Schulweg

Verkehrsscouts sorgen für die Sicherheit der Schüler

Schulleiterin Sabine Riffi (r.), Projektlehrerin Anja Dombrowski (hinten v.l.) sowie die Verkehrserzieherinnen der Polizei, Daniela Berghaus und Beate Lenz, sind froh, dass der Bustransport der Schüler von der Grundschule Uhlandstraße nach Ohligs dank der Verkehrsscouts so gut klappt.
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Schulleiterin Sabine Riffi (r.), Projektlehrerin Anja Dombrowski (hinten v.l.) sowie die Verkehrserzieherinnen der Polizei, Daniela Berghaus und Beate Lenz, sind froh, dass der Bustransport der Schüler von der Grundschule Uhlandstraße nach Ohligs dank der Verkehrsscouts so gut klappt.

Kinder werden mit Bussen zum Ausweich-Quartier der Grundschule Uhlandstraße an den Rennpatt gebracht.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. An leuchtend orangefarbenen Westen und neongelben Käppis sind sie zu erkennen, die insgesamt 48 Verkehrsscouts der Grundschule Uhlandstraße. Die speziell ausgebildeten Viertklässler sorgen derzeit morgens und mittags für Sicherheit auf dem Schulweg. Der ist für die insgesamt 386 Schüler der Schule nämlich ein ganz besonderer. Seit den Sommerferien sind die insgesamt 15 Klassen von der Uhlandstraße in das Schulgebäude Rennpatt in Ohligs ausgelagert, weil das Gebäude in Aufderhöhe saniert werden muss.

„Etwa 300 unserer Schüler müssen jetzt morgens mit dem Bus zur Schule kommen“, erklärt Schulleiterin Sabine Riffi. Dafür fahren drei Sonderbusse jeweils zwei Touren. Sechs Abfahrten in Aufderhöhe und sechs Ankünfte am Rennpatt und mittags und nachmittags wieder zurück – damit das Ein- und Aussteigen und die Fahrt im Bus sicher sind, wurden die Verkehrsscouts extra von der Polizei ausgebildet.

Lehrerin Anja Dombrowski leitet das Projekt. „Die jetzigen Viertklässler kennen die Situation schon länger und haben Routine im Busfahren, weil zwei der Klassen bereits seit Januar an den Rennpatt ausgelagert sind“, erklärt sie. Nach den Sommerferien wurden die Neun- und Zehnjährigen dann einen Tag lang speziell von der Polizei ausgebildet.

Dabei seien die Regeln beim Ein- und Aussteigen aber auch das Verhalten im Bus geschult worden, erklären die Polizei-Verkehrserzieherinnen Daniela Berghaus und Beate Lenz. „Die Scouts weisen die anderen Kinder darauf hin, sich während der Fahrt zu setzen und festzuhalten. Der Schulranzen soll vor dem Bauch getragen werden“, erklären sie. Auch das zügige aber sichere Aus- und Einsteigen ohne Gedränge und Geschubse regeln die Scouts.

Zudem stehen sie an den Haltestellen und helfen den jüngeren Mitschülern bei der Ankunft und Abfahrt des Busses. „In Aufderhöhe fahren wir ja nicht nur von der Schule los, sondern von insgesamt vier unterschiedlichen Haltepunkten“, erklärt Sabine Riffi die große Logistik des Projektes. Die Ankunft am Rennpatt ist dann zwischen 7.45 und 8.15 Uhr. „Wir haben coronabedingt einen offenen Unterrichtsbeginn organisiert“, so Anja Dombrowski.

Auch das letzte Wegstück zum Schulgebäude ist dabei gut organisiert – für die Busfahrkinder ebenso wie für diejenigen, die zu Fuß oder mit dem Rad kommen oder von den Eltern mit dem Auto gebracht werden. So ist am Rennpatt extra eine Elternhaltestelle eingerichtet, an der die Kinder aussteigen sollen.

Scouts weisen den sicheren Weg in die Schule

Auch dort sind die jungen Verkehrsscouts im Einsatz. Fiona und Hannah aus der Klasse 4a weisen an der Kreuzung den Richtigen Weg. „Die Kinder sollen die Broßhauser Straße hinunter und von hinten in die Schule gehen“, erklären sie den sichersten Schulweg. „Wir erklären ihnen, dass es gut ist, diesen sicheren Weg zu üben“, betonen die Mädchen.

Schulleiterin Sabine Riffi ist froh, dass der Schülertransport mit Unterstützung der Scouts so gut funktioniert. In dem Ausweichquartier haben sich Schüler und Lehrer mittlerweile eingelebt. Auch das Miteinander mit den dort untergebrachten drei Klassen der Erika-Rothstein-Schule funktioniert. „Dank separatem Eingang und Schulhof kommt man sich nicht in die Quere“, so Riffi. Noch mindestens bis zu den Osterferien ist die Schule wegen der Sanierungsarbeiten an der Uhlandstraße nach Ohligs ausgelagert.

Verkehrsscouts

Schulen: An insgesamt drei Solinger Grundschulen sind Verkehrsscouts im Einsatz, neben der Grundschule Uhlandstraße sind das die Schulen Weyer und Erholungstraße. Laut Auskunft der Polizei gibt es solch ein Projekt in keiner anderen Stadt in NRW.

Aufgaben der Scouts: Die Scouts wurden von der Polizei ausgebildet. Sie sollen die Mitschüler im Bus darauf hinweisen, sich möglichst zu setzen und gut festzuhalten. Die Schultornister sollen vor dem Bauch getragen werden. Der Ein- und Ausstieg soll zügig aber sicher erfolgen.

Verkehr: Vor der Schule helfen die Scouts beim sicheren Überqueren der Straße. Sie sollen Mitschüler aber auch Eltern auf fehlerhaftes Überqueren hinweisen. Auch Eltern, die besonders im Schulbusbereich falsch parken, sollen darauf hingewiesen werden.

Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach und seiner Amtskollegin in Hilden, Birgit Alkenings, war die Zufriedenheit ins Gesicht geschrieben, als sie sich an der gemeinsamen Stadtgrenze trafen. Dort, wo bisher auf Hildener Seite die in Düsseldorf beginnende Fahrradroute geendet hatte, trifft die Strecke nun auf Solingens erste Fahrradstraße, den Theodor-Storm-Weg.

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