Gedenken

Verein lagert die Max-Leven-Stolpersteine ein

Die Steine lagern vor einem von Humboldt-Gymnasiasten entworfenen Bildnis der Familie Leven.
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Die Steine lagern vor einem von Humboldt-Gymnasiasten entworfenen Bildnis der Familie Leven.

Gedenkstätte bewahrt die Erinnerung an ermordete Familie.

Von Andreas Tews

Auch Straßenschilder erinnern an Max Leven.

Solingen. Fünf Stolpersteine erinnerten bis vor einigen Wochen auf der Max-Leven-Gasse an den 1938 von den Nationalsozialisten ermordeten Redakteur und Kunstkritiker Max Leven und seine Familie. Da dort aber bald gebaut wird, galt es, die mahnenden Steine zu sichern. Helfer der Beschäftigungsmaßnahme Aquaris von der Hasseldelle hätten die Steine ausgebaut, berichtet Daniela Tobias vom Verein Max-Leven-Gedenkstätte. Der Verein habe die Steine eingelagert. Wenn die Bauarbeiten für den Sparkassen-Neubau abgeschlossen sind, werden sie an Ort und Stelle wieder in den Gehweg eingelassen, versichert Tobias.

Die Steine werden an der Stelle wieder verlegt, wo heute das frühere Wohnhaus Max Levens steht. Das Gebäude wird abgerissen und muss dem Sparkassen-Neubau weichen. An gleicher Stelle wird in den Gebäudekomplex die neue Max-Leven-Bildungs- und Gedenkstätte integriert. „Klar kommen die Steine wieder vor den Neubau, wenn der Bürgersteig fertig ist“, sagt Daniela Tobias. Dies bestätigen auch Sparkassen-Sprecher Martin Idelberger und Rathaussprecherin Sabine Rische. Nach Risches Angaben wird dies aus dem städtischen Straßenunterhaltungsbudget finanziert. Zusätzliche Kosten entstünden dadurch nicht. Nach Tobias’ Kenntnis gibt es rund um den geplanten Neubaukomplex keine weiteren Stolpersteine.

Auch originale Fliesen wurden eingelagert

„Auch andere Erinnerungsstücke werden oder wurden bereits gesichert. „Sichergestellt und bei der städtischen Denkmalpflege eingelagert ist die historische Eingangstür zur Redaktion der ‚Bergischen Arbeiterstimme‘ am Neumarkt 23“, berichtet Daniela Tobias. Die Bergische Arbeiterstimme war die kommunistische Zeitung, für die Leven arbeitete. Auch die hinter der Tür im Hausflur verlegten originalen Fliesen wurden laut Tobias durch die Stadt-Sparkasse entnommen und eingelagert. Auch diese werden an der Gedenkstätte in den Neubau integriert. So wolle man eine gestalterische Verbindung zum historischen Ort herstellen. Dafür wurde auch eine Nachbildung des Eingangsportals angefertigt.

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