Denkmalstiftung

Kirche wird umfangreich saniert

Die Denkmalstiftung Walder Kirche überreichte 30 000 Euro an die Gemeinde. Hinten (v. l.) Dr. Hans-Joachim Müller-Stöver, Guido Rohn, Horst Koss, Uta Bülte-Vogt, vorne (v. l.) Tobias Deimling, Susanne Koch, Hildegard Hergeth-Steinbach, Ursula Wallbraun und Kerstin Heider.
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Die Denkmalstiftung Walder Kirche überreichte 30 000 Euro an die Gemeinde. Hinten (v. l.) Dr. Hans-Joachim Müller-Stöver, Guido Rohn, Horst Koss, Uta Bülte-Vogt, vorne (v. l.) Tobias Deimling, Susanne Koch, Hildegard Hergeth-Steinbach, Ursula Wallbraun und Kerstin Heider.

Denkmalstiftung übergibt 30 000 Euro für Walder Bauwerk.

Von Simone Theyßen-Speich

WALD 30 000 Euro hat die Denkmalstiftung Walder Kirche gestern offiziell an die evangelische Kirchengemeinde Wald zur Erhaltung des 1000 Jahre alten und somit ältesten Solinger Bauwerks übergeben. Zwar ist das erste große Ziel der Denkmalstiftung, die 1999 gegründet wurde, – die Rückzahlung des knapp 500 000-Euro-Kredits für Sanierung von Turm und Fassade vor gut 20 Jahren – schon seit drei Jahren erreicht. „Aber wir machen weiter“, unterstreicht der Vorsitzende Dr. Hans-Joachim Müller-Stöver, das Engagement, sich mit neu aufgestelltem Vorstand neuen Aufgaben zu widmen. „Unser großer Dank geht an den ehemaligen Pfarrer Hartmut Schneider, der nach seinem Weggang nach Wuppertal jetzt auch sein Vorstandsamt aufgegeben hat“, so Müller-Stöver.

Die neuen Aufgaben sind umfangreich. „Für die anstehenden Sanierungen brauchen wir ein Gesamtkonzept“, erklärt Pfarrerin Kerstin Heider, Vorsitzende des Presbyteriums und zukünftig auch im Beirat der Denkmalstiftung. Das habe das Landeskirchenamt vorgeschrieben und das sei auch unumgänglich.

Ein erster Kontakt mit einem Kirchenarchitekten ist aufgenommen. Jetzt soll gemeinsam mit der Gemeinde ein Verfahren entwickelt werden. „Wir legen Wert darauf, dass Planung, Architektenkosten und Ähnliches Aufgabe der Gemeinde sind, wir möchten greifbare Dinge finanzieren“, betont Guido Rohn aus dem Beirat der Denkmalstiftung.

„Insgesamt ist das ein Großprojekt für die nächsten Jahre“, skizziert der stellvertretende Vorsitzende Tobias Deimling, auch Baukirchenmeister im Presbyterium, den Umfang. Priorität eins sei die Modernisierung des Brandschutzes in der Kirche. „Wir machen beispielsweise aus Sicherheitsgründen schon keine Turmführungen mehr“, so Guido Rohn.

Neue Elektrik soll moderne Anforderungen erfüllen

Komplett erneuert werden müsse auch die Elektrik in der Kirche. „Da werden wir uns beraten lassen, um zu entscheiden, welche moderne Ausstattung man in den nächsten 20 oder 30 Jahren in der Kirche braucht“, nennt Kerstin Heider, Ton-, Bild- und Videoausstattung als Beispiel. Nicht zuletzt stünden auch Stuck-Reparaturen und die Überprüfung der Statik an. „Im Turm gibt es Balken, die sind 800 Jahre alt“, so Heider. Ein neuer Anstrich sei dann am Schluss das Tüpfelchen auf dem „i“. Schon vor Weihnachten hat die Gemeinde ein 3D-Aufmaß der Kirche als Grundlage für alle Maßnahmen erstellen lassen. „Wir wissen noch nicht, was alles kosten wird, aber wir gehen von einer Millionensumme aus“, so Heider. Deshalb müsse man Prioritäten setzen.

Die Denkmalstiftung will auch weiterhin finanziell unterstützen. Seit ihrer Gründung vor 24 Jahren hat sie knapp 750 000 Euro zur Verfügung gestellt. „Unter anderem ist das Geld in die Abzahlung des Fassaden-Kredits, in Außen- und Innenbeleuchtung und in die Sanierung der 450 Stühle geflossen“, nennt Guido Rohn einige Projekte.

Die großen Summen zusammenzubekommen, werde aber auch schwieriger. „Auch bei uns sind die Spendensummen jetzt in der Krise rückläufig“, so Schatzmeisterin Ursula Wallbraun. Ab 50 Euro pro Jahr kann man Fördermitglied werden. Ihr großer Dank geht aber auch an treue Spender großer Summen.

Mit Schneekugel-Verkauf beim Weihnachtsmarkt und Weinverkauf bei den Theatertagen oder „Wald leuchtet“ will man auch weiter aktiv sein. „Damit zeigen wir auch, wie verwurzelt wir im Stadtteil sind“, so Müller-Stöver. Das wurde bei der Verleihung des Deutschen Preises für Denkmalschutz 2021 auch besonders gewürdigt. Und das sei der Grund, weiterzumachen.

Vorstand

Der neu aufgestellte Vorstand: Dr. Hans-Joachim Müller-Stöver (Vorsitzender), Tobias Deimling (Stellvertreter), Susanne Koch (Schriftführerin), Ursula Wallbraun (Schatzmeisterin), Guido Rohn, Horst Koss, Hildegard Hergeth-Steinbach und Udo Stremmel (alle Beirat).

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