Neues Konzept

Walder Stadtsaal: Verkauf, neue Betreiber - und neues Konzept

Fabian Zielke (links) und Marvin Oberlies sind die neuen Eigentümer des Walder Stadtsaals.
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Fabian Zielke (links) und Marvin Oberlies sind die neuen Eigentümer des Walder Stadtsaals.

Drei junge Burger betreiben die Veranstaltungsstätte ab November. Was sie vorhaben und wie sie vor allem für Jüngere etwas bieten wollen.

Von Anja Kriskofski

Solingen. Noch knapp zwei Wochen, dann übernehmen die neuen Eigentümer die Geschäfte im Walder Stadtsaal. Vor der Sitzung der Bezirksvertretung Wald stellten Fabian Zielke (25) und Marvin Oberlies (27) zusammen mit dem künftigen Geschäftsführer Niclas Kleine (25) ihre Pläne vor. Das Trio will vor allem Hochzeitsfeiern und Firmenevents in den Stadtsaal holen. „Das ist unser Konzept, auch wenn es am Anfang vielleicht nicht einfach wird“, sagt Zielke.

Der bisherige Eigentümer Andreas Heibach hat die Immobilie nach elf Jahren verkauft. Über den Preis haben Käufer und Verkäufer Stillschweigen vereinbart. Vermarktet hat den Stadtsaal Dario Dzamastagic von Engel & Völkers Commercial Rheinland, der selbst Solinger ist. „An D-Standorten wie Solingen ist die Kenntnis des Marktes vor Ort ausschlaggebend.”

Die neuen Betreiber kommen alle drei aus Burg und kennen sich seit ihrer Grundschulzeit. Der angehende Steuerberater Fabian Zielke und Marvin Oberlies, der bei den Remscheider Stadtwerken arbeitet, sind Eigentümer. Oberlies und Niclas Kleine sind Geschäftsführer der Eventfirma, die den Stadtsaal künftig betreibt. „Die drei sind jung, haben den entsprechenden Dampf. Das ist die beste Konstellation, die man sich vorstellen kann“, glaubt der bisherige Eigentümer Heibach.

Zielke, Oberlies und Kleine wollen nun zunächst den Brandschutz angehen. So soll im großen Saal eine Zwischendecke über der Bühne eingezogen werden. Dadurch sei künftig keine Brandsicherheitswache mehr nötig, die bislang bei großen Veranstaltungen notwendig war und mit 500 Euro pro Abend zu Buche schlage, erklärt Oberlies. Ende des Monats stehe ein Termin mit dem Bauamt an. Daneben planen sie Verschönerungen, die Beleuchtung werde modernisiert.

Stadtsaal soll Vereinen auch weiter zur Verfügung stehen

Für den beliebten Biergarten sei eine Überdachung geplant, „so dass wir saisonunabhängig auch im Winter weitermachen können“, erklärt Fabian Zielke. Das Angebot an Speisen soll erweitert werden. Neben Firmenevents sollen an den Wochenenden vor allem Hochzeiten den Stadtsaal füllen.

„Ich sehe kein Problem, das hier ans Laufen zu bekommen“, sagt Niclas Kleine, der aus dem Eventbereich kommt und jahrelang in der Alten Schlossfabrik gearbeitet hat. Solingen sei auch für Paare aus anderen Städten interessant.

Auch jüngere Menschen in den 20ern und 30ern wollen die Betreiber verstärkt ansprechen, etwa mit Clubbing-Veranstaltungen. Kleine: „Es gibt nicht mehr viel in Solingen, seit das Getaway weggebrochen ist.“ Durch Events und Hochzeiten soll genug Geld reinkommen, um den Stadtsaal auch weiterhin für Vereine zur Verfügung zu stellen. „So dass am Ende eine schwarze Null rauskommt“, sagt Marvin Oberlies.

Zu den ersten Veranstaltungen unter ihrer Regie zählt die Prinzenproklamation am 12. November. Gesetzt sind auch weitere karnevalistische Termine wie die Damen- und die Herrensitzung der KG Rot-Weiß Klingenstädter und der Kinderkarneval.

Passend dazu: Das planen Solingens Karnevalisten für die fünfte Jahreszeit

Erhalten bleibt laut Fabian Zielke auch das Corona-Testzentrum.

Stadtsaal

Der Walder Stadtsaal hat eine Fläche von 1344 Quadratmetern. Im Gebäude befinden sich vier Wohnungen, ein Büro sowie 1108 Quadratmeter Gewerbefläche. Im Saal sind 900 Personen im Stehen zugelassen, 480 in Sitzreihen oder 188 an runden Tischen. Die Stadt Solingen war bis 2012 Eigentümerin der Veranstaltungsstätte.

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