Sendung mit der Maus

Türöffnertag: Hilfsorganisationen zeigen, was sie drauf haben

Kinder und Erwachsene hatten auf dem Gelände des Technischen Hilfswerks jede Menge Spaß.
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Kinder und Erwachsene hatten auf dem Gelände des Technischen Hilfswerks jede Menge Spaß.

Zahlreiche Besucher zog es zum Türöffnertag der Sendung mit der Maus auf das THW-Gelände an der Lüneschloßstraße.

Von Andreas Römer

Solingen. Viel Interessantes für Kinder und Eltern bot der Türöffnertag der Sendung mit der Maus auf dem Gelände des THW in der Lüneschloßstraße. Am Montag präsentierten sich nicht nur das Technische Hilfswerk auch die anderen „Blaulichtorganisationen“ aus Solingen waren dabei: Freiwillige Feuerwehr, Johanniter, Malteser die DLRG und als Gast auch noch der Deutsche Amateur-Radio-Club mit seinem Solinger Ortsverein.

Zum vierten Mal beteiligte sich das THW an der Aktion des WDR. Unter dem Motto „Spannende Verbindungen“ dürfen Menschen dabei hinter Türen blicken, die ihnen sonst meist verschlossen bleiben. „Wir freuen uns über das schöne Wetter und darüber, dass so viele Menschen gekommen sind“, sagt Oliver Mugalla vom THW. Es sei ein richtiges Familienfest, so wie man es sich gewünscht habe. Etwa vier Monate habe man gemeinsam mit den anderen diesen Tag vorbereitet. Und es hat sich gelohnt: Die Kinder sind total begeistert von der kleinen Rallye, auf der sie verschiedene Aufgabe zu erledigen haben, um nach erfolgreichem Abschluss schließlich mit einer Maus-Urkunde belohnt zu werden.

Dabei dürfen die Kleinen ihren Eltern einen Verband oder ein Pflaster anlegen, sie können die Erwachsenen auf einem Wagen per Seil zu sich ranziehen oder ein Morse-Diplom machen, indem sie erste Buchstabencodes auf einem alten Telegrafen tippen. Die Kinder lernen wie man feste Knoten mit einem Seil macht oder sie dürfen mit Unterstützung der THW-Kräfte einen hydraulischen Spreitzer bedienen oder einen 18 Tonnen schweren Lkw mit Kissen in die Höhe bringen. Der Einsatz der Väter ist gefordert, wenn die Jungs und Mädchen mit einem Pumpfeuerlöscher „Flammen“ in einem Häuschen gezielt löschen sollen. Ohne die Pumpleistung der Väter ist nicht genug Druck auf dem Schlauch und die Flammen aus Holz fallen nicht um.

Besucher fachsimpeln mit Einsatzkräften

Neben den spielerischen Aufgaben gibt es vor allem viel zu sehen, anzufassen und zu bestaunen. Das große Geländemotorrad der Feuerwehr, das Innenleben eines Johanniter-Krankenwagens und natürlich die komplett ausgestatteten Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr und des Gastgebers THW.

Und während die Kleinen ungeduldig darauf warten an der nächsten Station endlich wieder in Aktion sein zu können, tauschen sich die Erwachsenen mit den Einsatzkräften der verschiedenen Organisationen auch fachlich aus. So finden alle die Drohne der DLRG spannend, aber nachdem Christof Schermer das Ding die erlaubten vier Meter nach oben gebracht hat, kommen die zahlreichen Fragen nach technischen Details – in der Regel von den Vätern. 4K-Auflösung, Infrarotkamera, Reichweite, maximale Höhe – das sind Themen für Spielzeugverliebte.

Ein Jahr nach dem Hochwasser: Viele wollen zum THW

Dabei hat der Einsatz einer solchen Drohne für die DLRG natürlich vor allem unter Rettungsgesichtspunkte ihre Berechtigung. „Damit können wir natürlich viel schneller eine Gegend absuchen und bekommen Blicke, die wir vom Boden aus oft nicht haben“, erläutert Schermer. Er ist von der DLRG Remscheid und informiert mit den Solinger Kollegen über die eigene Organisation. Dabei beklagt Stefan Voos, dass es zu wenig Zeiten in den Schwimmbädern gebe. „Wir haben rund 200 Kinder auf der Warteliste für einen Schwimmkurs“, sagt er.

Die Malteser haben neben ihrem technischen Equipment auch noch vier kleine Hunde dabei, mit denen die Kinder auch eine Runde gehen können. „Das sind Besuchshunde, die wir vor allem in Seniorenheimen und Kindergärten einsetzen“, erläutert Valentina Holz. „Es geht uns allen darum, uns den Menschen einmal vorzustellen, unsere Arbeit zu präsentieren“, sagt Organisator Oliver Mugalla. Natürlich würde man sich auch freuen, wenn man die Menschen ermuntern könne, sich selbst in einer der Organisationen zu engagieren.

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