Geplante Umgestaltung

Viele gute Ideen für die Wupperinsel

Auf dem Parkplatz der Wupperinsel fehlen zurzeit noch öffentliche Toiletten, Mülleimer und Hinweisschilder. Bürger wünschen sich, dass dort künftig das Naturerlebnis an der Wupper im Vordergrund stehen soll. Archivfoto: Christian Beier
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Auf dem Parkplatz der Wupperinsel fehlen zurzeit noch öffentliche Toiletten, Mülleimer und Hinweisschilder. Bürger wünschen sich, dass dort künftig das Naturerlebnis an der Wupper im Vordergrund stehen soll.

Pläne für eine Attraktivierung des Ankunftsortes in Unterburg schreiten voran.

Von Kristin Dowe

Solingen. Die Planungen für die Umgestaltung der Wupperinsel im Rahmen des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts (ISEK) nehmen weiter Gestalt an. Am Donnerstagabend gab Matthias Veldboer, Leiter der Abteilung Stadtentwicklung bei der Stadt Solingen, den Mitgliedern der Bezirksvertretung Burg/Höhscheid einen Überblick über den Fortgang des Projekts. „Wir geben den Wettbewerb jetzt europaweit bekannt“, so Veldboer. Vier Planungsbüros seien bei dem Projekt bereits fest mit im Boot, acht weitere sollen folgen. Auch eine Bürgerversammlung zu dem Thema sei noch geplant. In einer Befragung hatten die Bürger im Vorfeld ihre Wünsche und Ideen für die Attraktivierung der Wupperinsel eingebracht.

„Bürgerbeteiligung hat in Burg eine gute Tradition.“
Paul Westeppe, Bezirksbürgermeister

Reinhard Pogutke, Vorsitzender der SPD-Fraktion, äußerte den Wunsch, „dass die Vorschläge der Bürger bei den Planungsbüros auch gehört werden“. Dafür zeigte sich CDU-Bezirksbürgermeister Paul Westeppe zuversichtlich. „Bürgerbeteiligung hat in Burg eine gute Tradition und ging schon oft weit über die gesetzlichen Vorgaben hinaus.“ Das hätten etwa die Maßnahmen zum Hochwasserschutz am Eschbach gezeigt.

Ein Aspekt, auf den Westeppe bei den Plänen Wert legt, ist die Einrichtung einer Toilettenanlage in Unterburg. Diese sei schon länger im Gespräch und bislang immer an der Finanzierung gescheitert. „Da werden wir sicherlich eine Lösung finden“, versicherte Veldboer. Da Restaurants und Gaststätten zurzeit wegen des Lockdowns geschlossen sind, haben Besucher in Unterburg zurzeit keine Möglichkeit mehr, eine öffentliche Toilette aufzusuchen.

Weitgehend vom Tisch ist erstmal die Idee, mit einer Brücke eine weitere Querung über die Wupper zu schaffen, wie die Befragung ergab. Für die meisten Menschen im Stadtteil steht eher die Ruhe am Wupperufer im Vordergrund.

Seilbahnbetreiber Stefan Irlenbusch könnte sich eine solche Brücke hingegen gut vorstellen. „Die Stadt sollte zumindest darüber nachdenken, da die Zufahrt zur Wupperinsel von der Eschbachstraße vor allem an Sonn- und Feiertagen doch sehr eng ist. Eine Brücke würde die Situation dort entzerren.“ Für eher unrealistisch hält er die Idee, auf dem Hang unterhalb der Seilbahn eine Sommerrodelbahn zu errichten, zumal der gesamte Bereich von Schloss Burg bis zum Wupperufer unter die Denkmalsatzung von Schloss Burg falle. „Das würde wohl auch dem Ziel zum Erhalten der Natur und der Landschaft widersprechen“, so Irlenbusch. Die Verwaltung wird Anfang 2021 einen weiteren Sachstand zum Wettbewerb mitteilen.

Bürgerbefragung

Laut Bürgerbefragung wünschen sich 44,6 Prozent der Solinger den Erhalt kostenloser Parkmöglichkeiten, 31,7 Prozent Angebote für Radfahrer, 27,5 Prozent Barrierefreiheit und 26,7 Prozent digitale Touchscreens mit touristischen Informationen. Alle Ergebnisse unter

solingen-redet-mit.de

Die Umgestaltung der Wupperinsel gehört zum Stadtteilentwicklungskonzept für Burg. Die Aufenthaltsqualität soll gesteigert werden. Derzeit wird die Wupperinsel vor allem als Parkplatz genutzt.

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