Bis Oktober 2022

Turnhalle in Unterburg wird saniert

Die Turnhalle an der Hasencleverstraße wird kernsaniert und erhält einen Anbau. Foto: Christian Beier
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Die Turnhalle an der Hasencleverstraße wird kernsaniert und erhält einen Anbau.

Schadstoffe werden ab 12. April entsorgt – Arbeiten sollen spätestens im Oktober 2022 abgeschlossen sein.

Solingen Burg/Höhscheid. Die Vorbereitungen für die Kernsanierung der Turnhalle in Unterburg an der Hasencleverstraße laufen auf Hochtouren. Barbara Ley, Leiterin der Abteilung Gebäudemanagement bei der Stadt, berichtete in der Bezirksvertretung Burg/Höhscheid am Donnerstag über den aktuellen Stand des Projekts, das neben der Erneuerung der Ortsdurchfahrt Eschbachstraße und der Aufwertung der Wupperinsel zu den wichtigsten Vorhaben des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts (ISEK) gehört.

Knapp 1,8 Millionen Euro fließen in die Maßnahme, die zu 80 Prozent aus Landes- und Bundesmitteln finanziert wird – der städtische Eigenanteil beträgt 358 000 Euro. Ab 12. April werden zunächst Schadstoffe entsorgt, die in dem Bestandsgebäude festgestellt worden waren. Spätestens im Oktober 2022 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Bezirksbürgermeister Paul Westeppe (CDU) machte der Verwaltung Dampf: „Es wäre schön, wenn Sie zügig beginnen und noch zügiger fertig werden würden.“

Da bekommen die Unterburger etwas Feines!

Reinhard Pogutke, SPD-Bezirksvertreter

Die Turnhalle, die seit der Schließung der Grundschule Solingen-Burg nicht mehr schulisch, sondern nur noch von Vereinen genutzt wird, soll einen Anbau mit rund 90 Quadratmetern Nutzfläche erhalten. Die Halle wird von den Unterburgern mit ihrem regen Vereinsleben für sportliche Aktivitäten sowie für Veranstaltungen intensiv genutzt. Im Zuge der Sanierung sollen unter anderem die Heizungs- und Lüftungsanlage, die Dachdeckungen, Fenster und elektrischen Anlagen sowie die Fassade erneuert werden. Weiterhin soll der Komplex eine Behindertentoilette, eine Küche mit Speisenausgaberaum sowie einen barrierefreien Eingangsbereich erhalten und in puncto Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht werden.

Ein Gründach ist eingeplant, der Verlauf des Rettungswegs muss noch geprüft werden

Der geplante Anbau erhält den Plänen zufolge ein Gründach, das als Versickerungsfläche dient. Dem Vorschlag von Bezirksvertreterin Ute Schlemper (CDU), den Vorsprung als Dachterrasse etwa für Veranstaltungen und Feste im Freien zu nutzen, musste Ley eine Absage erteilen. „Das ist baulich nicht machbar.“ Zum einen, weil die Versickerungsfläche baurechtlich vorgeschrieben sei – zum anderen, weil der Höhenunterschied zwischen Fenster und Dachfläche zu groß sei, so dass das Dach angehoben werden müsse. Dies bedeute allerdings einen enormen baulichen Mehraufwand und entsprechend höhere Kosten.

Prüfen soll die Verwaltung auf Wunsch der Bezirksvertreter, ob ein Rettungsweg, der in den Plänen als eine Art Bypass verläuft, direkt vom Treppenhaus aus auf den ehemaligen Schulhof verlegt werden könne. Auch diesbezüglich zeigte sich Barbara Ley skeptisch, versprach aber, dies noch einmal prüfen zu lassen. Bezirksvertreter Reinhard Pogutke (SPD) lobte die Sanierungspläne insgesamt: „Da bekommen die Unterburger etwas Feines!“

Hintergrund

Die Turnhalle kann während der anderthalbjährigen Bauzeit nicht genutzt werden. Der Stadtdienst Sport bemühe sich, für die Vereine, darunter der Burger Schützenverein von 1734, Ausweichstandorte in anderen städtischen Hallen anzubieten, heißt es in der Vorlage zu dem Projekt. Auch Lagermöglichkeiten für vereinseigenes Inventar würden geprüft.

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