Auszeichnung

Guido Rohn erhält das Bundesverdienstkreuz

Oberbürgermeister Tim Kurzbach (r.) übergab das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland gestern im Kleinen Konzertsaal an Guido Rohn. Foto: Michael Schütz
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Oberbürgermeister Tim Kurzbach (r.) übergab das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland am Freitag im Kleinen Konzertsaal an Guido Rohn.

Sein Engagement für die Jahnkampfbahn und die Walder Kirche wurden am Freitag gewürdigt.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Eigentlich hätte die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande an Guido Rohn im ausverkauften Walder Stadion stattfinden müssen, erklärte Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD). Pandemie und die Bescheidenheit des Geehrten ließen daraus aber am Nachmittag eine kleinere Feier im Konzertsaal werden.

Groß sind allerdings die Verdienste von Guido Rohn, für die dem 63-Jährigen die Auszeichnung durch den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier verliehen wurde. „Durch sein langjähriges ehrenamtliches Engagement insbesondere im Bereich des Denkmalschutzes und der Erhaltung von Kulturgut hat er auszeichnungswürdige Verdienste erworben“, so die offizielle Begründung, die Oberbürgermeister Tim Kurzbach bei der Überreichung des Ordens zitierte.

In vielen Bereichen ist der engagierte Walder aktiv. Besonders hervorgehoben wurde aber die Gründung des „Fördervereins Jahnkampfbahn Wald“ 1995, dessen Vorsitzender er bis heute ist. Sein Einsatz gilt zudem der Denkmalstiftung Walder Kirche und der denkmalgeschützen Grundschule Am Rosenkamp.

„Guido Rohn lebt Wald als Gefühl“

In diesen „irren Zeiten“ sei es wichtig, „dass Menschen Identität finden, Beziehungspunkte, Orte, Heimat“, betonte Tim Kurzbach. Dieses Stück Heimat im Stadtteil Wald zu vermitteln, dafür stehe Guido Rohn wie kein anderer. „Wir brauchen Menschen wie ihn, die voller Stolz auf die Geschichte und die Traditionen hinweisen, aber auch die Orte als Orientierungspunkte für die Menschen aktiv erhalten. Da wo es schön ist, identifizieren sich Menschen mit dem Ort und sind bereit, ihn als Heimat anzuerkennen.“ Identität und Heimat, so Kurzbach, stünden dabei ausdrücklich für Offenheit und Vielfalt. „Guido Rohn lebt Wald als Gefühl.“

Das bestätigte auch der langjährige Weggefährte im Förderverein Jahnkampfbahn, Klaus Lorenz. Er skizzierte Rohn als Walder, evangelischen Christen, Familienmensch, Musiker und vor allen Dingen als Sportler. Handball, auch die Wiederbelebung des Feldhandballs, sei seine Leidenschaft. „Aber vor allen Dingen ist es der Fußball – wird sein Leben doch nach dem Spielplan von Borussia Mönchengladbach ausgerichtet.“

Auch der Geehrte begann seine Rede mit einer Fußball-Metapher. „Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes ist so, als stünde ich im Gladbach-Trikot in der 93. Minute mit dem Ball frei für den Siegtreffer vor dem Tor des 1. FC Köln.“

Guido Rohn dankte aber vor allen Dingen seiner Familie – Ehefrau Carol, Tochter Leonie und Vater Siegfried begleiteten ihn – und den engagierten Wegbegleitern für die Unterstützung.

Auszeichnungen

Preise: 2013 erhielt der Förderverein Jahnkampfbahn den Deutschen Denkmalschutzpreis. Im Oktober nimmt Guido Rohn in Berlin den Preis für die Denkmalstiftung Walder Kirche in Empfang. Die erhielt unlängst auch den Rheinlandtaler.

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