Historisches Foto

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Erkennen Sie, was wir heute als historisches Foto suchen?

Das letzte Rätselbild zeigte das Ehrenmal mit dem Mann aus Stein. Es wurde 1934 in Gedenken an die Opfer des Ersten Weltkrieges errichtet.

Von Moritz Jonas

Solingen. Dieses Mal suchten wir in unserem historischen Foto das Ehrenmal in Birken an der Burger Landstraße, nicht unweit von der Hofschaft Steinsiepen mitten im Wald. Das Ehrenmal sei 1934 zunächst für die gefallene, Soldaten des Ersten Weltkrieges errichtet , weiß Regina Mengel. Später wurde es dann auch den Gefallenen des Zweiten Weltkriegs gewidmet, so Mengel weiter.

Der steinerne Mann mit Schwert fiel Vandalismus zum Opfer. Unbekannte stießen ihm vom Sockel.

Anlässlich des Volkstrauertages fände dort jedes Jahr am zweiten Sonntag vor dem ersten Advent eine Gedenkfeier zu Ehren der Kriegsopfer statt, berichtet Norbert H. Posthum. Bei der obligatorischen Kranzniederlegung seien stets Vertreter der Stadt, der Politik und Mitglieder der Reservistenverbände aus Solingen und Langenfeld anwesend. Neben den Ansprachen gehörten zu der Veranstaltung auch immer Musik und Gesangsbeiträge, sowie das Singen der Nationalhymne, erzählt Posthum.

Bis heute ist das Ehrenmal in Birken an der Burger Landstraße ein beliebter Ort für Spaziergänger.

Das Denkmal zeigte einen großen Mann aus Stein mit einem mächtigen Schwert. „Ich kam schon als Kind mit meinen Eltern dort vorbei, wobei mich der steinerne Riese mit seinem großen Schwert immer faszinierte“, sagt Elke Steinhaus. „Auf einer unten angebrachten Gedenktafel mit Namen der Gefallenen steht: Ihren im Weltkriege 1914 - 1918 gefallenen Söhnen Die dankbare Stadt Burg a.d. Wupper.“ Denn zum Zeitpunkt der Errichtung sei Burg noch eine eigenständige Stadt gewesen, erklärt Mengel.

Ähnlich wie die Opfer, derer an der Stelle des Ehrenmals gedacht wird, wurde auch der steinerne Riese zu Fall gebracht. Wie auf dem historischen Foto zu sehen ist, fiel der Mann mit Schwert Vandalismus zum Opfer. Auf dem Podest seien nur noch die Füße und Beine zu erkennen gewesen, sagt Posthum. Zum Fall der Statue sagt Rudi Fritz: „Das hat mich und meinen Vater als Besucher sehr schockiert“.

Fritz ist allerdings nicht der Einzige, der dem Ehrenmal hin und wieder einen Besuch abstattet. Auch Marlies Drescher erzählt von Spaziergängen mit ihrem unternehmungslustigen Vater, welche sie am Ehrenmal vorbeiführten.

Das Ehrenmal ist Ort des Gedenkens und Spielwiese zugleich

Für viele ist es aber auch die letzte Verbindung zu Angehörigen, die sie selbst nicht mehr persönlich kennenlernen durften, weil sie im Krieg gefallen sind. Wie Sandra Dorr erzählt: „Mit Oma und Eltern wurde ein kleiner Spaziergang dorthin gemacht, um sich mal die Beine zu vertreten. Vor Ort erzählte meine Oma dann von ihren gefallenen Brüdern und weiteren Familienangehörigen, die dann namentlich in den Gedenktafeln gesucht wurden“. Ähnlich wie für Ilse Doris Neubert: „Als Kind wurde mir schon gezeigt, dass der Name meines Opas auf einer Gedenktafel steht. Aber der Bereich rund ums Denkmal war auch Spielwiese. Horst Rosenstock erzählt von Fußballspielen auf der Wiese vor dem Denkmal. Mit Kleidungsstücken wurden die Tore markiert, sagt er.

Auch Dorr hat dort viele schöne Stunden verbracht. Sie habe dort sogar einmal ihren Geburtstag gefeiert, zudem habe sie sich dort an Stunts mit dem Fahrrad probiert, und gemeinsam mit den Kindern aus der Nachbarschaft sei versucht worden, die Mauer mit den Gedenktafeln zu erklimmen.

Ihre Eltern würden bis heute noch gerne zum Ehrenmal spazieren, grade um etwas Abwechslung in Corona-Zeiten zu erleben, sagt Dorr.

Das neue Rätselbild

Erkennen Sie, was wir heute als historisches Foto suchen? Was verbinden Sie mit dem Motiv? Woran erinnern Sie sich? Senden Sie uns Ihre Antworten und Geschichten doch bitte bis Donnerstag, 28. Januar, mit dem Vermerk „Historisches Foto“ an das Solinger Tageblatt, Redaktion, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder per E-Mail. 

redaktion@solinger-tageblatt.de

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