Unser Leben mit Hund

Mascha fährt zum ersten Mal mit in den Urlaub

Spaß in den Dünen: Angeleint durfte Mascha in Dänemark mit an den Strand. Weil der glücklicherweise nicht voll war, konnten wir gut Abstand zu anderen Hunden halten.
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Spaß in den Dünen: Angeleint durfte Mascha in Dänemark mit an den Strand. Weil der glücklicherweise nicht voll war, konnten wir gut Abstand zu anderen Hunden halten.

ST-Redakteurin Anja Kriskofski berichtet über ihr Leben mit Hund. Dieses Mal geht es um den ersten Urlaub mit Schnauzer-Hündin Mascha. Für die Familie ging es nach Dänemark.

Von Anja Kriskofski

Solingen. Urlaub nicht mehr zu fünft, sondern zu sechst: Die Sommerferien brachten eine Premiere für uns, den ersten Urlaub mit Hund. Seit Pfingsten gehört Schnauzerhündin Mascha zu unserer Familie. Die Wahl fiel schließlich auf ein Ferienhaus in Strandnähe in Dänemark. Unser Fazit? Trotz anstrengender Episoden war es schön und absolut erholsam.

Schon beim Start wurde es spannend. Denn dass die alte Dachbox nicht auf die neuen Dachträger unseres Autos passt, haben wir just am Vorabend unserer Abfahrt festgestellt. Eine fünfköpfige Familie mit Hund und Gepäck in einem Kompaktvan ohne zusätzliche Box? Schwierig. Gute Vorbereitung ist eben alles . . . Doch wir hatten Glück: Eine Viertelstunde vor Ladenschluss ergatterten wir noch eine neue Dachbox beim Autofachhändler. Ohne die wäre das Gepäck für zwei Wochen auf zwei Unterhosen, T-Shirts und Hosen pro Person beschränkt geblieben. Denn den halben Kofferraum nimmt jetzt Mascha mit ihrer Kennel-Box ein, in der sie auch zu Hause schläft.

Die zehnstündige Fahrt nach Dänemark klappte erstaunlich gut. Wir legten mehrere Pausen ein. In den Zeiten dazwischen war von der inzwischen fünf Monate alten Mascha kein Mucks zu hören. Und im Urlaubsort angekommen, machte der Hund einen deutlichen frischeren Eindruck als wir.

Unser Leben mit Hund: In Dänemark dürfen Hunde sogar mit in manches Museum

Für den ersten Urlaub als Neu-Hundehalter erwies sich Dänemark als ideal. Wir hatten ein Ferienhaus mit großem Garten, wo Mascha an der Schleppleine herumlief. Ganz frei lassen konnten wir sie nicht: Die Hecken schlossen das Grundstück nicht ganz ab und unser Hund stürzt immer noch gerne auf alles zu, was am Haus vorbeifährt – vom anderen Hund bis zum Fahrradfahrer.

In Dänemark dürfen die Vierbeiner in der Regel mit an alle Strände – in der Sommersaison allerdings angeleint. An der Nordsee machte Mascha zum ersten Mal Bekanntschaft mit Salzwasser. Sie jagte den Wellen am Strand hinterher, stürzte sich aber nicht ganz in die Fluten. Toll waren auch die Dünen, durch die die Kinder mit Mascha gerannt sind.

Am breiten Strand verteilten sich zudem die Besucher gut, was es uns leichter gemacht hat. Denn zu den anstrengenden Phasen gehörte, dass Mascha immer noch wie eine Wilde an der Leine zerrt, wenn andere Hunde in Sicht sind. Ausflüge in Städte waren deswegen weit weniger entspannt. Denn im hundefreundlichen Dänemark trifft man die Vierbeiner quasi überall: Sogar für viele Museen gilt „Dogs welcome“. In der Fußgängerzone waren wir ständig damit beschäftigt, die Umgebung auf andere Hunde hin zu beobachten, um rechtzeitig ausweichen zu können. Auch an einen Restaurantbesuch war mit Mascha, die gerne unvermittelt aufspringt, noch nicht zu denken.

Unser Leben mit Hund: Hundebesitzer kommen immer mit anderen ins Gespräch

Bei Spaziergängen rund um unser Ferienhaus zeigte sich das gleiche Phänomen wie zu Hause: Mit einem Hund an der Leine kommt man immer mit anderen Menschen ins Gespräch. Ob mit der freundlichen Dänin, mit deren Rüden Rico spielte, oder der niederländische Rentner, der sechs Wochen mit seinem Hund in Dänemark verbrachte.

Das Band zwischen Mascha und uns ist durch den Urlaub noch enger geworden: Zwei Wochen lang war sie 24 Stunden am Tag mit uns zusammen. Und schmiss sich trotzdem jeden Morgen aufs Neue vor Freude fast weg, wenn wir aufstanden. Auch die Rückkehr an den Alltag hat sie gut gemeistert: Trotz der Dauerbetreuung im Urlaub bleibt Mascha weiterhin ohne Probleme für zwei, drei Stunden allein zu Hause.

Diesen entspannten Urlaub würden wir definitiv wiederholen. Wenn wir denn dürfen: Beim Auszug aus dem Ferienhaus mussten wir dem Vermietungsbüro leider melden, dass unser holzfressender Hund in einem unbeobachteten Moment wie zu Hause am Pfeiler der Terrasse geknabbert hatte.

Die Serie

Ausblick: In den kommenden Folgen der Artikelserie geht es unter anderem um nötige Impfungen und Krankheiten bei Hunden. ST-Redakteurin Verena Willing erzählt, wie sie eine Hündin aus dem Tierschutz aufgenommen hat.

Nachlesen: Alle bereits veröffentlichten Artikel der Serie können online nachgelesen werden.

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