Entsorgung

Weihnachtsbaum: Erst Schmuck – dann Kompost

Um 7 Uhr muss der Baum vor der Tür stehen. Foto: Tim Oelbermann
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Die Technischen Betriebe bitten darum, die Bäume abzuschmücken und an den Straßenrand zu legen – gerne gesammelt für die Nachbarschaft.

Die Technischen Betriebe Solingen geben rund 1,6 Tonnen Weihnachtsbäume an einen Entsorger weiter.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Alle Jahre wieder Anfang Januar sammeln die Technischen Betriebe (TBS) ausgediente Weihnachtsbäume ein. Die vollständig abgeschmückten Blaufichten, Nordmanntannen oder was sonst an nadeligen Sorten gefiel, werden zunächst ungeschreddert im Betriebshof an der Umschlagsstelle Tersteegenstraße gesammelt.

An diesem Tag werden die Bäume in Solingen abgeholt.

Von dort geht die Reise weiter zur Entsorgungsgesellschaft Niederrhein (EGN) nach Viersen. „Wir haben für die jährlich anfallende Baum- Menge von rund 1,6 Tonnen keine Kapazitäten in unserer eigenen Mulchanlage“, sagt Lutz Emde, zuständiger Abteilungsleiter vom TBS. Nach Viersen sei der Weg nicht so weit, das ließe sich auch unter dem Stichwort ökologischer Fußabdruck gut darstellen.

Weihnachtsbaum: Schon ein kleiner Schmuckrest lässt Müll-Charge unbrauchbar werden

Dort werden die ehemaligen Weihnachtsbäume zu Mulch kompostiert oder möglicherweise auch als Biomasse in der dortigen Anlage verheizt. Vierzehn Tage dauere es, bis fertiger Mulch zur Verfügung stehe, der dann wiederum als Gartenmaterial eingesetzt werden könne. Deshalb sei es so wichtig, dass keinerlei Schmuck mehr an den Bäumen hänge, wenn sie verarbeitet würden, betont Emde und bittet die Solinger inständig, lieber dreimal als zweimal hinzuschauen, ob wirklich kein Sternchen oder ein Lametta-Rest mehr im Baum steckt.

„Beim Einsammeln kontrollieren unsere Mitarbeiter dann noch einmal akribisch und entfernen das, was ihnen auffällt. Denn sonst könnte es passieren, dass eine ganze Charge Mulch nicht brauchbar wäre.“

Vogelpark oder Fauna würden nicht ausdrücklich mit ausgedienten Bäumen versorgt, sagte Emde. „Aber wenn Interesse besteht, können wir natürlich gerne Bäume zur Verfügung stellen.“ Der Transport dorthin müsse dann geklärt sein. Er wisse, dass Städte, die Zoos unterhalten wie zum Beispiel Köln oder Wuppertal jedes Jahr eine recht große Menge dieser alten Tannenbäume in ihre Tierparks gäben. „Für die Elefanten beispielsweise ist das immer wieder ein medienwirksam inszeniertes Fest, wenn die alten Weihnachtsbäume in ihrer Anlage ankommen.“ In Solingen würden solche Mengen nicht gebraucht. „Meines Wissens haben die Tierparks bislang andere Zulieferkanäle, zum Beispiel von Händlern, die zu Weihnachten nicht verkaufte Bäume entweder spenden oder für kleines Geld abgeben.“

Wer sich bis zum Abholungstag noch nicht von seinem Weihnachtsgefühl trennen möchte, kann seinen dann später abgeschmückten Baum ins Entsorgungszentrum Bärenloch bringen. „Am besten auseinandergesägt, damit er in den dortigen Behälter passt“, sagt Emde. Noch sei kein Rückgang der jährlichen Menge an ausgedienten Weihnachtsbäumen zu beobachten, sagt Emde.

Trends hin zu nachhaltigeren Weihnachtsbaum-Modellen wie etwa „rent-a-tree“ – im Ballen verliehene Bäume werden nach Weihnachten wieder eingepflanzt – beobachtet er in Solingen noch nicht. „Zumindest nicht so, als dass es der Menge der abzuholenden alten Weihnachtsbäume reduziert.“

Abholung

Ausgediente Tannenbäume werden übermorgen, 7. Januar, abgeholt. Sie müssen bis 7 Uhr morgens vor dem Grundstück abgelegt werden. Gut ist es, die Bäume an nachbarschaftlichen Sammelstellen zu deponieren. Das erleichtert den Mitarbeitenden der Technischen Betriebe Solingen (TBS) die Arbeit. Mitgenommen werden nur komplett abgeschmückte Bäume ohne Netze, Säcke oder Töpfe. Der Stammdurchmesser darf maximal 15 Zentimeter betragen, die Länge zwei Meter aber nicht überschreiten.

www.solingen.de/tbs/inhalt/abfallnavi

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