Nationale Katastrophe

Umweltministerin Svenja Schulze lobt Hochwasserkonzept

In Glüder machte sich Svenja Schulze ein Bild der Lage. Oberhalb des verwüsteten Campingplatzes sprach sie mit Pressevertretern. Foto: Michael Schütz
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In Glüder machte sich Svenja Schulze ein Bild der Lage. Oberhalb des verwüsteten Campingplatzes sprach sie mit Pressevertretern.

Svenja Schulze machte sich in Glüder ein Bild von den Hochwasser-Schäden.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Die Bundesregierung werde die von Hochwasser-Schäden betroffenen Regionen „so schnell wie möglich“ unterstützen. Das kündigte Bundesumweltministerin Svenja Schulze am Freitag an. In Glüder machte sich die SPD-Politikerin oberhalb des verwüsteten Campingplatzes ein Bild der Lage. „Wir müssen diese nationale Katastrophe national beantworten“, sagte Schulze.

Laut eigenen Angaben machte die gebürtige Düsseldorferin Station in der Klingenstadt, weil die Koordination zwischen den verantwortlichen Stellen während des Hochwassers hier vorbildhaft funktioniert habe. Mit Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD), Stadtdirektor Hartmut Hoferichter, Bezirksbürgermeister Paul Westeppe (CDU) sowie Vertretern der Technischen Betriebe (TBS) und des Wupperverbandes tauschte sich Schulze über die ergriffenen Maßnahmen aus. Im Anschluss machte sie sich auf den Weg ins ebenfalls schwer vom Hochwasser betroffene Trier.

Solingen: Lob für das „hervorragende Hochwasserkonzept“

Zuvor sparte die Ministerin nicht mit Lob für das „hervorragende Hochwasserkonzept“ in Solingen. 2018 hatte sie ein Projekt der TBS zur Stadtentwässerung mit dem „Blauen Kompass“ ausgezeichnet. Das Konzept sieht unter anderem vor, dass heftige Niederschläge nicht ausschließlich über das Kanalnetz abfließen. Stattdessen sollen unbefestigte Grünflächen und offene Entwässerungsmulden das Wasser zurückhalten oder in Bachtäler ableiten.

Trotzdem haben die aktuellen Unwetter auch in Solingen schwere Schäden hinterlassen. Das zeigt Svenja Schulze zufolge einerseits, dass man sich niemals vollständig gegen Ereignisse wie die jüngste Extremwetterlage schützen könne. Zum anderen müsse man die Anpassungen an die Klimaveränderungen, „die nicht mehr wegzubekommen sind“, vorantreiben. Deshalb liege es an Land und Bund, die Kommunen nicht nur bei der Beseitigung der Schäden zu unterstützen. Es brauche langfristig Mittel, um Städte zu befähigen, präventive Maßnahmen zu ergreifen. „Dabei darf man die Kommunen nicht alleine lassen“, betonte Tim Kurzbach beim Ortstermin in Glüder. Sie seien beim Klimaschutz „Orte der Veränderung“.

Darüber hinaus betonte Schulze, dass die Anstrengungen gegen den Klimawandel ausgebaut werden müssen. Dabei seien erneuerbare Energien von zentraler Bedeutung. Je schneller man in diesem Bereich Fortschritte mache, desto früher könne man aus der Kohleenergie aussteigen.

Wir haben auch in unserem Hochwasser-Live-Blog ausführlich berichtet.

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