Prinzenstraße

Unterricht findet im Co-Working-Space statt

Die Schülerinnen und Schüler der EF der August-Dicke-Schule konnten den Co-Working-Space an der Prinzenstraße nutzen. Neben eigenständigem Methodentraining standen auch Workshops, hier mit den Dozenten Johanna Knuhr und Linus Möck, auf dem Plan.
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Die Schülerinnen und Schüler der EF der August-Dicke-Schule konnten den Co-Working-Space an der Prinzenstraße nutzen. Neben eigenständigem Methodentraining standen auch Workshops, hier mit den Dozenten Johanna Knuhr und Linus Möck, auf dem Plan.

Oberstufenschüler der August-Dicke-Schule konnten Räume an der Prinzenstraße nutzen.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Gemütliche Loungemöbel und Sitzecken statt Holzstuhl und Schreibtisch, stimmungsvolles Ambiente statt Klassenzimmer-Atmosphäre: Die Schüler der Stufe EF des Gymnasiums August-Dicke-Schule haben zwei besondere Schultage im Co-Working-Space an der Prinzenstraße in Ohligs erlebt. In Kooperation mit Microsoft und der Orangery wurden die Räume in dem von Mirko Novakovic komplett sanierten ehemaligen Flora-Frey-Gebäude zum besonderen Lernort.

Wie kam es zu dem außerschulischen Lernort?

Die August-Dicke-Schule hat für die etwa 100 Schülerinnen und Schüler der EF in dieser Woche zwei Methodentage angeboten. „Über den Kontakt zu einem Schülervater ist die Möglichkeit entstanden, die Methodentage in dem Co-Working-Space durchzuführen“, freut sich Lehrerin Friederike Dietrich, die gemeinsam mit Kollegin Johanna Klaßen die EF leitet, über das Angebot. Im Mittelpunkt der Arbeit für die Oberstufenschüler standen vier Workshops zum Thema „Wissenschaftliches Arbeiten und digitale Welt“. „Dank der guten digitalen Ausstattung und Präsentationstechnik hier im Haus waren die Arbeit zu diesem Thema und die Kooperation ideal“, betont Johanna Klaßen.

Welche Techniken sollen dieSchülerinnen und Schüler lernen?

Im Mittelpunkt des Methodentrainings steht die Vorbereitung auf die Facharbeit, die in der Stufe Q1 geschrieben werden muss. In einem Workshop ging es deshalb um den Umgang mit Programmen wie Word und Powerpoint, in einem weiteren um die Nutzung des Programms Canva zur Erstellung von Flyern, Lernpostern oder digitalen Lebensläufen. „Zudem haben wir einen Workshop zum wissenschaftlichen Zitieren angeboten und uns mit innovativen Inspirationen im Rahmen von ,Augmented Reality‘ mittels Einsatz von 3D-Brillen beschäftigt“, erklärt Lehrerin Johanna Klaßen. Zudem standen Angebote von Microsoft auf dem Plan.

Wie ist der besondereUnterricht abgelaufen?

Methodentage gibt es schon lange an der ADS. „Jetzt ging es darum, das Angebot digitaler werden zu lassen, da passten die angebotenen Räume sehr gut“, erklärt Friederike Dietrich. Zunächst sei die Kooperation aber erstmal ein Pilotprojekt gewesen. „Da der Co-Working-Space noch im Aufbau ist, waren noch Räume frei.“ Zum Konzept gehörte auch das eigenständige Arbeiten. „Dazu haben die Schüler auch ihre eigenen Laptops mitgebracht, auch in der Schule arbeiten 95 Prozent der Oberstufenschüler mit dem Laptop“, so die Pädagoginnen.

Wie ist das Angebot beiden Schülern angekommen?

Im bequemen Loungesessel oder im Leder-Schaukelstuhl mit dem Laptop auf dem Schoß zu arbeiten – das hat den Schülern gefallen. „Es macht natürlich Spaß, in so einer schönen Umgebung zu arbeiten und in kleinen Sitzecken oder gemütlich auf der Couch frei zu arbeiten“, erzählt Schüler Finn aus der EF. Mitschüler Tim hat auch viel Inhaltliches mitgenommen. „Wir haben beispielsweise gelernt, wie man Lebensläufe modern und digital gestaltet und dafür auch spezielle Software nutzen kann“, erzählt er. Ausgedruckte Lebensläufe im Schnellhefter mit aufgeklebtem Passbild sind out – der digitale Lebenslauf muss zwar auch gewissen Anforderungen entsprechen, kann je nach Beruf aber auch kreativ gestaltet werden.

Sind alle Methoden, die Schüler beherrschen müssen, digital?

Das Methoden-Curriculum der Schulen zieht sich durch alle Jahrgangsstufen – angefangen vom Umgang mit Schere und Kleber bei den Erstklässlern. An der ADS steht für die Unterstufen beispielsweise „Heftführung“ beim Methodentag an. „Auch da beginnt Digitalisierung eine Rolle zu spielen“, so Klaßen. Internetrecherche oder Gestaltung von Referaten sind weitere wichtige Methoden. „Wir achten aber auch darauf, weiter analog zu arbeiten, Tablets sind an der ADS beispielsweise erst aber der achten Klasse erlaubt.“ Denn auch die Handschrift sei ein wichtiges Kulturgut.

Funktioniert digitales Arbeiten auch im Klassenraum?

An der ADS gibt es in allen Klassen digitale Technik. Der Unterrichtsstoff kann von den Lehrern kabellos auf die digitalen Tafeln projiziert, Arbeitsblätter am Laptop bearbeitet werden.

Im Sommer 2022 hat Mirko Novakovic an der Prinzenstraße 2a ein Restaurant mit 150 Plätzen und einen Co-Working-Space eröffnet. 160 Arbeitsplätze bietet die Firma Orangery an, an der Novakovic beteiligt ist. 13 Millionen Euro hat er in das frühere Flora-Frey-Gebäude investiert.

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