1344 Quadratmeter großes Gebäudeensemble

Makler sucht jetzt Käufer für den Walder Stadtsaal

Der Walder Stadtsaal wird offiziell zum Kauf angeboten. Der derzeitige Besitzer Andreas Heibach hatte einen möglichen Verkauf im Vorjahr angekündigt.
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Der Walder Stadtsaal wird offiziell zum Kauf angeboten. Der derzeitige Besitzer Andreas Heibach hatte einen möglichen Verkauf im Vorjahr angekündigt.

Der jetzige Besitzer Andreas Heibach will eine „gute Lösung für den Stadtteil“. Stadt Solingen äußert sich.

+++ Update, 19.12 Uhr +++

Von Björn Boch

Solingen. Der Walder Stadtsaal wird nun auch offiziell zum Kauf angeboten. Eine entsprechende Mitteilung wurde am späten Montagabend von Engel & Völkers Commercial herausgegeben. Die Firma „übernimmt die exklusive Vermarktung des circa 1344 Quadratmeter großen Gebäudeensembles“, heißt es in dem Schreiben.

Der aktuelle Besitzer Andreas Heibach hatte bereits im Vorjahr erklärt, den Stadtsaal verkaufen zu wollen. Übers Knie brechen wolle er das nicht, sagte er damals, aber Angebote einholen. Auch in einem Gespräch am Dienstag betonte er: „Ich bin nicht verzweifelt. Wir suchen in Ruhe weiter, um eine gute Lösung für alle Beteiligten zu finden.“

Natürlich wisse er um die Bedeutung des Stadtsaals für Wald, für Vereine und Kultur: „Dass wir etwas suchen, das gut für Wald ist, versteht sich von selbst.“ Dazu gehöre, dass der Saal als Veranstaltungsstätte vornehmlich für Vereine erhalten bleibe. Heibach wollte das Gebäude an die Stadt veräußern, die ein Vorkaufsrecht für das denkmalgeschützte Gebäude besitzt. Die Stadt könne das aber nicht stemmen, so Heibach. Er hatte den Stadtsaal für einen symbolischen Euro erworben, nach eigenen Angaben aber mehr als 300 000 Euro investiert. Sein idealer Käufer? „Einer, der sich da reinkniet. So einer wie ich, als ich noch jung war.“

Stadt Solingen denkt nicht über Kauf des Stadtsaals nach

Einen Kauf durch die Stadt hatten unter anderem die Grünen 2021 gefordert. Der wäre für die Stadt wohl nur zu stemmen, wenn sich Privatpersonen engagieren – so wie in Ohligs, wo die Festhalle in eine Stiftung überführt werden soll, gegründet vom Unternehmerpaar Dragana und Mirko Novakovic. Sie hatten der Stadt nach Absprache die Festhalle umgehend wieder abgekauft, nachdem diese von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht hatte.

Dem Rathaus liegen keine Informationen über eine entsprechende Initiative in Wald vor, berichtet Sprecherin Sabine Rische. Nach ihren Angaben habe die Stadt kein Vorkaufsrecht und denke auch nicht über einen Kauf des Stadtsaals nach – obwohl er eine große Bedeutung für das gesellschaftliche Leben in Wald habe.

Immobilienberater Dario Dzamastagic, der das Objekt vermarktet, blickt optimistisch auf die anstehende Vermarktung des Stadtsaals, da der Solinger Gewerbeimmobilienmarkt auf großes Interesse stoße. „Gerade der Walder Stadtsaal ist für uns ein spannendes Projekt, da die Zukunft dieser Immobilie von besonderer Bedeutung für die Stadtteilentwicklung ist.“ Er hält es für realistisch, dass sich in naher Zukunft nicht viel an der aktuellen Nutzung verändert.“ Alles Weitere hänge vom Anspruch und den Vorstellungen der künftigen Eigentümer ab. Ein Kaufpreis ist ebenso wenig öffentlich wie ein detailliertes Exposé.

Eine Zweckbindung gibt es laut Rische zwar nicht mehr. Der Komplex stehe aber abgesehen von den rückwärtigen Teilen unter Denkmalschutz. Ein Abriss mit anschließendem Neubau sei darum nicht möglich. Umnutzungen wären zwar denkbar, müssten aber mit der Denkmalbehörde abgeklärt werden.

+++ Update, 14.30 Uhr +++

Von Björn Boch

Solingen. Der Walder Stadtsaal wird nun auch offiziell zum Kauf angeboten. Eine entsprechende Mitteilung wurde am späten Montagabend von Engel & Völkers Commercial herausgegeben. Die Firma „übernimmt die exklusive Vermarktung des circa 1344 Quadratmeter großen Gebäudeensembles“, heißt es in dem Schreiben.

