen historischer Opel-Fahrzeuge: Vom 28. bis 31. Juli feiert die internationale Alt-Opel-Interessengemeinschaft (Alt-Opel-IG) unter dem Motto „3 mal 50“ mehrere Jubiläen.

„Vor einem halben Jahrhundert, im Jahr 1972, hat sich unser Verein gegründet“, berichtet der Vorsitzende Udo Feck aus Solingen. „Das muss natürlich gefeiert werden. Mittlerweile zählen wir mehr als 2700 Mitglieder aller Alters- und Berufsklassen aus mehr als 20 Ländern.“ Ein weiterer Grund für das Treffen: „Ebenfalls vor 50 Jahren, im Januar vor der Vereinsgründung, gingen in Rüsselsheim die letzten Modelle des Opel Rekord C und des Opel-Commodore A vom Band.“ Der Rekord C, 1966 erstmals vorgestellt, schrieb eine Erfolgsgeschichte: Er wurde bis Produktionsende mehr als 1,2 Millionen Mal verkauft. Und der Vorsitzende nennt noch ein persönliches Jubiläum: „Ich selbst habe mittlerweile auch die 50 Jahre erreicht.“

Zum letzten Mal 2016 waren viele Opel-Oldtimer gemeinsam im Bergischen unterwegs. Diesmal werden 35 Fahrzeuge mit rund 70 Teilnehmenden aus acht Bundesländern sowie aus Schweden, der Schweiz, Frankreich und Belgien erwartet. „Als besondere Fahrzeuge kommen zwei von vier gebauten Opel des Typs Commodore A Karmann Cabrio. Auch ein Diplomat A Coupé ist angemeldet.“ Karmann habe davon nur 347 Stück gebaut. Zudem komme ein Opel Ranger: ein für die Schweiz, Belgien und Südafrika produziertes Derivat des Rekord C.

„Im Gründungsjahr 1972 war es schwierig, sich Ersatzteile für die Vorkriegsmodelle von Opel zu beschaffen“, berichtet Udo Feck. „Daraufhin riefen Eckhart Bartels und Hans-Martin Weber über eine Autozeitschrift zu einem Treffen in Oberursel auf.“ Dies führte zu einer „Selbsthilfegruppe“, die sich dann Alt-Opel-IG nannte. Gründungsmitglied Bartels erinnert sich: „Unser gemeinsames und erklärtes Ziel war es, die Erhaltung, Pflege und auch den funktionellen Betrieb aller Modelle der Firma Opel im Sinne der historischen Dokumentation aktiv zu betreiben. Diesem Ziel gilt bis heute unsere Clubarbeit.“

„Die Reihe unserer gemeinsamen Projekte reicht von Fahrzeugtreffen anlässlich von Fahrzeugjubiläen über Messepräsentationen bis zur Recherche historischer Themen“, so Bartels. Nicht mehr erhältliche Ersatzteile werden innerhalb des Vereins nachproduziert.

Unter den Mitgliedern finden sich Fahrzeuge aller Epochen. Udo Feck war schon von Opel begeistert, so lange er denken kann: „Wenn man als Junge autointeressiert ist und mit einer Marke von Geburt an in der Familie aufwächst, dann liegt es nicht fern, sich dauerhaft dafür zu begeistern. Ich wurde ja schon zu meiner Geburt – noch im Bauch der Mutter – im Rekord C Caravan ins Krankenhaus gebracht und auch wieder damit abgeholt“, erzählt er schmunzelnd. „Das muss mich geprägt haben.“ Sein erstes eigenes Auto war 1990 ein Opel Kadett vom Typ C L 1.2 N, „eine zweitürige Limousine, weiß, mit roten Sitzpolstern“.

Zu den Feierlichkeiten gibt es ein reichhaltiges Programm. So fahren die Rekord- und Commodore-Fahrer zum Obusmuseum und drehen dort eine Runde mit dem historischen Obus 59. Später besichtigt man die Müngstener Brücke, das Galileum sowie die Wermelskirchener Straußenfarm. Über Burg geht es nach Gräfrath.

Über den Verein

Die Alt-Opel IG von 1972 ist ein Club für alle Freunde der Marke Opel. Für jede Typenreihe gibt es im Verein einen Referenten, der Historie und Technik des jeweiligen Modells kennt und sich ehrenamtlich für seine Typgruppe einsetzt.

www.alt-opel.eu

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