Nach Feuer vollständig vernichtet

Der Wiesenkotten soll wieder aufgebaut werden

Die Ruine des abgebrannten Wiesenkottens wurde im Herbst vergangenen Jahres beseitigt. Foto: Christian Beier
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Die Ruine des abgebrannten Wiesenkottens wurde im Herbst vergangenen Jahres beseitigt.

Baurechtlich ist zwischen Müngsten und Burg auch Gastronomie möglich.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Mehr als drei Jahre ist es inzwischen her, dass ein Feuer den Wiesenkotten vollständig vernichtet hat. Seitdem ist es ruhig geworden um das ehemalige Ausflugslokal. Das könnte sich bald ändern. Nach ST-Informationen existieren Pläne, auf dem idyllisch an der Wupper gelegenen Grundstück zwischen Müngstener Brücke und Schloss Burg einen Neubau zu errichten. Vorgesehen ist ein Gastronomiebetrieb, der auch für Eventideen zur Verfügung stehen soll. Auch existieren Überlegungen, Kindern ein Angebot zu machen. Der Bauantrag läuft.

„Baurechtlich wäre es möglich, ein Gebäude mit den früheren Maßen aufzubauen, das der gleichen Nutzung dient.“

Sabine Rische, Rathaus-Sprecherin

Auf Nachfrage bestätigt die städtische Pressestelle „erste Gespräche“ zwischen den Eigentümern und der Verwaltung. Zur denkbaren Ausgestaltung des Neubaus erklärt Rathaus-Sprecherin Sabine Rische: „Baurechtlich wäre es möglich, ein Gebäude mit den früheren Maßen wieder aufzubauen, das der gleichen Nutzung dient.“

Der Wiesenkotten galt als eines der ältesten Häuser Solingens. Seine Geschichte geht auf das Jahr 1715 zurück. Mehr als 100 Jahre lang, war die Anlage als typischer Schleifkotten in Betrieb, ehe das Gebäude im Oktober 1847 erstmals vollständig abbrannte. Einige Zeit nach dem Wiederaufbau wurden zunächst Teile der Immobilie in einen Gastronomiebetrieb umgewandelt, bis sich dieses Standbein als langfristig lukrativer erwies. 2016 stellte das traditionsreiche Ausflugslokal den Betrieb ein.

Zwei Jahre später wurde der Wiesenkotten erneut vollständig zerstört. Am Morgen des 16. November 2018 stand das Gebäude in Flammen. Die Polizei konnte die Brandursache wegen der verheerenden Schäden im Nachgang nicht mehr ermitteln.

Lange herrschte auf dem Grundstück seitdem Stillstand. Immer wieder beschwerten sich Spaziergänger beim Tageblatt über den Schandfleck entlang der beliebten Wanderroute zwischen Burg und Müngsten. Davon ist nichts mehr übrig: Im vergangenen Herbst wurde das Grundstück von der Brandruine geräumt. Eine Auflage der Gebäudeversicherung war ursächlich für die Verzögerung. Nun scheint der Weg für ein neues Kapitel des Wiesenkottens bereitet.

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