Modeunternehmen und Alexander Ernst Voigt kooperieren

Walbusch erstellt erstmals neue Kollektion mit einem Künstler

Künstler Alexander Ernst Voigt (l.) und Ralph Hürlemann stellten die neue Walbusch-Kollektion vor. Foto: Michael Bogumil/Walbusch
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Künstler Alexander Ernst Voigt (l.) und Ralph Hürlemann stellten die neue Walbusch-Kollektion vor.

Es ist eine  Premiere in der 87-jährigen Firmengeschichte von Walbusch.

Solingen. Zum ersten Mal hat das Solinger Modeunternehmen ein Kunstwerk auf Stoff übersetzt. In Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Künstler Alexander Ernst Voigt ist die limitierte Art-Meets-Fashion-Kollektion entstanden. Am Donnerstag fand die Vernissage in den Hamburger Deichtorhallen statt.

„Tradition verpflichtet zu ständiger Erneuerung und Innovation“, betonte Marcus Leber. Er ist als Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb zuständig. Deshalb habe Walbusch vor drei Jahren begonnen, an seiner Marke zu arbeiten, Experimente zu starten. Die nun veröffentlichte Kollektion sei der „nächste Gipfel unserer Evolution“.

Dass es zu der Zusammenarbeit mit Alexander Ernst Voigt gekommen ist, geht auf Ralph Hürlemann zurück. Über persönliche Kontakte lernte er den Künstler 2019 kennen. „Die Motive haben mich sofort angesprochen. Das war Liebe auf den ersten Blick. Ich dachte: Toll, da müssen wir etwas draus machen“, erklärte der Geschäftsführer Einkauf.

Der in Berlin geborene Alexander Ernst Voigt studierte an der Kunstakademie Düsseldorf. Eberhard Havekost ernannte ihn 2012 zum Meisterschüler. Mit Baumwollstoffen und und Ölfarbe schafft er in aufwendigen Druckverfahren Kunstwerke. Charakteristisch für sein Werk sind die von der Natur inspirierten Motive. So diente eine Palme in einem Düsseldorfer Park als Vorlage für das tragende Element der neuen Walbusch-Kollektion. In verschiedenen Farben und Ausschnitten ist es in der Mode wiederzufinden.

„Das war Liebe auf den ersten Blick.“

Ralph Hürlemann über die Werke von Alexander Ernst Voigt

Der Düsseldorfer Künstler zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. „Ich hätte niemals erwartet, dass diese Kollektion so eine Dimension annimmt. Dass ich ein Bild herstelle und daraus eine Produktionsreihe entsteht – ein anderes Stück Kunst“, sagte er. Mehr als eineinhalb Jahre hat dieser Prozess in Anspruch genommen. Seit dieser Woche sind die überwiegend in der Region gefertigten Produkte erhältlich. Kein Teil existiert Ralph Hürlemann zufolge mehr als 550 Mal. Jedes Kleidungsstück der Kollektion ist nummeriert.

Bei Walbusch ist man stolz auf die neue Kollektion. „Der Funke ging durch das komplette Unternehmen“, sagte Marcus Leber. Das Projekt und die Vernissage verdeutlichten zudem, dass der Traditionsbetrieb bislang gut durch die Corona-Krise kommt. Das Wachstum des vergangenen Jahres setzt sich auch 2021 fort. „Sonst hätten wir uns so ein Event nicht geleistet“, betonte der Geschäftsführer Marketing und Vertrieb. Die Fernsehmoderatorin Inka Schneider führte durch die Vernissage, die per Livestream aus der Bibliothek F. C. Gundlach übertragen wurde.

Walbusch wird nicht zum letzten Mal eine Brücke zwischen Kunst und Mode schlagen. Ein neues Projekt sei in Planung, verriet Ralph Hürlemann. Es gebe bereits Gespräche mit einer Künstlerin.

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