3000 Zuschauer

Walder Theatertage: Straßentheater ist Publikumsmagnet

Die Künstler – hier Nakupelle auf dem Walder Kirchplatz – zeigten große Vielfalt und vollen Einsatz.
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Die Künstler – hier Nakupelle auf dem Walder Kirchplatz – zeigten große Vielfalt und vollen Einsatz.

Allein am Freitag lockte das vielfältige Programm rund 3000 Zuschauer zu den Walder Theatertagen.

Von Rainer Lange

Solingen. Im Jubiläumsjahr der Walder Theatertage ist das Internationale Straßentheaterfest am Freitagabend und Samstagvormittag erneut ein Publikumsmagnet gewesen. Das Programm rund um die Walder Kirche zog allein am Freitag in Spitzenzeiten rund 3000 Zuschauer an. Organisator Peter Wirtz zeigte sich zufrieden.

Die Organisatoren waren mit dem Zuspruch zufrieden: Rund 3000 Menschen verfolgten das Internationale Straßentheaterfest am Freitagabend in Spitzenzeiten.

Das gemischte Publikum ist auch für Künstler reizvoll. Ivan Chary, der als „Le Petit Monsieur“ mit seiner Pantomime begeisterte, mag die unterschiedlichen Reaktionen von Erwachsenen und Kindern. „Kinder denken auf einem anderen Niveau“, sagte Chary.

Wenn er in schwarzem Anzug sowie roter Krawatte und Socken versucht, in eine verschlossene französische Telefonzelle zu gelangen und dabei mehr halsbrecherisch daran hochklettert, stockt bei den Kleinsten der Atem.

Ohne Klamauk und eher andächtig kamen die weißen Schwäne daher. Merklich ruhiger wurde es unter den Zuschauern, als diese auf Stelzen gehenden Künstlerinnen mit riesigen Schwan-Kostümen, zart beleuchtet und untermalt mit einer Streicherversion von Leonard Cohens ‚Hallelujah‘ über den Platz zogen. Später am Abend kehrte dieser Walk-act World of Wonder in farbenfrohen Gewändern zurück.

„Groß und Klein, Jung und Alt kommen auf ihre Kosten und inklusiv ist die Veranstaltung zudem.“

Peter Wirtz, Organisator

Einen wunderbarer Gegensatz stellte dagegen die italienische Gruppe Bandakadabra dar. Sousaphon, Schlagzeug, Trompete und Posaunen, dazu ein Sänger mit Megafon – das war die garantierte Mischung für gute Laune und Mitmachstimmung im Publikum. Es wurde getanzt und im Rhythmus geklatscht – Festivalstimmung kam auf. Gerade die Mischung aus laut und leise, aus besinnlich und lustig schien den Nerv der Anwesenden genau zu treffen.

World of Wonder begeisterten das Publikum mit ihren beeindruckenden Schwan-Kostümen.

Ein Ehepaar aus Düsseldorf studierte den Flyer. Erst einmal zu Le Petit Monsieur, dann zum spanischen Comedian, Clown und magischen Mimen Txema, so das Programm. Seit mehr als zehn Jahre kämen sie her. Die Solingerin Helga Morsbach war zunächst ganz begeistert von der mitreißenden Musik: „Ich freue mich jetzt auf die Akrobaten von Tridiculous und die wundervollen Schwäne.“ Diese drei Berliner präsentierten eine Darbietung mit Kraft, Dynamik, die ebenso poesievoll und lustig daherkam.

