„Solingen braucht Eis“

Verein wirbt um Spenden für neue Eishalle

Frank Heinzen, Vorsitzender von „Solingen braucht Eis“, hofft auf Spenden für eine neue Eishalle, weil die alte an der Birkerstraße technisch überholt ist und auf Dauer nicht weiter betrieben werden kann. Archivfoto: Christian Beier
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Frank Heinzen, Vorsitzender von „Solingen braucht Eis“, hofft auf Spenden für eine neue Eishalle, weil die alte an der Birkerstraße technisch überholt ist und auf Dauer nicht weiter betrieben werden kann.

„Solingen braucht Eis“ ist nun gemeinnützig – Architektenbüro soll mit Planung beauftragt werden.

Von Kristin Dowe

Solingen. Es läuft zufriedenstellend für den Verein „Solingen braucht Eis“, der sich für den Bau einer neuen Eishalle in Solingen engagiert: Die Gemeinnützigkeit sei nach einigen Anlaufschwierigkeiten endlich anerkannt worden und die Planungen für die Eishalle gemeinsam mit der Stadt, dem Solinger Turnerbund (STB) und dem EC Bergisch liefen auf Hochtouren, berichtet der neue Vorsitzende Frank Heinzen: „Wir haben die nächste Planungsstufe schon erreicht.“ Heinzen hat den Vereinsvorsitz von Vorgängerin Frauke Rautenberg übernommen; die versierte Kennerin der Eissportszene werde bei der Planung aber weiterhin als Beraterin zur Verfügung stehen, heißt es.

Solingen: Zwei bauliche Varianten werden diskutiert

Auf einen Standort, der noch nicht öffentlich bekanntgegeben werden könne, habe man sich mittlerweile geeinigt, nun stellt sich die Frage der Finanzierung. Zu diesem Zweck bittet der Verein aktuell um Spenden – ein Spendenkonto wird heute auf der Homepage (www.solingenbrauchteis.de) veröffentlicht. „Wir haben beispielsweise die Gerichtskosten rund um die Vereinsgründung aus eigener Tasche bezahlt, und wir haben ja auch schon einiges geschafft. Jetzt benötigen wir allerdings Unterstützung“, so Heinzen.

Als nächster Schritt soll ein Architektenbüro beauftragt werden, eines habe bereits ein Angebot geschickt. Zahlen will Heinzen nicht nennen, doch bewege man sich bei den Investitionskosten „im fünfstelligen Bereich“, so der Vorsitzende. Im Wesentlichen würden zwei bauliche Varianten diskutiert – eine mit einer und eine mit zwei Eisflächen. Sein Verein bevorzuge letztere Variante, so Heinzen. „Klar hätte man da mehr Möglichkeiten. Aber es gibt auch Bedenken, weil eine Eishalle mit zwei Eisflächen natürlich ganz anders bespielt werden müsste, was etwa Events betrifft.“ Weiterhin gebe es Überlegungen, ein Fitnessstudio und eine Gastronomie an die Eishalle anzuschließen. „Wir müssen schauen, was sich konkret umsetzen lässt“, betont Heinzen. Die Gespräche mit der Stadt beschreibt er bislang als „produktiv“ – der Wille, in Solingen ein Eissportangebot zu erhalten, sei vorhanden.

Derweil hat die alte Eishalle für diese Saison gerade ihre Tore geöffnet, dafür seien einige Reparaturen angefallen, berichtet Dagmar Groß, die mit ihrem Mann Klaus Groß für den technischen Betrieb der Eishalle verantwortlich ist. „Der Kältemittelverdichter wurde wieder instandgesetzt, der dazu da ist, das Kältemittel durch die Betonplatte zu pumpen. Die Technik ist schon sehr in die Jahre gekommen.“

Hintergrund

Die alte Eishalle im Südpark wird von der Lebenshilfe betrieben und ist technisch stark veraltet. Das Gebäude soll bis 2022 abgerissen werden. Die Lebenshilfe hat Pläne, auf dem Grundstück eine Behindertenwerkstatt zu errichten.

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