Standortsuche

Verein möchte DIY-Kreativcampus schaffen

Im vergangenen Sommer gründete sich der Verein. Bekannte Gesichter aus Waldmeister und Cow Club wirken mit. Foto: Institut für DIY-Kultur
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Im vergangenen Sommer gründete sich der Verein. Bekannte Gesichter aus Waldmeister und Cow Club wirken mit.

Das Institut für DIY-Kultur sucht nach einem Standort.

Solingen. Die Initialzündung war 2019 ein Video über ein Recycling-Kaufhaus in Schweden. In dem Einkaufszentrum gibt es ausschließlich wiederverwertete und nachhaltig produzierte Produkte. „Wir haben uns gefragt: Kriegen wir sowas in der Art auch in Solingen auf die Beine gestellt?“, erzählt Milena Munsch. Sie ist Vorsitzende und Gründungsmitglied des Instituts für DIY-Kultur. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, einen Kreativcampus in Solingen zu eröffnen – am liebsten in Wald. Die Suche nach einem Standort läuft.

Im Frühjahr fand eine DIY-Ausstellung im Waldmeister statt.

Der Treiber hinter dem Vorhaben ist der DIY-Gedanke. Das Akronym steht für den englischen Ausruf „Do it yourself“ – mache es selbst. Das Basteln und Heimwerken erlebt in der Corona-Pandemie mit ihren Ausgangsbeschränkungen und Lockdowns eine kleine Renaissance. „Wir möchten einen Ort schaffen, an dem es dafür den Platz, die Geräte und das Fachwissen gibt“, erzählt Munsch. Um dieses Ziel zu erreichen, schlossen sich im vergangenen Sommer knapp 15 Solinger zum Institut für DIY-Kultur zusammen. Die meisten stammen aus dem Umfeld des Cow Clubs und des Waldmeisters im früheren Walder Bahnhof.

Pläne weisen Parallelen zu Utopiastadt in Wuppertal auf

Die Vision für das Projekt stützt sich auf vier Kernbausteine. Es soll ein Ort für kreative Menschen entstehen. Angedacht ist eine Werkstatt, in der sich die Besucher ausprobieren und Workshops stattfinden können. Nach dem Beispiel aus Schweden soll es außerdem ein Geschäft geben, in dem ausschließlich aufbereitete Produkte zum Verkauf stehen. In einem „Kulturlabor“ sollen Veranstaltungen stattfinden. „Und wir wünschen uns einen Beachclub oder Biergarten an der Korkenziehertrasse“, sagt Milena Munsch. Über das gastronomische Angebot könne man Kontakt zu neuen Mitstreitern erhalten.

Die Pläne weisen Parallelen zur Utopiastadt auf. Das Wuppertaler Projekt dient als großes Vorbild für den Solinger Verein. In und rund um den Mirker Bahnhof ist an der Nordbahntrasse in den vergangenen Jahren ein Kultur- und Kreativquartier entstanden – inklusive Café.

Die Ausstellung war ein Vorgeschmack auf die Pläne des Instituts für DIY-Kultur.

„Nun sind wir auf der Suche nach einer Immobilie oder einem Grundstück in der Nähe der Korkenziehertrasse – am liebesten zum Kauf“, sagt Milena Munsch. Im Gespräch war bislang unter anderem das ehemalige Grossmann-Gelände in Wald. Letztendlich entschied sich der Verein jedoch gegen den Standort. Wegen der dort geplanten Veränderungen hätte man zu wenig Planungssicherheit gehabt. Außerdem liegt die Immobilie den Verantwortlichen zufolge nicht zentral genug. Also geht die Suche weiter. Finanzieren soll sich das Projekt in Zukunft unter anderem über Workshops und andere Veranstaltungen. Auch sei denkbar, Flächen als Atelier oder Werkstatt an Kreative unterzuvermieten.

„Wir möchten Angebote schaffen, die bisher in Solingen fehlen.“

Milena Munsch, Vorsitzende des Vereins Institut für DIY-Kultur

Das ist jedoch noch Zukunftsmusik. „Wir hoffen, dass wir bis Oktober einen Standort gefunden haben“, erklärt die Vorsitzende. Der Verein möchte allerdings schon vorher sichtbar werden. Im Frühjahr fand im Waldmeister an der Holbeinstraße bereits eine DIY-Ausstellung statt. Zudem laufen Gespräche mit der Fuhrgemeinschaft. Das Institut für DIY-Kultur möchte während der Sommermonate in den Waggons an der Korkenziehertrasse ein provisorisches Café eröffnen. „Wir würden am liebsten loslegen, sobald Biergärten wieder öffnen dürfen“, sagt Milena Munsch. Es gebe allerdings noch offene Fragen.

Spruchreif ist also noch nichts. Das Institut für DIY-Kultur arbeitet dennoch weiter an seinem Ziel: „Wir möchten Angebote schaffen, die bisher in Solingen fehlen.“

Verein

Der Verein hinter dem Institut für DIY-Kultur wurde im vergangenen Sommer gegründet. Von anfangs knapp 15 ist die Mitgliederzahl inzwischen auf 20 angewachsen. „Wer mitmachen möchte oder Hinweise zu einem möglichen Standort für unser Projekt geben kann, darf sich sehr gerne melden“, betont Milena Munsch. Die Vorsitzende ist per E-Mail zu erreichen. Außerdem informiert der Verein in den Sozialen Netzwerken Facebook („Institut für DIY-Kultur“) sowie Instagram („institutfuerdiykultur“) über Neuigkeiten und Veranstaltungen.

milena.munsch@gmail.com

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