Straßentheater in Wald gestartet

Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.  © Tim Oelbermann
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.  © Tim Oelbermann
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.  © Tim Oelbermann
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.  © Tim Oelbermann
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.  © Tim Oelbermann
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.  © Tim Oelbermann
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.  © Tim Oelbermann
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.  © Tim Oelbermann
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.  © Tim Oelbermann
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.  © Tim Oelbermann
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.  © Tim Oelbermann
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.  © Tim Oelbermann
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.  © Tim Oelbermann
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.
Die Walder Theatertage haben mit einem Festival des Straßentheaters begonnen.  © Tim Oelbermann

Peter Wirtz zeigte sich am Freitagabend sehr zufrieden. Bis auf einen kurzen Stromausfall am Quiche-Stand und Getränkewagen lief alles rund. Nach den Corona-Einschränkungen sei es nun ein richtiges Highlight. Er schätzt das Straßentheater, das zum zehnjährigen Jubiläum der Veranstaltung eingeführt wurde, sehr. „Groß und Klein, Jung und Alt kommen auf ihre Kosten und inklusiv ist die Veranstaltung zudem“, so Wirtz.

Gala bietet künstlerisches Feuerwerk

Die Theatertage entwickeln sich weiter, erklärte er. „Neue Formate wird es ab November geben. Ein Theaterpreis, mehr verrate ich noch nicht.“ Stolz sei er auch auf die Aktionen der vergangenen Jahre, die die bittere Coronazeit überbrückt hätten. Dazu gehöre das Fenstertheater vor Altenheimen und kleine Videos, die noch heute in Schulen als Inspiration für Theaterstunden genutzt würden.

Auch auf der Friedrich-Ebert-Straße tummelten sich viele Besucher.

Den Auftakt für das Internationale Straßentheaterfest stellte „Taxi Damaskus“, eine Konzertlesung in der Walder Kirche am Donnerstag, dar. Am Klavier war der syrische Pianist Aeham Ahmad. Er wurde weltberühmt, weil er in seiner Heimat inmitten von Trümmern den Menschen mit seinem Klavier ein wenig Freude brachte. Aus seinem Buch „Taxi Damaskus“, das er mit dem Autor Andreas Lukas geschrieben hat, wurde gelesen.

Am Samstag fanden die Theatertage ihren Abschluss auf dem Walder Kirchplatz. Hier gab es mit Chor Voices und dem amerikanischen Künstler Nakupelle ein Programm für Kinder, deren Eltern und auch Großeltern.

Für einen Fotowettbewerb können selbst gemachte Fotos der Theatertage bis Freitag, 17. Juni eingereicht werden. Einsendung per Mail: wt@walder-theatertage.de

Verein

Der Verein Walder Theatertage verfolgt das gemeinnützige Ziel, Menschen aller Altersklassen einen Zugang zu kulturellen Veranstaltungen zu ermöglichen. Die Theatertage finden in diesem Jahr zum 25. Mal statt. Eine Jubiläumsgala im Theater und Konzerthaus bildete am Samstagabend den Abschluss. Informationen zum Verein, einer Mitgliedschaft sowie Unterstützung: www.walder-theatertage.de

Standpunkt von Manuel Boehnke: Tut das gut!

manuel.boehnke@solinger-tageblatt.de

Es war ein langer Winter. Die Corona-Pandemie hat uns in der dunklen Jahreszeit einiges abverlangt. Umso schöner zu sehen ist es, wie sich das kulturelle Leben in Solingen mit voller Kraft zurückmeldet. Da war die Kulturnacht Ende März, das Gräfrather Marktfest sowie das Dürpelfest in Ohligs im Mai. Hinzu kommen zahlreiche Konzerte, Kulturveranstaltungen und kleinere Feste, die in den vergangenen Wochen stattfinden konnte – teilweise zum ersten Mal seit zwei Jahren. Viele von ihnen waren gut besucht. Das gilt auch für die Walder Theatertage am Wochenende.

Kein Wunder: Die Verantwortlichen um Peter Wirtz haben für die Jubiläumsausgabe der Traditionsveranstaltungen wieder ein beeindruckendes wie abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Der Besucherzuspruch spricht für sich. Die Veranstalter haben in der Corona-Pandemie offensichtlich nichts verlernt – und die Besucher auch nicht. Tut das gut!

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