Aktion

Mit Termin zügig durch die Blutspende

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Große Abstände und strenge Hygienemaßnahmen: Sicherheit steht beim Blutspende-Marathon im Vordergrund.

17. Blutspende-Marathon von ST und DRK findet wieder am Pfingstmontag im Theater statt.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Als am Pfingstmontag im vergangenen Jahr coronabedingt beim Blutspende-Marathon erstmals das neue Termin-Verfahren des DRK-Blutspendedienstes ausprobiert wurde, war noch nicht klar, dass Solingen damit eine Vorreiterrolle übernehmen würde. „Der reibungslose Ablauf mit 484 Spendern war Mutmacher auch für andere Städte“, resümiert Thomas Herzfeld, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit beim Blutspendedienst-West, der für Solingen zuständig ist.

Seit dem Auftakt in Solingen sei bei 65 Prozent der Spendetermine des Blutspendedienstes-West die vorherige Terminvereinbarung eingeführt worden. „Ab diesem Jahr wollen wir das bei allen öffentlichen Terminen umsetzen“, so Herzfeld. Unabhängig von den vorgegebenen Sicherheitsabständen und Kontaktbeschränkungen biete das Verfahren weitere Vorteile. „Die Spender finden es prima, so schnell die Blutspende zu durchlaufen, ohne lange anstehen zu müssen“, betont Vera Sievert, die als Referentin die Solinger Veranstaltung organisiert.

In dieser Woche erst sei der Termin für den Blutspende-Marathon online freigeschaltet, da gibt es schon die ersten Eintragungen, freut sie sich über das große Interesse. „Die digitale Anmeldung funktioniert in Solingen wirklich gut“, ist auch der DRK-Kreisgeschäftsführer Dr. Thorsten Böth begeistert.

16 Termine pro zehn Minuten wurden im vergangenen Jahr vergeben. „In diesem Jahr planen wir, die Spenderzahl auf 18 pro zehn Minuten zu erhöhen“, so Sievert. Man wolle möglichst vielen Solingern die Chance zum Spenden geben. „Denn im Schnitt etwa zehn Prozent der erschienenen Spender müssen aus gesundheitlichen Gründen zurückgestellt werden“, so Thomas Herzfeld. Dazu kommen vier bis fünf Prozent, die trotz Terminvereinbarung nicht kommen – ein kleiner Anteil, der für ein hohes Maß an Verbindlichkeit spricht, lobt er. Den Einlass am Eingang zu steuern und auch für Spender, die versehentlich ohne Termin gekommen sind, eine Lösung zu finden, das sei eine neu hinzugekommene Aufgabe für die DRK-Helfer. „Da möchte ich auch ein Dankeschön an alle Ehrenamtlichen aussprechen“, freut sich Dr. Böth auch, dass das DRK-Team jüngere Unterstützung bekommen hat.

Spenderzahl ist zurückgegangen, weil Termine ausgefallen sind

Insgesamt sei die Bedeutung der Blutspende in der Krise gestiegen. „Wir freuen uns sehr, dass NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann die Blutspende als ,Teil der Daseins-Vorsorge‘ immer wieder betont“, so Herzfeld. Weil aber etliche Termine in Betrieben oder Berufskollegs nicht stattfinden konnten, sei die Spenderzahl im vergangenen Jahr auf 3237 Spender im Vergleich zu 3668 Spendern 2019 zurückgegangen. Deshalb setzen die Organisatoren auch auf den Solinger Blutspende-Marathon, um die Versorgung in der Region mit Blutkonserven sicherzustellen.

Die Sicherheit stehe dabei an oberster Stelle. Ein Einbahnstraßensystem durch das Konzertsaal-Gebäude verhindere Kontakte, Maskenpflicht gilt im ganzen Gebäude. Auch die Spende selbst sei mit Blick auf das Coronavirus sehr sicher, da Sars-CoV-2 nicht durch Blut übertragen wird.

Spenden können alle gesunden Erwachsenen. Corona-Geimpfte können einen Tag nach der Impfung schon wieder Blut spenden. An Covid-19 Erkrankte können vier Wochen nach Abklingen der Symptome wieder spenden.

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