Tipps

So machen Sie Ihre Wohnung einbruchssicher

Die Einbrecher flüchteten unverrichteter Dinge. Symbolfoto: cb
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Die Einbruchssaison hat begonnen.

Die Polizei gibt Tipps zum Start der Urlaubssaison.

Von Kristin Dowe

Solingen. Gleich fünf Mal hatten Einbrecher in der vergangenen Woche im Solinger Stadtgebiet zugeschlagen − unter anderem brachen Kriminelle in ein Sportheim an der Zietenstraße ein, verließen das Gebäude jedoch ohne Beute. Die Häufung der Vorfälle zeigt wohl, dass die Einbruchssaison wieder begonnen hat, wenngleich die Zahl der Einbrüche seit 2017 in Solingen kontinuierlich gesunken ist.
Fünf Einbrüche in einer Woche

Zum Beginn der Sommerferien und damit der Urlaubszeit weist die Polizei Wuppertal auf die größten Sicherheitsrisiken hin und gibt Tipps, wie sich Bürgerinnen und Bürger am besten schützen können.

Zahl der Straftaten erreicht in Solingen Höchstwert

Nachbarschaftshilfe: „In einer aufmerksamen Nachbarschaft haben Einbrecher kaum eine Chance“, rät die Polizei. So könnten Anwohner ein wachsames Auge auf die Wohnung des Nachbarn haben und den Briefkasten leeren, wenn dieser im Urlaub ist. „Ein überquellender Briefkasten signalisiert längere Abwesenheit.“ Alternativ biete auch die Post einen Lagerservice an.

Fenster schließen: Gekippte Fenster sind offene Fenster und von Einbrechern leicht zu öffnen. Verschließen Sie die Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit.

Mülltonnen leeren: Gleiches wie für den Briefkasten gilt auch für überfüllte Mülltonnen, die auf eine mögliche Abwesenheit der Bewohner schließen lassen. Bitten Sie auch hier Ihre Nachbarn, diese regelmäßig zu leeren.

Zeitschaltuhr: Ein weiterer Trick, um den Eindruck zu erwecken, dass die Bewohner scheinbar zu Hause sind, ist die Installation einer Zeitschaltuhr. Über diese können beispielsweise Lampen, Jalousien, Radio- und TV-Geräte gesteuert werden.

Bankschließfach: Lagern Sie kein Bargeld und keine Wertgegenstände in einfachen Schränken und verwenden Sie hierfür ein Bankschließfach. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, von besonderen Wertgegenständen wie beispielsweise Schmuckstücken Fotos anzufertigen und diese aufzulisten und zu dokumentieren. Für den Fall, dass es doch eines Tages zu einem Einbruch kommen sollte, kann dies die Arbeit der Polizei erleichtern.

Soziale Netzwerke: Kündigen Sie Ihren Urlaub nie in sozialen Netzwerken an und posten Sie Fotos, wenn überhaupt, erst nach Ihrem Urlaub. Auch auf Ihrem Anrufbeantworten sollten Sie Hinweise auf Abwesenheit vermeiden.

Beratung: Die Polizei bietet für die Städte im Städtedreieck Termine in den jeweiligen Wachen, zwischen 9 und 15 Uhr an, für Solingen am 28. (Kölner Str. 26), Remscheid am 29. und Wuppertal am 30. Juni. Anmeldung unter Tel. (0202) 284-1811.

Lesen Sie auch: Seniorin betrogen – Polizisten stellen Tätern eine Falle

Standpunkt von Kristin Dowe: Ratschläge beherzigen

kristin.dowe@solinger-tageblatt.de

Fünf Einbrüche in einer Woche − das ist auf den ersten Blick eine besorgniserregende Entwicklung, und natürlich ist jeder Fall einer zu viel. Dennoch sollte diese Momentaufnahme zu Beginn der Urlaubszeit kein Anlass zur Hysterie sein, sind die Fallzahlen in Solingen seit 2017 doch kontinuierlich gesunken.

Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, denn häufig sind die Täter professionell und in bandenartigen Strukturen organisiert und schlagen in einer Stadt punktuell zu, um sich dann blitzschnell abzusetzen. So lag die Aufklärungsquote der Polizei im vergangenen Jahr bei nur knapp 17 Prozent.

Auch wenn es einen hundertprozentigen Schutz nie geben wird, kann der Einzelne ein paar einfache Tipps beherzigen, um das Risiko zu minimieren. Dazu muss man nicht unbedingt tief in die Tasche greifen und das eigene Zuhause zu Fort Knox umrüsten. Das Beratungsangebot der Polizei ist dabei ein toller Service, den Bürgerinnen und Bürger unbedingt nutzen sollten.

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