Stadtgrün und Stadtbildpflege

Wenn ein Baum zur Gefahr wird, muss er weg

Mitarbeiter des Teilbetriebs Stadtgrün und Stadtbildpflege kümmern sich auch um den Botanischen Garten. Foto: Michael Schütz
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Mitarbeiter des Teilbetriebs Stadtgrün und Stadtbildpflege kümmern sich auch um den Botanischen Garten.

Teilbetrieb Stadtgrün und Stadtpflege sorgt für ein schönes Bild in der City.

Von Moritz Jonas

Solingen. Bäume haben eine besondere Funktion für die Lebensqualität und zählen zu den wichtigsten Grünelementen in den Städten. Sie verschönern das Stadtbild, verbessern die Luftqualität und spenden an heißen Tagen Schatten. Aber nicht selten können die grünen Riesen auch zur Gefahr werden, beispielsweise wenn sie nicht mehr standhaft sind und umzustürzen drohen – oder wenn sie anfangen zu wuchern und dadurch möglicherweise eine Behinderung des Stadtlebens darstellen. Aus diesem Grund ist die richtige Pflege von Baum und Grünflächen wichtig.

Es handelt sich ausnahmslos um Gefahrenbaumfällungen.

Sabine Rische, Stadtsprecherin

In Solingen ist hierfür der Teilbetrieb Stadtgrün und Stadtbildpflege der technischen Betriebe Solingen (TBS) verantwortlich, sagt Stadtsprecherin Sabine Rische. Die Aufgabe besteht darin, sich um innerstädtische Grünflächen, Parkanlagen sowie die Korkenziehertrasse oder den Botanischen Garten zu kümmern. Außerdem sind die Technischen Betriebe für die Pflege der Spiel- und Bolzplätze, der Außenanlagen städtischer Gebäude, des Straßenbegleitgrüns und der städtischen Friedhöfe zuständig. Die meisten weiteren städtischen Grünflächen, würden vom Stadtdienst Natur und Umwelt betreut, erklärt Rische die Aufteilung der Zuständigkeiten.

„Die Häufigkeit von Baumkontrollen hängt dabei von der Verkehrslage, der Baumart, dem Zustand des Baumes, seiner aktuellen Entwicklungsphase und dem Alter ab“, sagt Rische. Bei einer Kontrolle der Bäume würden in der Regel die Krone, der Stamm und der Wurzelbereich unter die Lupe genommen. Ergeben sich bei der Begutachtung des Baumes allerdings Zweifel am Zustand, könnte das Vorgehen durch die Standsicherheitsprüfung und die Bruchsicherheitsprüfung ergänzt werden, erklärt Rische. Anschließend würde darüber entschieden werden, ob pflegerische Maßnahmen durgeführt werden müssen oder ob der Baum gänzlich gefällt werden müsse. In diesem Fall würde dann eine Fällung durch eine Baumpflegekolonne der Technischen Betriebe durgeführt, so Rische.

Die TBS fällen dabei nie ohne Grund: „Es handelt sich dabei nahezu ausnahmslos um Gefahrenbaumfällungen, bei denen der Baumkontrolleur festgestellt hat, dass der Baum nicht mehr sicher ist und von daher umgehend entfernt werden muss. Hier sind ausdrücklich nicht Bäume gemeint, die im Zuge von Baumaßnahmen entfernt werden müssen“, sagt sie. Wie häufig Grünstreifen gepflegt würden, richte sich vor allem nach den Pflanzen. Den für die unterschiedlichen Arten gebe es unterschiedliche Vorgaben, was die Pflege angeht. Die Grünstreifen, die am intensivsten gepflegt werden müssen, seien die sogenannten Straßenbankette, die zweimal pro Jahr gemäht werden, um den Verkehrsraum von Bewuchs freizuhalten. Diese „wilden Straßenränder“ sind nicht gärtnerisch gestaltet. Sie wachsen also ganz natürlich und sind nicht etwa künstlich angelegt“, erklärt Rische.

Für den privaten Bereich würden die gleichen Regeln gelten wie im öffentlichen Bereich. Wird durch einen Baum oder Strauch, der auf einem Privatgrünstück steht, der Verkehr behindert oder die Nutzung des Fußweges eingeschränkt, müsse dieser gestutzt werde.

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