Beeinträchtigung der Lebensqualität

Wald: Lkw-Verkehr belastet Anwohner stark

An der Deller Straße hat der Verkehr zugenommen. Archivfoto: cb
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An der Deller Straße hat der Verkehr zugenommen.

Die Stadtverwaltung prüft, ob der Lastenverkehr auf der Deller Straße nicht umgeleitet werden kann.

Von Anja Kriskofski

Solingen. Seit Monaten klagen die Anwohner von Deller Straße, Demmeltrather Straße und Albertus-Magnus-Straße über den zunehmenden Lkw-Verkehr. Bei einem Vor-Ort-Termin im Oktober schilderten sie dem ST bereits die Probleme. Am Montag befasste sich die Bezirksvertretung Wald mit dem Thema. Ergebnis: Die Stadtverwaltung soll prüfen, ob der Lastverkehr nicht durch ein nahe gelegenes Gewerbegebiet geleitet werden könnte.

In der Sitzung berichteten gleich mehrere Bürger, wie sich ihre Wohnsituation verändert habe. „Wir fühlen uns in unserer Lebensqualität sehr beeinträchtigt“, erklärte ein Walder. Durch ein neu angesiedeltes Bauunternehmen seien täglich weit mehr als 60 Lkw auf der Deller Straße und umliegenden Straßen unterwegs. „Dafür sind die Straßen nicht ausgelegt.“ Hinzu komme eine Gefährdung der Kinder.

Solingen: „Anwohner-frei“-Schild soll auf den Prüfstand

Auch die Parksituation sei unerträglich, ergänzte eine Anwohnerin. An der Erika-Rothstein-Schule sei eine Bushaltestelle für die Schüler eingerichtet worden. Parkplätze fielen weg. „Die Lkw können dadurch noch zügiger fahren“, bestätigte ein weiterer Anlieger. „Tempo 30 wird zu 80 Prozent nicht eingehalten.“

Die Bezirksvertreter stimmten nun einstimmig einem Prüfantrag zu. Die Stadtverwaltung soll untersuchen, ob das angesiedelte Gewerbe in dem Gebiet rechtlich zulässig ist. Zudem soll eine Verkehrszählung durchgeführt werden.

Geprüft werden soll auch, ob die Unterführung von der Deller Straße zur Stübbener Straße für den Lkw-Verkehr verbreitert werden könnte. Und: Ein „Anlieger-frei“-Schild am Fallerslebenweg soll weg. Lastwagen könnten dann von der Focher Straße aus über Schenkendorfstraße, Georgestraße, Straucher und Gräfrather Straße sowie Fallerslebenweg geleitetet werden. „Wenn das Schild nicht zwingend erforderlich ist, können wir es entfernen“, sagte Simon Jänig vom Mobilitätsmanagement. Weil die Einhaltung nicht zu kontrollieren sei, würden solche Schilder ohnehin nicht mehr aufgestellt, erklärte Andreas Salzmann von der Bezirksverwaltungsstelle.

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