Stufenplan unterstützt kritische Infrastruktur

Verkehrsbetrieb erarbeitet Notfallplan für den Ernstfall

Bisher wirkt sich Omikron nicht auf den Busverkehr aus. Archivfoto: cb
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Bisher wirkt sich Omikron nicht auf den Busverkehr aus.

Die Busse in Solingen fahren wie gewohnt. Stadtwerke und Technische Betriebe haben die Lage im Griff und haben einen Notfallplan, falls zu viele Mitarbeiter fehlen.

Von Manuel Böhnke und Andreas Tews

Solingen. In Remscheid fallen seit Ende Januar immer wieder Busfahrten aus. Grund dafür ist der hohe Krankenstand, unter anderem bedingt durch Corona- und Quarantäne-Fälle. In Solingen stellt sich die Situation anders dar. „Bislang ist es zu keinen Einschränkungen im Linienbetrieb gekommen“, erklärt Silke Rampe, Sprecherin des Verkehrsbetriebs der Stadtwerke. Doch die Lage sei auch in der Klingenstadt angespannt. Deshalb habe man einen Notfallplan erarbeitet.

Der Krankenstand im Fahrdienst liege derzeit bei 25 Prozent. Dieser hohe Wert sei für diese Jahreszeit üblich, betont Rampe. „Zum Glück“ gebe es „keine hohen Infektionszahlen, die auf Corona oder die Omikron-Variante zurückzuführen sind“. Die derzeitigen Ausfälle werden der Sprecherin zufolge durch eine geringe Urlaubsvergabe kompensiert. Zudem werden derzeit keine Überstunden abgebaut und die einsatzfähigen Kollegen übernehmen zusätzliche Fahrten.

In Schulen und Krankenhäusern sorgt Omikron für zahlreiche Ausfälle.

Solingen: Ein Stufenplan soll die kritische Infrastruktur unterstützten

Bislang greifen diese Maßnahmen. Doch Rampe erklärt: „Tatsächlich stellen wir uns auf Einschränkungen aufgrund angespannter Personallage ein.“ Ein Notfallplan sieht eine gezielte Ausdünnung des Fahrplans vor, sollte „überdurchschnittlich viel Fahrdienstpersonal“ erkranken oder in Quarantäne müssen. Unter anderem würde der Takt einzelner Linien verändert. Priorität genieße der morgendliche Schüler- und Berufsverkehr. „Auf dem Weg zur Ausbildung und Arbeit sollen die Fahrgäste verlässlich die bekannten Busse nutzen können“, betont Rampe. Ob und wann die Pläne greifen, sei nicht abzusehen.

Auch die anderen Teile der Stadtwerke stellen sich auf die besondere Situation ein. So existiert ein Stufenplan zum Schutz der kritischen Infrastruktur. Stufe 2 gilt derzeit für die systemrelevanten Mitarbeiter. Sie sind beispielsweise im Bereitschaftsdienst, als Leitwarte oder in den Wasserwerken tätig. Bereits vor Weihnachten wurden sie in feste Gruppen eingeteilt, zwischen denen zeitliche und räumliche Trennung herrscht. Zudem können im Ernstfall Urlaubssperren greifen. Für die systemrelevanten und übrigen Stadtwerke-Mitarbeiter gelten weitere Maßnahmen, die die Kontakte der Belegschaft untereinander reduzieren sollen.

Spitzt sich die Lage zu, greift Stufe 3, deren Umsetzung mit den örtlichen Behörden abgestimmt werden müsste. Dazu zählen angepasste Quarantäneregelungen. Stadtwerke-Sprecherin Lisa Nohl beruhigt jedoch: „Bisher haben wir die Lage gut im Griff.“ Der täglich tagende Krisenstab habe bisher keine Verschärfungen vornehmen müssen.

Ähnliche ist die Lage bei den Technischen Betrieben (TBS). „Die planmäßige Abfallentsorgung ist derzeit auch nicht gefährdet“, betont die Stadt. Auch im Müllheizkraftwerk sowie im Entsorgungszentrum Bärenloch laufe der Betrieb wie gewohnt. Seit Beginn der Corona-Krise existiert ein Pandemieplan, um die Abfallentsorgung auch bei sich zuspitzender Lage zu gewährleisten.

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