Verbraucherberatung

Vorsicht vor Online-Fehlkäufen

Die Polizei warnt vor Fake-Shops im Internet. Wie erkennt man sie, worauf muss man gerade vor Weihnachten achten? Foto: Michael Schütz
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Die Polizei warnt vor Fake-Shops im Internet. Wie erkennt man sie, worauf muss man gerade vor Weihnachten achten?

Die Verbraucherberatung warnt vor „Fake-Shops“.

Von Moritz Jonas

Solingen. Spätestens mit dem ersten Advent begann der alljährliche Ansturm auf die Geschenke. Jeder möchte seinen Liebsten das gewünschte Präsent unter den Baum legen, dabei soll es auch möglichst wenig kosten. Bei der Jagd nach den Schnäppchen ist jedoch Vorsicht geboten. Gerade durch Online-Fake-Shops droht Abzocke. Besonders in diesem Jahr, da vermutlich noch mehr Menschen als ohnehin schon ihren Weihnachtseinkauf online erledigen werden. Das Solinger Tageblatt erklärt mit Hilfe der Verbraucherberatungsstelle wie man sich als Verbraucher vor der Falle der Fake- Shops schützen kann.

Was sind Fake-Shops?

Fake-Shops sind teilweise Kopien von real existierenden Internetseiten. „Diese Seiten sind meistens gut gemacht und nur schwer von den originalen Seiten zu unterscheiden,“ sagt Dagmar Blum Leiterin der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale Solingen. Nach geleisteter Vorauszahlung würde meistens minderwertige Ware geschickt. Oft würde das Produkt auch gar nicht erst verschickt werden. Dagmar Blum appelliert deshalb: „Sobald nur per Vorkasse bezahlt werden kann, sollte der Kauf sofort abgebrochen werden. Am besten zahlt man nur auf Rechnung oder per Lastschrift.“

Woran kann ich einen Fake-Shop erkennen?

Stutzig machen sollte es einen, wenn eine bekannte Internetadresse Ungereimtheiten aufweist. Also möglicherweise wenn die Internetseite durch ein „.com“ erweitert wurde, obwohl dort eigentlich nur ein „.de“ stehen sollte. Ein weiteres Warnsignal ist es, wenn die auf der Seite angebotenen Produkte überhaupt nicht zur Internetadresse passen.

Preisgestaltung: Auffallend günstige Preise können durchaus auch ein Indiz für einen Fake-Shop sein. Natürlich ist nicht jeder Shop, der günstige Preise hat, gleich ein Fake-Shop und nicht zwingend muss jeder Fake-Shop nur billige Angebote haben. Wenn sich die günstigen Angebote auf einer Seite häufen, sollte zumindest aber mal etwas genauer hingeschaut werden – denn nicht wenige arbeiten mit dieser Art von Lockmethode.

Falsche Siegel: Viele solcher Shops profilieren sich gerne mit falschen Gütesiegeln. Durch einen Klick auf das Siegel kann man prüfen, ob das Siegel mit einem Zertifikat des Siegel-Betreibers verlinkt ist. Denn ohne entsprechenden Link dürfte es sich um eine Fälschung handeln.

Bewertungen: Ein Blick in die Online-Bewertungen der jeweiligen Seite lohnt sich häufig. Sollten sich aber die Lobeshymnen häufen, kann dies ein zusätzliches Indiz für einen Fake-Shop sein – vor allem, wenn anderweitige Bewertungen stark davon abweichen und vermehrt auf betrügerische Machenschaften hinweisen. Außerdem sollte man sich nicht nur auf die Bewertungen auf der Seite selbst verlassen.

Impressum: Eine Betrachtung der oft missachteten AGB sowie des Impressums kann aufschlussreich sein. Sind diese in einem schlechten Deutsch verfasst, von einer anderen Seite kopiert, nur spärlich mit Informationen versehen oder sie fehlen komplett, dann sollte von einem Kauf auf dieser Website Abstand genommen werde.

Was ist zu tun, wenn man auf einen Fake-Shop hereingefallen ist?

Die Verbraucherzentrale empfiehlt in solchen Fällen, wer das Geld überwiesen hat, solle sich sofort mit seiner Bank in Verbindung setzen, um die Zahlung rückgängig zu machen. Dagmar Blum von der Verbraucherzentrale erklärt dazu: „In solchen Fällen können wir von der Verbraucherzentrale recht wenig unternehmen, weil die Anbieter sich nicht mehr melden oder die Internetseiten nicht mehr existent sind.“ Deshalb könne in solchen Fällen eher nur präventiv gewirkt werden.

Derweil ist die Finanzierung der Verbraucherberatungsstelle bis 2024 gesichert.

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