Verwaltung hält an Zeitplan fest

Umbau des Ohligser Marktplatzes startet bald

Zwecks bautechnischer Untersuchungen wurde die Düsseldorfer Straße in der vergangenen Woche an vier Stellen geöffnet. Unter anderem wollten sich die Verantwortlichen ein Bild vom Verlauf der Versorgungstrassen machen und Bodenkennwerte ermitteln. Foto: Tim Oelbermann
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Zwecks bautechnischer Untersuchungen wurde die Düsseldorfer Straße in der vergangenen Woche an vier Stellen geöffnet. Unter anderem wollten sich die Verantwortlichen ein Bild vom Verlauf der Versorgungstrassen machen und Bodenkennwerte ermitteln.

Auch auf der Düsseldorfer Straße geht es voran: In der vergangenen Woche fanden bautechnische Untersuchungen statt.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Der Umbau des Ohligser Kerns nimmt allmählich Fahrt auf. Die Arbeiten auf dem Marktplatz sollen laut Angaben der städtischen Pressestelle bald starten. Und auch entlang der Düsseldorfer Straße tut sich etwas: Dort fanden in der vergangenen Woche bautechnische Untersuchungen statt. Das Ziel: „größtmögliche Planungssicherheit“.

Um die zu erreichen, wurden an vier Stellen Suchschlitze geschaffen. So wollten die Verantwortlichen herausfinden, wie die Versorgungstrassen im Boden verlaufen. Den Hintergrund erklärt Rathaus-Sprecherin Sabine Rische: „Die vorliegenden Unterlagen sind nicht ausreichend genau. So geben Versorgungsunternehmen ihre Leitungstrassen ohne Gewähr an. Außerdem wurden ältere Leitungstrassen bisher nicht digital auswertbar erfasst. Auch können sich durch vorausgehende Reparatur- oder Erneuerungsmaßnahmen Veränderungen ergeben haben, die möglicherweise nicht erfasst wurden.“

„Es ist sinnvoll, vorher genau zu untersuchen, damit es später keine bösen Überraschungen gibt.“

Sabine Rische, Rathaus-Sprecherin

Hinzu komme, dass manche Versorgungsträger ihre Leitungstrassen aus Sicherheitsgründen nicht angeben, dazu zähle beispielsweise die Bundeswehr. Interessant sei darüber hinaus zu wissen, wie weit die Trassen auseinander liegen. Davon sei abhängig, ob die Aushub-Arbeiten kleinteilig per Hand erfolgen müssen. „Es ist deshalb sinnvoll, vorher genau zu untersuchen, damit es später keine bösen Überraschungen gibt, die zu Verzögerungen führen könnten“, resümiert Rische.

Die Erkenntnisse fließen in die Ausschreibung ein. Gleiches gilt für die bestimmten Bodenkennwerte. Dabei gehe es unter anderem um die Verdichtungswerte an der Oberfläche und im Graben sowie die Zusammensetzung des Bodens. „Davon hängt ab, ob und wie er entsorgt werden muss oder auch wieder verwendet werden kann“, erklärt Rische.

Aktuell werde die Ausschreibung für den Umbau der Düsseldorfer Straße vorbereitet. Bevor die Bagger rollen, müssen – wie berichtet und von der Politik beschlossen – 13 Bäume gefällt werden. 22 neue Standorte sind vorgesehen. Ebenfalls in den Entwürfen enthalten sind Spielinseln. Über deren Ausstattung sollen Kinder bei Ortsterminen entscheiden dürfen. Rische: „Doch hier gestaltet sich die Planung vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Entwicklung sehr schwierig. Deshalb laufen derzeit die Überlegungen für ein digitales Format.“

Das Projekt Marktplatz-Umgestaltung ist bereits ein Stück weiter. Das Verfüllen des Bunkers unter der Fläche habe wie geplant funktioniert. Nun stehe die Auftragsvergabe an das ausführende Unternehmen „unmittelbar bevor“. Ist dieser Schritt erfolgt, könne der konkrete Zeitplan festgelegt werden. Der derzeitige Stand sieht vor, den Umbau des Marktplatzes im Frühjahr zu beginnen. Die Arbeiten sollen Ende des dritten Quartals abgeschlossen werden.

An diesem Zeitplan hält die Verwaltung fest. Rische betont jedoch: „In den vergangenen Monaten hat sich aber auch gezeigt, welche besonderen Herausforderungen sich durch die aktuelle Situation ergeben. So kam es in vielen Fällen auch coronabedingt zu Lieferverzögerungen. Wir werden in jedem Fall so frühzeitig wie möglich informieren.“

Projekt

Budget: Die Umgestaltung der Düsseldorfer Straße und des Marktplatzes ist Teil des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes für Ohligs. Die Maßnahmen werden zu 90 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen sowie aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Laut aktuellen Schätzungen liegen die Gesamtkosten für das Projekt bei rund 5,86 Millionen Euro.

Zeitplan: Der Umbau des Marktplatzes soll im Frühjahr beginnen und voraussichtlich am Ende des dritten Quartals dieses Jahres abgeschlossen werden. Wohl ebenfalls im dritten Quartal 2022 – also definitiv nach dem Dürpelfest – starten die Arbeiten auf der Düsseldorfer Straße, die in zwei Bauabschnitten erfolgen und Mitte 2023 enden sollen.

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