Historisches Foto

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit dem gesuchten Ort?

Erkennen Sie, wonach wir suchen?
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Erkennen Sie, wonach wir suchen?

Vergangene Woche suchten wir das Busdepot. Bevor das entstand war, befanden sich auf dem Gelände Trümmer einer Ziegelei.

Von Moritz Jonas

Solingen. In der letzten Woche suchten wir den Betriebshof der Verkehrsbetriebe Solingen, wie ST-Leser Andreas Mandewirth richtig erkannte. Frank Pöhn erinnert sich sogar noch sehr genau daran, wie es dort aussah, bevor der Platz zum Busdepot umfunktioniert wurde. Nach Ende des Krieges sollen sich dort Trümmerteile einer Ziegelei befunden haben. „Das Gelände war ein ,Spielparadies‘ für uns. Der teilweise noch erhaltene Ringofen bot ungeahnte Möglichkeiten. Mutige trauten sich auch in einen teilweise noch erhaltenen Bunker.“ Es sei durchaus nicht ungefährlich gewesen dort zu spielen, aber es hätten alle seiner damaligen Spielkameraden überlebt, so Pöhn.

Auf dem Bild aus dem Februar 1974 ist die ältere Generation der O-Busse auf dem Stellplatz an der Weidenstraße zu sehen.

An die folgenden Jahre, als dort das Busdepot entstand, hat Regina Mengel noch einige Erinnerungen. So weiß sie noch sehr genau, dass die erste O-Busstrecke zwischen dem zentralen Busbahnhof, dem Graf-Wilhelm-Platz und dem Ohligser Bahnhof am 19. Juni 1952 an den Start gegangen sei. Die Installation der Oberleitungsstrecke bis hin nach Burg sei Ende der 60er Jahre vollzogen worden. Weitere Netzwerkerweiterungen seien dann aber erst wieder zu Beginn der 80er Jahre erfolgt. Der letzte Ausbau erfolgte 1993 mit der Anbindung an den Stadtteil Aufderhöhe, wie Mengel berichtet.

Der Solinger O-Bus fuhr sogar in Argentinien

Nicht weniger groß als ihr Erinnerungsvermögen zum Ausbau des Oberleitungsnetzwerks in Solingen, ist das an die unterschiedlichen Fahrzeugtypen, die im Laufe der vergangenen Jahre bis heute durch die Klingenstadt fahren. „Man sieht keine Gelenkbusse, so dass ich annehme, dass es sich um O-Busse der ersten und zweiten Generation handelt,“ berichtet Mengel. Außerdem weiß sie, dass in Ermangelung eines passenden Fahrzeugtyps von den Stadtwerken Ende der 60er Jahre ein eigener Fahrzeugtyp gebaut worden sei, der sogenannte Trolleybus Solingen. Solche Busse fuhren dann später sogar in Argentinien, wie der ElTrole Bus.

Das Busdepot befindet sich noch immer an der Weidenstraße. Heute parken dort aber die großen Gelenkbusse.

Auch Elke Steinhaus hat ihre ganz eigene Geschichte zum Depot an der Weidenstraße. In den 80er Jahren, in einer Zeit, als es noch keine Navis gab, habe sie an einer Haltestelle gewartet, als sie ein Mann nach dem Weg zur Weidenstraße fragte. Er erzählte ihr, er habe schon mehrmals nach dem Weg gefragt, sein Ziel aber dennoch nicht gefunden. Sie bot ihm an, wenn er sie mitnähme, könne sie ihm unterwegs den Weg zeigen. Er willigte ein und ehe er wieder am Busdepot vorbeifuhr, rief sie nur „Halt“. Steinhaus sagt dazu: „So fand er sein Ziel und ich musste nicht mehr mit dem Bus fahren. Den Rest meines Weges konnte ich zu Fuß zurücklegen. So war es eine Win-win-Situation.“ Der Standort dient der Stadt heute immer noch als Busdepot.

Das neue Rätselbild

Was suchen wir heute? Was verbinden Sie mit diesem Bild? Woran erinnern Sie sich beim Betrachten? Senden Sie uns Ihre Antworten – gerne mit Ihren persönlichen Anekdoten – bis kommenden Donnerstag, 26. November, mit dem Vermerk „Historisches Foto“ an Solinger Tageblatt, Redaktion, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder per E-Mail an die Redaktion. 

redaktion@solinger-tageblatt.de

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