Bezirksvertretung

CDU will Fahrradboxen prüfen lassen

Vermieter bieten abschließbare Fahrradboxen unter anderem am Weegerhof an. Foto: Christian Beier
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Vermieter bieten abschließbare Fahrradboxen unter anderem am Weegerhof an.

In der Diskussion um den Verkehr in der Innenstadt sollen auch Radfahrer eine Rolle spielen.

Von Andreas Tews

Solingen. Immer wieder beschweren sich Fahrradfahrer darüber, dass in der Innenstadt Abstellplätze für Zweiräder fehlen. Vor allem für hochwertige Räder wie E-Bikes fehlen laut Sonja Kaufmann sichere Abstellmöglichkeiten. Darum will die CDU-Sprecherin in der Bezirksvertretung Mitte eine Diskussion anstoßen. Sie bittet die Stadtverwaltung darum, den Bestand von Fahrradboxen und ähnlicher Einrichtungen aufzulisten und zu prüfen, wie hoch der Bedarf ist.

Der Verkehr in der Innenstadt soll grundlegend neu geordnet werden. Nicht nur der Autoverkehr, sondern auch Fahrradfahrer, Fußgänger und eine bessere Aufenthaltsqualität sollen dabei eine Rolle spielen. Für eine Steigerung beim Radverkehr würden auch geeignete Abstellmöglichkeiten benötigt. Denn die reichen, so kritisierte es bereits vor einem Jahr der Fahrgastbeirat, nicht aus. Vor allem an Bahnhöfen und Haltestellen sieht die Vertretung der ÖPNV-Fahrgäste einen gravierenden Mangel.

„Wir brauchen zunächst einmal Informationen.“
Sonja Kaufmann (CDU)

Sonja Kaufmann geht es nicht nur um abschließbare Fahrradboxen, sondern auch um Lademöglichkeiten für Elektroräder. Eine konkrete Initiative der CDU sieht sie damit noch nicht verbunden. Der Christdemokratin geht es vor allem darum, Informationen für eine Diskussion um zusätzliche Fahrrad-Abstellmöglichkeiten zu erhalten.

Sie sieht aber durchaus einen Mangel an Abstellmöglichkeiten für hochwertige Räder. Neuralgische Punkte seien unter anderem Bahnhaltepunkte wie Solingen-Mitte, an denen Radfahrer zum Beispiel in die S-Bahn umsteigen könnten. Vor allem für Pendler sei ein solches Angebot dort relevant. Unter anderem verweist die Christdemokratin auf Erfahrungen aus Ohligs. Am Hauptbahnhof gebe es dort zwar einige abschließbare Boxen für Fahrräder. Die Nachfrage sei aber deutlich größer als das Angebot. Laut Kaufmann dürfte sich in dieser Hinsicht auch in der Innenstadt einiges tun.

An die Verwaltung stellt die CDU-Bezirksfraktion darum sechs Fragen: Unter anderem will sie wissen, welche Möglichkeiten es – von kommunalen oder kommerziellen Anbietern – zur sicheren Aufbewahrung hochwertiger Fahrräder oder E-Bikes gibt. Dabei denkt Kaufmann unter anderem an Stellplätze in Parkhäusern. Außerdem solle nicht nur der aktuelle Bedarf, sondern auch die künftige Entwicklung analysiert werden. Die Stadtverwaltung soll außerdem berichten, ob sie bereits konkrete Standorte für neue Fahrradboxen im Blick habe und wo diese liegen. In diesem Zusammenhang wollen die Christdemokraten auch erfahren, welche Kriterien die Verkehrsplaner der Stadt in diesem Zusammenhang angewendet haben.

Öffentliche abschließbare Fahrradboxen gibt es auch in anderen Städten vor allem an Bahnstationen oder Bus-Bahnhöfen. Sie bieten Pendlern die Möglichkeit, ihre Zweiräder sicher dort abzustellen, um dann in Busse oder Bahnen umzusteigen. Insbesondere für E-Bike-Fahrer sind sie wichtig, weil diese Fahrzeuge nicht oder nur unter sehr erschwerten Bedingungen in den Öffentlichen Verkehrsmitteln mitgenommen werden können.

Ein Beispiel ist das im vergangenen Jahr in Betrieb gegangene Fahrrad-Parkhaus am Wuppertaler Döppersberg mit 20 abschließbaren Boxen und 140 weiteren Abstellplätzen für Räder. Auch dort sind die Boxen weitgehend ausgebucht.

Auch um Ladesäulen für Elektroautos will die CDU eine Diskussion anregen. Hier fordern sie ebenso Informationen darüber, welche Einrichtungen es bereits in der Innenstadt gibt und wie die Verwaltung den aktuellen sowie den künftigen Bedarf einschätzt.

Verkehr in der City

Um die Neuordnung des Verkehrs in der Innenstadt läuft aktuell eine politische Debatte. Die einen wollen den Bereich am Neumarkt beruhigen, andere wollen den Autoverkehr nicht zu sehr aus der City verbannen. Die CDU trat bei der Verkehrsberuhigung in diesem Bereich bisher eher auf die Bremse.

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