Widdert

Weihnachtshaus strahlt schon von weitem

Weihnachtliche Dekoration im Advent ist Heike und Thomas Giers gemeinsame Leidenschaft. Foto: Christian Beier
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Weihnachtliche Dekoration im Advent ist Heike und Thomas Giers gemeinsame Leidenschaft.

In Rüden hat ein Paar seinen Vorgarten besonders festlich dekoriert. Ihr Hobby teilen Heike und Stefan Gier schon seit Jahren.

Von Kristin Dowe

Kinder, die am Haus von Heike und Stefan Gier in Widdert vorbeikommen, können ihren Blick oft gar nicht von der Lichterpracht lösen: Ein 2,50 Meter hoher, aufblasbarer Schneemann thront im Vorgarten des Paars – umgeben von bunten Zuckerstangen, einem großen Engel, dem Weihnachtsmann auf einer Lokomotive und anderen weihnachtlichen Figuren. Ein paar Meter weiter watschelt eine ganze Pinguinfamilie über eine Eisscholle Marke Eigenbau – bestehend aus einer alten Holzpalette und Verpackungsmaterial.

„Wir haben beide immer schon gerne das Haus weihnachtlich dekoriert“, sagt Thomas Gier. „Irgendwie sind dann jedes Jahr neue Dinge dazugekommen.“ Und hinter der weihnachtlichen Kulisse steckt ein gewaltiger technischer Apparat: Rund 8000 Lampen, 58 beleuchtete Figuren und 45 Lichterketten sorgen auch in diesem Jahr wieder dafür, dass Spaziergänger am Haus der Giers einfach stehenbleiben müssen.

Lesen Sie auch: Weihnachten - Das ist bei der Dekoration verboten

Auf ihre Stromrechnung angesprochen muss Heike Gier lachen: „Das werden wir sehr oft gefragt. Da wir aber hauptsächlich LED-Lampen verwenden, ist es gar nicht so teuer.“ Ihr gemeinsames Hobby, bei dem Stefan Gier die treibende Kraft ist, lassen sich die beiden dennoch etwas kosten, gibt der 51-Jährige zu: „In einer Saison kommen da schon mal bis zu 300 Euro zusammen. Ich arbeite in einem Baumarkt und bekomme da auch immer die neuesten Trends mit.“

Im Sommer ist die Garage vollgestopft mit Weihnachtsdeko

Selbst im Sommer, wenn andere noch nicht einmal an Weihnachten denken, achtet Stefan Gier bereits auf Sonderangebote für die Weihnachtsdeko. Auf die festliche Beleuchtung freut sich der Solinger das ganze Jahr. „Wenn wir die Deko abbauen, haben wir bestimmt 20 gut gefüllte Umzugskartons in unserer Garage stehen.“ Somit ist die saisonale Dekoration zumindest für Stefan Gier ein ganzjähriges Projekt: „Ich überlege mir jetzt schon, was wir im nächsten Jahr machen können.“ In diesem Punkt unterscheidet er sich von seiner Frau, gibt Heike Gier zu: „Wenn draußen 30 Grad sind, will ich mit Weihnachten nichts zu tun haben.“

Erlaubt ist, was gefällt, denken sich die Giers und freuen sich über die zum größten Teil positiven Reaktionen der Nachbarn und Besucher. „Es gibt nur sehr wenige Menschen, die Kritik daran äußern. Aber unser Weihnachtshaus muss ja auch nicht jedem gefallen“, sagt Heike Gier. Denn ein kommerzielles Angebot sei dies ausdrücklich nicht. „Es gibt andere Weihnachtshäuser, an denen beispielsweise auch Glühwein für die Besucher ausgeschenkt wird. Das machen wir bei uns nicht.“ Wenngleich Interessierte gerne am Haus vorbeischauen dürften, um das festliche Panorama zu bestaunen. „Die meisten Menschen finden unsere Deko schön. Und wir sind auch ein wenig stolz darauf.“

Weihnachtshaus-Szene tauscht sich im Internet aus

„Jedes Jahr entstehen dabei tolle Bekanntschaften und manche sieht man immer wieder“, erzählt Stefan Gier. Mit seinem Hobby ist er nicht allein – im Internet gibt es eine lebhafte Szene von Weihnachtshaus-Fans, die sich in Foren über technische Kniffe und Trends bei der Weihnachtsbeleuchtung austauschen.

WEIHNACHTSHAUS

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redaktion@solinger-tageblatt.de

KONTAKT Das Weihnachtshaus in der Hofschaft Rüden steht in der Straße Friedrichstal 58. Weitere Informationen gibt es auch bei Facebook.

Wenn dann erstmal alles montiert, geklebt und festgeschraubt ist, kämpft Stefan Gier meist dennoch zunächst mit den Tücken der Technik. Wer je die Weihnachtskomödie „Schöne Bescherung“ mit Chevy Chase in der Hauptrolle gesehen hat, kennt die Problematik. „Es kommt fast immer vor, dass irgendetwas nicht funktioniert. Oft fallen eine Lichterkette oder ein Trafo aus“´, verrät Gier. Für solche Fälle habe er immer ein Ersatztrafo in der Garage stehen. In mehreren Testläufen wird dann geprüft, ob auch alles leuchtet, was leuchten soll.

Die Festtage verbringen die Giers wie wohl die meisten Solinger mit viel gutem Essen, Familienbesuchen und Gemütlichkeit. Wenn Weihnachten vorüber ist, heißt es dann irgendwann Abschied nehmen von Santa Clause und Co. Heike Gier: „Irgendwann nach dem Jahreswechsel muss das Zeug auch weg. Dann hab’ ich die Faxen dicke.“

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Kommentare

Susi Möller
(0)(0)

Liebes Team vom Solinger Tageblatt.

Ich finde es zwar schön dass ihr über Weihnachtshäuser berichtet. Aber überall ist es immer das Häuschen von Herrn Gier. Es ist zwar sehr schön aber es ist ja nicht das einzigste. Dabei wird nie erwähnt das es noch andere Weihnachtshäuser in Solingen und Umgebung gibt, die es wert sind besucht zu werden. Deren Besitzer legen mindest soviel Herzblut in den Aufbau oder vieleicht sogar mehr. Leider werden diese nie erwähnt.

Vielleicht kennt ihr ja auch sonst keine. Deswegen gebe ich einfach mal ein paar Tipps:

Solinger Weihnachtshaus, Landwehrstraße 64a, Solingen

Weihnachtshaus Langenfeld Wiescheid, Familie Gräf,Turmstr8, Langenfeld

Weihnachtshaus, Martin Broch, Remscheider Str 17a, Solingen

Weihnachtshaus, Ecke Neuenkamper Str / Leichlinger Str.

und noch viele mehr.

Wäre schön wenn man auch mal über andere Häuser berichten könnte. Immer dieselben wird langweilig.

Ein paar der Besitzer habe ich sogar persöhnlich kennengelernt. Sie waren alle sehr nett und haben gerne Auskunft über alles gegeben.

Dafür möchte ich dennen danken.

Vielleicht habt ihr ja auch mal Lust die anderen Häuser zu besuchen und darüber zu berichten.

Lieben Dank dass ich meine Meinung äussern durfte.
Eure Susi