Digitalisierung

Stadt Solingen verleiht mobile Computer an Schüler

Gerade in der Corona-Krise hat sich gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung ist.
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Gerade in der Corona-Krise hat sich gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung ist.

Bis zu 4000 Tablets sollen gekauft werden.

Von Andreas Tews

Solingen. Die Stadt geht davon aus, dass viele Schüler aus finanzschwachen Familien keinen Zugriff auf einen Computer oder auf ein leistungsfähiges Wlan haben. Die Schulverwaltung will darum bis zu 4000 mobile Geräte kaufen, um sie an die bedürftigen Schüler zu verleihen. Darüber berät die Politik heute im Schulausschuss des Rates. Für den Kauf der Geräte will die Stadtverwaltung Mittel aus dem Digitalpakt des Bundes einsetzen.

Begründet wird die Aktion mit dem Lernen auf Distanz während der Corona-Krise. Kinder aus bedürftigen Familien drohen Nachteile, wenn in ihren Familien keine geeigneten Rechner zur Verfügung stehen. Die Schulverwaltung von Dezernentin Dagmar Becker (Grüne) geht davon aus, dass dies zumindest diejenigen Kinder und Jugendlichen betrifft, die Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes erhalten können. Dies wären in Solingen 3700 Schüler. Parallel zu diesem rein statistischen Wert wird der Bedarf aber auch bei den Schulen abgefragt.

Auf Basis der gesammelten Erkenntnisse will das Rathaus ermitteln, wie viele Geräte genau benötigt werden. Klar scheint zu sein, dass die Stadt die Geräte, die sie verleihen wird, neu kaufen muss. Denn, aus den bisherigen Rückmeldungen geht nach Angaben der Schulverwaltung hervor, dass die in den Schulen vorhandenen Geräte bereits fest im Unterricht verplant seien. Außerdem würden sie benötigt, um mit Schülern den Umgang mit Tablet-Computern oder Notebooks einzuüben.

Um den Verleih der Geräte zu ermöglichen, hat die Stadtverwaltung einen Leihvertrag entworfen. Den sollen die Schulen im Auftrag der Schulverwaltung mit den Schülern oder deren Eltern schließen. Der Vertrag basiert nach Rathausangaben weitgehend auf dem Leihvertrag, den die Stadt Leverkusen zum gleichen Zweck erarbeitet hat. Der Solinger Vertragsentwurf liege inzwischen allen Schulen vor, heißt es aus dem Rathaus.

Mit den Geräten allein ist es aber oft nicht getan. Oft fehlt nach Angaben der Schulverwaltung in den Privathaushalten auch ein geeigneter Internetanschluss. Schülern, die davon betroffen seien, wolle man ermöglichen, das schulische Wlan zu nutzen.

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