Der aktuelle Besitzer Andreas Heibach hatte bereits im Vorjahr seine Absicht geäußert, den Walder Stadtsaal verkaufen zu wollen. Übers Knie brechen wolle er das nicht, sagte er damals, aber Angebote einholen. Auch in einem Gespräch am Dienstag betonte er: „Ich bin nicht verzweifelt. Wir suchen in Ruhe weiter, um eine gute Lösung für alle Beteiligten zu finden.“

Natürlich wisse er um die Bedeutung des Stadtsaals für Wald, für Vereine und Kultur: „Dass wir etwas suchen, das gut für Wald ist, versteht sich von selbst.“ Dazu gehöre, dass der Walder Stadtsaal als Veranstaltungsstätte vornehmlich für Vereine erhalten bleibe. Heibach wollte den Stadtsaal an die Stadt veräußern, die ein Vorkaufsrecht für das denkmalgeschützte Gebäude besitzt. Die Stadt könne das aber nicht stemmen, so Heibach. Er hatte den Stadtsaal für einen symbolischen Euro erworben, nach eigenen Angaben aber mehr als 300 000 Euro investiert. Sein idealer Käufer? „Einer, der sich da reinkniet. So einer wie ich, als ich noch jung war.“

Einen Kauf durch die Stadt Solingen hatten unter anderem die Grünen 2021 gefordert. Der wäre für die Stadt wohl nur zu stemmen, wenn sich Privatpersonen engagieren – so wie in Ohligs, wo die Festhalle zeitnah in eine Stiftung überführt werden soll, gegründet vom Unternehmerpaar Dragana und Mirko Novakovic. Sie hatten der Stadt nach Absprache die Festhalle umgehend wieder abgekauft, nachdem diese von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht hatte.

Der zuständige Immobilien-Berater Dario Dzamastagic blickt derweil optimistisch auf die anstehende Vermarktung des Walder Stadtsaals, da der Solinger Gewerbeimmobilienmarkt auf großes Interesse stoße. „Gerade der Walder Stadtsaal ist für uns ein spannendes Projekt, da die Zukunft dieser Immobilie von besonderer Bedeutung für die Stadtteilentwicklung ist.“

Zur Zukunft des Stadtsaals erklärte er: „Realistisch lässt sich einordnen, dass sich in naher Zukunft nicht viel an der aktuellen Nutzung verändert.“ Alles weitere hänge vom Anspruch und den Vorstellungen der zukünftigen Eigentümer ab. Ein Kaufpreis ist ebenso wenig öffentlich wie ein detailliertes Exposé. Das erhielten – auf Wunsch des Verkäufers – nur Interessenten nach einer genauen Prüfung.

Unsere Meldung vom 24. Mai, 6.53 Uhr

Solingen. Der Walder Stadtsaal wird offiziell zum Kauf angeboten. Eine entsprechende Mitteilung wurde jetzt von Engel & Völkers Commercial herausgegeben. Die Firma „übernimmt die exklusive Vermarktung des circa 1344 Quadratmeter großen Gebäudeensembles“, heißt es in einer Mitteilung.

Der derzeitige Besitzer Andreas Heibach hatte einen möglichen Verkauf im Vorjahr angekündigt. Übers Knie brechen wolle er das zwar nicht, sagte er damals, aber zumindest Angebote einholen. Wichtig sei ihm, dass der Walder Stadtsaal als Veranstaltungsstätte vornehmlich für Vereine erhalten bleibe. Als Käufer käme demnach auch die Stadt infrage, die ein Vorkaufsrecht für das denkmalgeschützte Gebäude besitzt.

Einen Kauf durch die Stadt Solingen hatten unter anderem die Grünen 2021 gefordert. So ein Kauf dürfte für die Stadt allerdings nur zu stemmen sein, wenn sich Privatpersonen engagieren - so wie in Ohligs, wo die Festhalle in eine Stiftung überführt werden soll, gegründet vom Unternehmerpaar Dragana und Mirko Novakovic. Sie hatten der Stadt die Festhalle umgehend wieder abgekauft, nachdem diese von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht hatte.

Der zuständige Berater Dario Dzamastagic blickt derweil optimistisch auf die anstehende Vermarktung des Walder Stadtsaals, da der Solinger Gewerbeimmobilienmarkt auf großes Interesse stoße. „Gerade der Walder Stadtsaal ist für uns ein spannendes Projekt, da die Zukunft dieser Immobilie von besonderer Bedeutung für die Stadtteilentwicklung ist.“ bjb

Ausführlicher Bericht folgt

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