Engagement

Werbeagentur spendet Süßigkeiten für Kinder und Bedürftige

Andre Hughes von POS-Kreativ (l.) und Friedensdorf-Botschafter Uli Preuss konnten den Bulli gleich mehrmals beladen. Foto: Valentin Römer
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Andre Hughes von POS-Kreativ (l.) und Friedensdorf-Botschafter Uli Preuss konnten den Bulli gleich mehrmals beladen.

Ehrenamtler Uli Preuss belieferte mehrere Einrichtungen mit Plätzchen und Weingummi.

Von Kristin Dowe

Solingen. Eine süße Überraschung hatte der ehemalige ST-Fotograf Uli Preuss in den vergangenen Tagen für Kinder und Bedürftige gleich mehrerer karitativer Einrichtungen im Gepäck. Rund sieben große Paletten Süßigkeiten, darunter Kekse und Weingummi, hatte die Solinger Werbeagentur POS-Kreativ gespendet. Grund für die Aktion sei ein wegen Corona geplatzter Auftrag des Unternehmens gewesen, sagt Geschäftsführer Peter Krüger: „Die Süßigkeiten waren eigentlich für eine Kampagne bestimmt, die wir aber wegen des verlängerten Lockdowns nicht durchführen konnten.“

Und Lebensmittel wegzuwerfen, sei für das Unternehmen nicht infrage gekommen. „Deshalb wollten wir anderen noch eine Freude damit bereiten.“ Erste Anlaufstelle war dann die Solinger Tafel, die sich über zwei Paletten der Ware zwar sehr freute, die schiere Masse der Leckereien aber auch nicht verwerten konnte.

Da lag es für Brigitte Funk, Leiterin der Tafel, nur nahe, Uli Preuss anzurufen, der seinen Bulli mehrmals mit den Süßwaren belud und mehrere Einrichtungen damit belieferte. So wurde auch jeweils die „Suppenküche to go“ der katholischen Gemeinden St. Clemens und St. Joseph sowie der evangelischen Gemeinden Ohligs und Wald und der Heilsarmee mit einer Ladung bedacht. Einen weiteren Anteil erhielten jeweils die Quartiere Fuhr, Hasseldelle und Zietenstraße. „Es war durchaus von Vorteil, dass die Plätzchen und Weingummis alle einzeln verpackt waren, da wir bei Essensausgaben ja streng auf die Corona-Bestimmungen achten müssen“, erklärt Preuss. „So konnten wir sie bei einer Mahlzeit einfach als kleines Extra dazugeben.“ Die Dankbarkeit der Empfänger sei spürbar gewesen. „Die haben sich alle sehr über die kleine Aufmerksamkeit gefreut.“

Doch auch außerhalb von Solingen konnte der langjährige Botschafter von Friedensdorf International mit den Süßigkeiten Kindern eine kleine Freude bereiten. Normalerweise holt die Kinderhilfsorganisation schwerverletzte Kinder aus Krisen- und Kriegsgebieten in deutsche Krankenhäuser, damit sie dort medizinisch behandelt werden können.

Solingen: Auch Kinder im Oberhausener Friedensdorf wurden beschenkt

Doch die Corona-Pandemie hindert auch die Helfer in der Oberhausener Einrichtung „Rua Hiroshima“ an ihrer Arbeit. „Einige unserer kleinen Patienten können gar nicht oder nur sehr schwer zurück zu ihren Familien nach Afghanistan oder Angola, es mangelt an Rückflugmöglichkeiten“, berichtet Preuss. So säßen derzeit mehr als 80 Kinder in der Oberhausener Einrichtung fest.

„Eine Packung haben wir auch für uns behalten“, verrät Peter Krüger freimütig. Etwas Nervennahrung können in der Pandemie wohl alle gut gebrauchen.

Die Corona-Krise haben viele Menschen genutzt, um den Kleiderschrank zu Hause auszumisten. Das führte in vielen Städten zu überfüllten Altkleidercontainern und Kleiderkammern, die die Annahme von Spenden verweigerten.

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