Historisches Foto

Wer erkennt dieses Gebäude?

Dieses historische Foto ist in den 1960er Jahren entstanden. Das abgebildete Gebäude existiert heute nicht mehr. Erkennen Sie dennoch, worum es sich handelt? Senden Sie uns die richtige Lösung, gerne verbunden mit persönlichen Erinnerungen, bis Donnerstag, 17. November, per E-Mail zu. redaktion@solinger-tageblatt.de
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Dieses historische Foto ist in den 1960er Jahren entstanden.

Das historische Foto der vergangenen Woche zeigte Stürmer Werner Lenz unnachahmlich beim Flugkopfball. Viele Leser erinnern sich an den Union-Rekordtorschützen.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Dieses historische Foto ist in den 1960er Jahren entstanden. Das abgebildete Gebäude existiert heute nicht mehr. Erkennen Sie dennoch, worum es sich handelt? Senden Sie uns die richtige Lösung, gerne verbunden mit persönlichen Erinnerungen, bis Donnerstag, 17. November, per E-Mail zu. redaktion@solinger-tageblatt.de

Das historische Foto der vergangenen Woche: „Goldköpfchen“ steht für Glanzzeit der Union

Für den Fototermin mit dem Tageblatt kehrt er an den Ort seiner größten sportlichen Erfolge zurück. Wo Werner Lenz einst für Union Solingen auf Torejagd ging, stehen heute Wohnhäuser. Das Stadion am Hermann-Löns-Weg existiert längst nicht mehr, der frühere Stürmer feiert in den kommenden Tagen seinen 68. Geburtstag. Doch die Erinnerungen an die Glanzzeiten des Solinger Fußballs sind noch immer präsent – nicht nur beim Union-Rekordtorschützen, auch bei den ST-Lesern. Das beweisen die zahlreichen Zuschriften, die die Redaktion zum historischen Foto der vergangenen Woche erreichten. Es zeigte Lenz in seiner unnachahmlichen Art beim Flugkopfball. Das erkannte etwa Wilfried Bergeler.

Unnachahmlich: Werner Lenz bei einer für ihn typischen Flugeinlage im Stadion am Hermann-Löns-Weg.

Bei Guido Rohn weckte das Erinnerungen an einen anderen Treffer des Angreifers – „das Union-Tor aller Zeiten“. Damit meint der Vorsitzende des Fördervereins Jahnkampfbahn den Siegtreffer der Ohligser im DFB-Pokalspiel 1974 gegen Kickers Offenbach. Der auf dem Papier überlegene Gegner sei in Bestbesetzung angereist, habe im Hotel „Vom Schemm“ an der Westersburg übernachtet.

„Werner Lenz’ Kopfballtor fiel in der letzten Minute und wir Fans sorgten mit einem Platzsturm dafür, dass auf keinen Fall mehr angepfiffen werden konnte“, erinnert sich Rohn. In der folgenden Runde habe die Union die Profis von Eintracht Frankfurt um die Weltmeister Bernd Hölzenbein und Jürgen Grabowski in die Verlängerung gezwungen. Bundesweit wurde das Spiel live in der Sportschau übertragen.

Im Gespräch mit dem Tageblatt bestätigt Lenz allerdings, dass das am zurückliegenden Samstag abgedruckte Bild nicht seinen Treffer gegen Offenbach zeigt, sondern das Highlight einer anderen Partie.

Werner Lenz zählt zu den besten Zweitliga-Torjägern

Beim VfL Wald lernte der 67-Jährige in der Jahnkampfbahn das Kicken, berichtet Guido Rohn. Der damaligen Spielstätte hält er als Mitglied des Förderkreises bis heute die Treue. „Sein Fußballtalent machte sich schon sehr früh bemerkbar“, blickt ST-Leser Klaus Blattmann zurück. Er spielte mit Lenz in der Schülermannschaft der Katholischen Volksschule an der Gottlieb-Heinrich-Straße. Das Endspiel um die Schulmeisterschaften gewannen die Walder Blattmann zufolge mit 5:1 gegen die favorisierten Klauberger. Lenz sei bereits damals – noch mit „Mecki-Haarschnitt – der Torjäger gewesen.

Wo der Stürmer einst auf Torejagd ging, stehen heute Wohnhäuser. In den kommenden Tagen wird Werner Lenz 68.

Auch Dr. Ralf Kemper hat eine eindrückliche Erinnerung an den Solinger. „Ich sah ihn in den 70er Jahren mal als jungen Nachwuchsstürmer mit einem Trainer auf dem Sportplatz am Weyersberg im Einzeltraining“, blickt er zurück. Der Trainer habe geflankt, Werner Lenz per Kopf verwandelt – „mit einer unglaublichen Wucht“. „So wuchtig hätte ich als Jugendspieler kaum mit dem Fuß schießen können.“

Vor allem für seine Torgefahr per Kopf war Werner Lenz bekannt. Diese brachte ihm Norbert H. Posthum zufolge den Spitznamen Goldköpfchen ein. In den 1970er und 1980er Jahren habe er häufig Union-Heimspiele besucht, erklärt der ST-Leser. Einer fiel dabei besonders auf: „Werner Lenz war ein Enfant terrible und bei den Zuschauern sehr beliebt. Der dunkle Schnauzbart prägte seinen Gesichtsausdruck.“

Der Solinger Manfred Birkenbeul hat gemischte Gefühle beim Gedanken an Lenz’ sportliche Leistungen: „Was haben wir uns oft die damals noch vorhandenen Haare gerauft.“ Trotz dessen Kopfballqualitäten hat der ST-Leser den Angreifer als „Chancentod“ in Erinnerung. Sein Urteil: „Er konnte mit dem Ball auf der Torlinie stehen und bekam ihn noch irgendwie am Tor vorbei.“

Ein paar Mal hat es dann doch geklappt. 95 Mal traf Werner Lenz vor seinem Wechsel nach Wermelskirchen für die Blau-Gelben in der Zweiten Bundesliga – häufiger als jeder andere Union-Spieler. In der vereinsübergreifenden Liste der Rekordtorschützen bedeutet das Rang 19.

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