Klimawandel

„Wir brauchen noch viel mehr Bäume“

Vertreter der Stadt und des Spar- und Bauvereins packten mit an (v. l.): Uwe Asbach, Jan-Tobias Welzel, Ariane Bischoff, Jürgen Dingel, Volker Krutwig, Oberbürgermeister Tim Kurzbach und Gartenbauunternehmer Ruben Büscher.
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Vertreter der Stadt und des Spar- und Bauvereins packten mit an (v. l.): Uwe Asbach, Jan-Tobias Welzel, Ariane Bischoff, Jürgen Dingel, Volker Krutwig, Oberbürgermeister Tim Kurzbach und Gartenbauunternehmer Ruben Büscher.

Spar- und Bauverein pflanzt anlässlich des Jubiläums 125 Setzlinge – die Hälfte der Kosten übernimmt die Stadt.

Von Andreas Römer

Solingen. Bei klirrender Kälte pflanzte Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) gemeinsam mit Jürgen Dingel und Uwe Asbach vom Vorstand des Spar- und Bauvereins am Freitagmorgen an der Ecke Schwabenstraße / Am Stockkamp einen Baum. Es war der erste von 125 neuen Bäumen, die der Solinger Spar- und Bauverein (SBV) anlässlich des 125. Geburtstags des Vereins anpflanzen wird. Die Stadt unterstützt die Aktion und beteiligt sich zur Hälfte an den Kosten.

Auch Schüler der Fals haben 100 Bäume gepflanzt

Die wesentliche Vorarbeit für das Einsetzen des Baumes hatten bereits die Gärtner Volker Krutwig vom SBV und das Team der Gartenbaufirma Büscher erledigt und ein Loch von etwa einem halben Meter Tiefe gebuddelt. „Nur die oberen fünf Zentimeter waren gefroren, alles also halb so wild“, fand Krutwig. Und es sei auch kein Problem, jetzt einen Baum anzupflanzen, betont Gartenbaumeister Ruben Büscher. Der Tulpenbaum mit schon einer stattlichen Höhe von etwa drei Metern werde sicher im Frühling austreiben.

„Ich danke dem Spar- und Bauverein für diese Aktion und schließe in diesem Dank natürlich unsere Stabsstelle Nachhaltigkeit und die Technischen Betriebe ein“, sagte OB Kurzbach. Er freue sich über jeden neuen Baum in der Stadt. In den umliegenden Wäldern Solingens seien rund die Hälfte der Bäume bedroht, es sei deshalb wichtig, neue Bäume anzupflanzen. In diesem Zusammenhang verwies Kurzbach auf das erfolgreiche Programm „Menschen brauchen Bäume – Bäume brauchen Menschen“.

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So viele Bäume wurden schon und werden noch in Solingen gepflanzt

Hier seien in diesem Jahr schon 130 neue Bäume in den Gärten von Bürgerinnen und Bürger der Stadt gepflanzt worden und 120 weitere folgen in den nächsten Wochen. Zudem seien auf den Friedhöfen in der Stadt in diesem Jahr bereits 70 neue Bäume gepflanzt worden, 100 weitere sollen hinzukommen. „Ich selbst habe auch zwei Bäume zu Hause gepflanzt und kann nur für Solingen sagen: Davon brauchen wir noch viel mehr“.

Jürgen Dingel, Vorstandsvorsitzender des Spar- und Bauvereins, dankte der Stadt für die Unterstützung und freute sich über diese letzte Aktion anlässlich des Vereinsjubiläums. „Wir haben gut 700.000 Quadratmeter Grünflächen in unseren 20 Siedlungen in der Stadt. Mit den neuen Bäumen tragen wir einen Teil zum Klimaschutz bei“, so Dingel.

Bis März soll auch der letzte neue Baum im Rahmen dieser Aktion gepflanzt sein. Die Projektverantwortlichen Artur Pach und Volker Krutwig sind lange zu Fuß unterwegs gewesen, um die Standorte zu bestimmen. In einer Mappe sind bereits alle 125 Standorte eingezeichnet. Nicht alle haben eine so große Fläche wie der junge Tulpenbaum. Andere stehen auch mal näher an den Häusern. 28 verschiedene Baumarten mit zumeist „gefiederten Blättern“ sorgen dann zukünftig dafür, dass sich die Flächen bei Hitze geringer erwärmen und die Luft noch besser wird.

„Es sind in jedem Fall alles klimaresiliente Arten ausgesucht worden, also Bäume die den Klimawandel gut vertragen können“, erläuterte Ariane Bischoff, Leiterin Stab Nachhaltigkeit und Klimaschutz der Stadt Solingen.

Außerdem werden nur Bäume gepflanzt, in denen sich auch Insekten wohlfühlen. Bischoff sagte, dass es neben den geschilderten Projekten auch immer Nachpflanzungen gebe. „Insgesamt haben wir in diesem Jahr in der Stadt bereits mehrere Hundert neue Bäume gepflanzt“. Das ist nicht ganz billig. Pro Baum kann man mit etwa 900 Euro rechnen. Die Neupflanzungen sind in der Regel bereits fünf oder sechs Jahre alt, wurden bereits einmal umgesetzt und im Preis sind das Einsetzen, das spätere Gießen und eine mehrjährige Kontrolle des Wachstums eingeschlossen.

Und mit solcher Pflege wird vielleicht der heute eingesetzte Tulpenbaum auch einmal so prächtig wie der in New York. Dort steht der wohl berühmteste Baum dieser Gattung, er ist 41 Meter hoch und geschätzt 400 Jahre alt.

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