Fahrradschnellweg

Viehbach-Radweg: Kritik, Fragen und Beifall aus der Politik

Wegen einer Baustelle ist die Viehbachtalstraße seit Monaten abschnittsweise zweispurig.Foto: Christian Beier
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Wegen einer Baustelle ist die Viehbachtalstraße seit Monaten abschnittsweise zweispurig.

Geteiltes Echo auf Idee des IHK-Präsidenten Henner Pasch.

Von Andreas Tews

Solingen. Vertreter von Grünen und Linkspartei nahmen den Vorschlag, die Viehbachtalstraße auf zwei Fahrspuren zu reduzieren und dort einen Fahrradweg zu schaffen, positiv auf. SPD und FDP wollen die von IHK-Präsident Henner Pasch geäußerte Idee wohlwollend prüfen, während CDU und BfS/ABI Kritik äußern. Einig sind sich alle Politiker darin, dass ein solches Projekt nicht schnell umzusetzen wäre.

Pasch hatte beim Empfang der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK) angeregt, die jetzt vierspurige Stadtautobahn auf zwei Fahrspuren zu beschränken. So könne ein Fahrradschnellweg zwischen Solingen-Mitte und Ohligs geschaffen werden. Auch wäre es möglich, durch zusätzliche Zu- und Abfahrten mehr Wohn- und Gewerbegebiete – zum Beispiel das in Scheuren – an die Landesstraße anzuschließen.

„Ich würde mich freuen, wenn wir das vernünftig und sachlich diskutieren könnten“, erklärte Juliane Hilbricht. Die Sprecherin der Grünen-Ratsfraktion hielte einen Fahrradschnellweg, zusätzliche Anschlüsse und obendrein einen Schnellbus für sinnvoll. Erik Pieck, Vorsitzender der Ratsfraktion von Linke/Die Partei, hält Paschs Vorschlag, der nicht neu sei, für gut – nicht zuletzt, weil damit die Langzeitdiskussion um einen Anschluss an die Autobahn 3 über eine verlängerte Viehbachtalstraße „endgültig“ vom Tisch wäre. In der FDP schwinde die Hoffnung auf einen solchen Anschluss, erklärte der Ratsfraktionschef der Freidemokraten, Jürgen Albermann.

Ob Paschs „gute Idee“ umsetzbar sei, müsse jetzt geprüft werden. Geklärt werden müsse, wie lange eine Umsetzung dauern und was sie kosten würde. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Iris Preuß-Buchholz spricht sich dafür aus, den Vorschlag im Rahmen des bald entstehenden Gesamtverkehrskonzepts zu diskutieren. Erörtert werden müsse dabei, ob eine vierspurige Viehbachtalstraße benötigt werde.

Das denken die Solinger über den Radweg auf der „Vieh“.

Wenig von Paschs Idee hält CDU-Fraktionschef Daniel Flemm. Er befürchtet, dass Last- und Lieferverkehr auf innerstädtische Straßen ausweichen. „Wir müssen damit aufhören, das Auto und das Fahrrad gegeneinander auszuspielen, erklärt Flemm. Es gelte, das Fahrradwegenetz vernünftig auszubauen, ohne den Autos Fahrspuren wegzunehmen. Jan Michael Lange (BfS/ABI) will die Schnellstraße „nicht plattmachen“. Ein Nachteil wäre, dass der A-3-Anschluss „endgültig begraben“ wäre. Auch befürchtet er Gefahrenstellen, wenn Autos an Ausfahrten künftig einen Radweg kreuzen müssten.

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