Schaden

Wasserrohrbruch im Pina-Bausch-Saal

Auch im Dezember droht, dass der Pina-Bausch-Saal leer bleiben muss. Immer ernster wird die Situation für die 250 professionellen Künstler in Solingen, denen Einnahmen – oft ohne Ausgleich – fehlen. Foto: Christian Beier
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Es gibt einen Wasserschaden im Pina-Bausch-Saal.

Bautrockner laufen voraussichtlich bis Ende des Monats - Veranstaltungen werden teils verlegt.

Solingen. Durch einen technischen Defekt ist es am Wochenende im Pina-Bausch-Saal zu einem Wasserschaden gekommen. Zwei Bautrockner konnten umgehend geordert und aktiviert werden, weitere werden in diesen Tagen erwartet und voraussichtlich bis Ende des Monats in Betrieb sein. Deshalb müssen die für Februar auf der Theaterbühne geplanten Veranstaltungen bis auf die Hochzeitsmesse verlegt oder abgesagt werden - ein weiterer Schlag fürs Kulturmanagement, nachdem für die ersten Monate dieses Jahres bereits Künstler pandemiebedingt und Veranstalter aus wirtschaftlichen Erwägungen Termine storniert hatten.

Der Schaden war während eines wöchentlich üblichen Testlaufs des Notstromaggregats bei Brandalarm entstanden: Durch den Wasserdruck von zwölf Bar hat sich offenbar die Verbindungsstelle zweier miteinander verpressten Kupferrohre eines Wandhydranten im hinteren Bühnenbereich geöffnet. Aus einer etwa acht Zentimeter großen Öffnung strömte fast fünf Minuten lang das Wasser über den Bühnenboden, in den Orchestergraben und durch die Zwischendecke auch in die Kellerräume, wo sich unter anderem Werkstätten und Aufenthaltsräume befinden. Glück im Unglück: Die Stabilität des Bühnenbodens scheint ebenso wenig betroffen zu sein wie die dort bfindlichen elektrischen Anschlüsse. Aktuell werden die Bedienpulte und Schaltschränke der Bühnenmaschinerie geprüft.

Kulturdezernentin Dagmar Becker dankte „den Kolleginnen und Kollegen des Hauses und der Feuerwehr, die sehr schnell Schlimmeres verhindern konnten“. Das Theater und Konzerthaus ermittelt nun mit Gebäudemanagement und Sachverständigen den Umfang des Schadens und prüft Regressansprüche sowie mögliche Gewährleistungen. Nachdem die Sprinkleranlage seit 2013 schon zwei Mal Probleme bereitete, hatte es im Mai 2018 umfangreiche Renovierungsmaßnahmen gegeben, bei der auch Rohre der Wandhydranten erneuert wurden.

Kulturmanagerin Sonja Baumhauer prüft nun mit den verschiedenen Veranstaltern die zeitliche oder räumliche Verlegung der anstehenden Events wie „Der Trafikant“ (15.02.) oder das Tanztheater „2186 - Nemesis“ (19.02.). Das Karnevalskonzert soll am 26. Februar nun im großen Konzertsaal über die Bühne gehen. Wenn eine terminliche Verschiebung wie bei „Aladin“ (13.02.) nicht möglich ist, erhalten Kunden das Geld für bereits gezahlte Karten bei den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurück. red

Weitere Informationen gibt es auf www.theater-solingen.de

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