Historisches Foto

Welchen Ort suchen wir heute?

+
Erkennen Sie, was wir heute als historisches Foto suchen?

Geschäfte wie Eickhorn und der Juwelier Beier sind den Solingern auch bis heute noch in guter Erinnerung geblieben.

Von Moritz Jonas

In der vergangenen Woche suchten wir einen Ort, der bei den Lesern einige Erinnerungen hervorrief. Um genau zu sein die Hauptstraße, wie beispielsweise Achim Huber richtig bemerkte.

Doris Henkels weiß auch noch ganz genau, wann das aktuelle historische Foto im Blatt erschienen ist. Es sei der 7. November 1986 gewesen, anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Landekomplexes auf der Hauptstraße. Der Grund für diese ausgeprägte Erinnerung ist vermutlich Doris Henkels’ enge Bindung zu diesem Ort. Denn ihr Mann Kurt Henkels, der 1961 für Compa Haus arbeite, war maßgeblich an der Vergabe rund um das Eigentum auf der Hauptstraße beteiligt.

Früher herrschte hier noch reges Treiben.

Allerdings war die Errichtung des Häuser-Abschnittes nach dem Krieg gar nicht so einfach. Denn jeder, der dort damals ein Ladenlokal eröffnen wollte, habe zugleich einige Wohnungen, die über den Läden lagen, erstehen müssen. Was damals zunächst zu Komplikationen bei der Verteilung der Fläche führte. Henkels wohnte selbst über mehrer Jahre in einer Wohnung über den Geschäften. „Ich habe den regen Geschäftsbetrieb gerne beobachtet“, erzählt sie.

Damit ist sie aber bei weitem nicht die Einzige, die sich noch gut an das rege Treiben sowie die vielen verschieden Fachgeschäfte erinnert.

Bei Eickhorn gab es selbst gemachte Lederwaren

In Erinnerung vieler ist das Geschäft Eickhorn geblieben, welches selbst gemachte Lederwaren verkaufte. Regina Mengel erinnert sich, dort die eine oder andere schöne Lederhandtasche erstanden zu haben. Marlies Drescher berichtet ebenfalls von den tollen Lederkoffern, die sie dort für ihre vielen Reisen gekauft habe. Eickhorn war mit das letzte Geschäft, das noch an die ersten Jahre dieses Abschnittes in der Innenstadt erinnerte. Doch leider musste das Geschäft im April 2012 schließen, wie Jörg Wender weiß.

Auch die Familie Eickhorn selbst denkt gerne an die mehr als 50 Jahre als Ladenbetreiber zurück. Frank Eickhorn, der Sohn der Familie, erzählt, seine Eltern Gerd und Wilma Eickhorn hätten das Geschäft damals gemeinsam betrieben und sein Vater habe in der Werkstatt im Keller an seinen Lederproduktionen gearbeitete.

Blickt man heute auf die Hauptstraße, wirkt es fast wie in einer Geisterstadt. Was nicht ausschließlich mit der aktuellen Corona-Situation zu tun hat.

Vom damals dort ansässigen Juwelier Beier weiß Elke Steinhaus zu berichten. Es müsse in den Siebzigern gewesen sein, sagt sie, als der Juwelier einmal echte Skorpione im Schaufenster auslegte, welche die Schmuckstücke bewachen sollten. Dieser lustige Werbegag habe viele Schaulustige vor die Fenster des Ladens gebracht – auch Elke Steinhaus selbst war dabei.

Flanieren über die Hauptstraße war ebenfalls eine beliebte Beschäftigung der Solinger. Harald Hoffmann erzählt, er sei 1969 mit seiner Klasse zum Schul-Ausklang, als i-Dotzchen verkleidet, über die Hauptstraße geschlendert. Auch Jörg Wender denkt gerne an die Spaziergänge mit Eis und Kuchen zurück.

Mit Eis wurde die Hauptstraße beim Eiscafé Antonio versorgt. „Dort haben wir die eine oder andere Freistunde verbracht“, erzählt Martin Leiber. Auch Norbert H. Posthum verbrachte einige Stunden dort, aber er habe nicht zu den gerngesehensten Kunden gezählt, da das Taschengeld von fünf Mark zumeist nur für eine Cola reichte.

Viele Solinger vermissen diesen Einzelhandelsmix heutzutage, so wie Guido Esser, aber sowas sei in der heutigen Zeit einfach nicht mehr möglich, sagt er. Aber am besten wird das allgemeine Stimmungsbild wohl durch die Worte von Brigitte Arenth beschrieben: „Dort machte der Einkauf Spaß.“ Künftig soll diesem Abschnitt wieder neues Leben eingehaucht werden.

Das neue Rätselbild

Erkennen Sie, was wir heute als historisches Foto suchen? Woran erinnern Sie sich? Senden Sie uns Ihre Antworten und Geschichten doch bitte bis Donnerstag, 14. Januar, mit dem Vermerk „Historisches Foto“ an das Solinger Tageblatt, Redaktion, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder per E-Mail an die Redaktion. 

redaktion@solinger-tageblatt.de

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Fahrradweg soll ab 2023 dauerhaft sein
Fahrradweg soll ab 2023 dauerhaft sein
Fahrradweg soll ab 2023 dauerhaft sein
Stufe 2: Diese Corona-Regeln gelten in Solingen wieder
Stufe 2: Diese Corona-Regeln gelten in Solingen wieder
Stufe 2: Diese Corona-Regeln gelten in Solingen wieder
Corona: Impfaktionen in Solingen werden weiter ausgeweitet
Corona: Impfaktionen in Solingen werden weiter ausgeweitet
Corona: Impfaktionen in Solingen werden weiter ausgeweitet
Radfahrer bei Zusammenstoß mit geparktem Fahrzeug lebensgefährlich verletzt
Radfahrer bei Zusammenstoß mit geparktem Fahrzeug lebensgefährlich verletzt
Radfahrer bei Zusammenstoß mit geparktem Fahrzeug lebensgefährlich verletzt

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare