Netzwerk- und Kommunikationsstation

Willkommenscafé „Nadeshda“ öffnet im Mehrgenerationenhaus

(V. l.): Martin Meuer (Awo), Ulrike Kilp (Diakonisches Werk) und Dr. Christoph Humburg (Caritas). Foto: Tim Oelbermann
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(V. l.): Martin Meuer (Awo), Ulrike Kilp (Diakonisches Werk) und Dr. Christoph Humburg (Caritas).

Wohlfahrtsverbände stellen Beratungs- und Anlaufstelle für ukrainische Flüchtlinge vor.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. „Nadeshda“ (Hoffnung) heißt das Willkommenscafé im Mehrgenerationenhaus. So steht es in großen Lettern auf dem blau-gelben Plakat an der Wand des großen Eckhauses am Mercimek-Platz. Als niederschwelliger Treffpunkt soll es täglich von 9 bis 14 Uhr geöffnet sein und besonders für geflüchtete Menschen eine Anlaufstelle bieten. Ehrenamtliche wie hauptamtliche Mitarbeiter von Diakonie, Caritas und Awo kümmern sich um die physisch wie psychisch stark strapazierten Menschen. „Wir möchten einerseits Herzlichkeit und menschliche Wärme spenden, aber auch Lotse und Wegweiser sein bei den für sie anstehenden bürokratischen Fragen“, sagt Ulrike Kilp, von der Diakonie. Dafür würden unter anderem zunehmend ehrenamtliche Übersetzer gesucht, die sich nicht scheuen, Formulare und Anträge zu erläutern oder gemeinsam mit den Betroffenen auszufüllen.

Die durch die Flüchtlingskrise gut eingestielte Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung mache sich auch jetzt wieder bemerkbar. „Menschen, die dort aufschlagen, bekommen den Treffpunkt Nadeshda als Netzwerk- und Kommunikationsstation genannt und umgekehrt: Wir schicken Fragende an die für sie richtige Stelle im Rathaus“, sagt Dr. Christoph Humburg von der Caritas. Auch könnten schon Arbeitgeber vermittelt werden. „Einige Firmen, wie zum Beispiel Haribo haben sich bei uns gemeldet und können Jobs anbieten“, sagt Ulrike Kilp. Ein wichtiger Aspekt, schließlich kämen viele Geflüchtete zumindest derzeit nicht an ihr auf Ukraine- Konten liegendes Geld.

Solingen zeigt sich solidarisch mit der Ukraine - So können Sie jetzt helfen

Im nächsten Schritt aber müsse es natürlich um die Anerkennung von Berufsqualifikationen gehen, langfristig reichten Jobs nicht. Ein weiterer Punkt im von den drei Wohlfahrtsverbänden ausgearbeiteten Angebot beschäftigt sich mit der Kinderbetreuung. Insbesondere Kinder im Kindergartenalter könnten ja leider nicht „mal schnell“ in Kitas untergebracht werden. „Also bieten wir regelmäßige Kindergruppen an“, sagt Ulrike Kilp. Das Konzept des Willkommenscafés sei, bereits vorhandene Angebote mit neuen zu kombinieren.

Wer sich als Übersetzer zur Verfügung stellen möchte, kann sich unter Tel. 2 87 2 35 oder per E-Mail melden michaela.treskes@evangelische-kirche-solingen.de

Alle Angebote werden weiterhin aktualisiert und sind online abrufbar.
diakonie-solingen.de
awo-aqua.de
caritas-wsg.de

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