Kultur in Solingen

Waldmeister hofft, dass Konzerte bald wieder stattfinden können

Alexander Lange, Kassenwart des Waldmeisters, mit seinem Schweizer Schäferhund Frido, im Konzertraum des Vereins, wo die Zwangspause zum Arbeiten genutzt wird. Foto: Christian Beier
+
Alexander Lange, Kassenwart des Waldmeisters, mit seinem Schweizer Schäferhund Frido, im Konzertraum des Vereins, wo die Zwangspause zum Arbeiten genutzt wird.

Verein setzt auf Räume im alten Walder Bahnhof.

Von Simone Theyßen-Speich und Manuel Böhnke

Solingen. Etwas versteckt in den alten Güterhallen des Walder Bahnhofs liegt das Waldmeister. Für Musikfreunde ist der „Raum für Kultur“, wie sich das Waldmeister selbst bezeichnet, ist ein Geheimtipp. Um die räumliche Situation des Vereins, der 2007 gegründet wurde, sorgen sich aber dessen Mitglieder. „Eine Abrissgenehmigung für die Güterhallen, in denen das Waldmeister untergebracht ist, besteht schon länger“, erklärt Kassenwart Alexander Lange. Deshalb bestehe die Befürchtung, dass das Waldmeister die Räume irgendwann verlassen müsse.

„Wir als Waldmeister möchten auf keinen Fall aus den Räumen raus, das ist ein toller Standort“, so Lange. Zudem habe der Verein auch viel Veranstaltungstechnik eingebaut, mit der man nur sehr schwer umziehen könne. Das Waldmeister hat einen etwa 50 Quadratmeter großen Konzertraum, zudem Küche und Lagerraum – und eine Terrasse Richtung Korkenziehertrasse, die bei Veranstaltungen gerne genutzt würde.

„Momentan kein Grund zur Sorge“

Vermieter Tim Ehlenbeck hält sich zur Zukunft des Walder Bahnhofs bedeckt. Zu Mietverhältnissen äußere er sich grundsätzlich nicht, betont der Eigentümer des Objekts. Nur so viel: „Momentan gibt es keinen Grund, sich Sorgen zu machen.“ Wie sich das Grundstück langfristig entwickelt, werde sich zeigen, erklärt der Geschäftsführer der Friedr. Ehlenbeck Söhne GmbH & Co. KG. Das Fuhrunternehmen hat seinen Sitz an der Parsevalstraße in unmittelbarer Nähe zum Walder Bahnhof.

Derweil blickt das Waldmeister optimistisch in die Zukunft. Die Corona-Zwangspause habe man für Renovierungen genutzt und auch viel in Technik investiert. Im vergangenen September habe es noch einige Konzerte gegeben, ab Anfang Dezember sei aber wieder dicht gewesen. „Wir sind einigermaßen gut durch die Corona-Pandemie gekommen“, dankt Lange auch den gut 200 Mitgliedern, die den Verein finanziell tragen.

Derzeit werden Buchungsanfragen von Bands gesichtet. „Leonora beispielsweise würde gerne bei uns auftreten“, betont Alexander Lange, dass die jungen Bands „heiß darauf seien, wieder zu spielen“. Als nächstes geplant ist für den 4. Februar der Auftritt des Berliner Trios Halbtal und des Improvisators und Rappers Dr. Dreck.

waldmeister-solingen.de

Zuletzt begeisterten Tons of Air im Waldmeister.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

40.000 Euro wert: Täter stehlen 500 Kilo schweren Brunnen
40.000 Euro wert: Täter stehlen 500 Kilo schweren Brunnen
40.000 Euro wert: Täter stehlen 500 Kilo schweren Brunnen
9-Euro-Ticket: SWS verzichten auf Sommerfahrplan
9-Euro-Ticket: SWS verzichten auf Sommerfahrplan
9-Euro-Ticket: SWS verzichten auf Sommerfahrplan
Kritik an Bochum-Fahrten mit ukrainischen Flüchtlingen
Kritik an Bochum-Fahrten mit ukrainischen Flüchtlingen
Kritik an Bochum-Fahrten mit ukrainischen Flüchtlingen
Ohligs: Hotelbau soll im Sommer starten
Ohligs: Hotelbau soll im Sommer starten
Ohligs: Hotelbau soll im Sommer starten

Kommentare