Für soziale Projekte

Teilnehmer der Six Bridges Rally fahren 32.000 Euro ein

Kleiner Stau auf den letzten Metern: Auch die beiden Elektroautos (vorne) schafften die Strecke ohne Probleme.
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Kleiner Stau auf den letzten Metern: Auch die beiden Elektroautos (vorne) schafften die Strecke ohne Probleme.

„Six Bridges Rally“ endete unter der Müngstener Brücke.

Von Sven Karasch

Solingen. 16 Tage nach ihrem Start beim Brückenfest waren die Teams der zweiten Ausgabe der „Six Bridges Rally“ am Sonntag wieder unter dem Bogen der Müngstener Brücke angekommen. Hinter den meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmern lag eine rund 6000 Kilometer lange Reise bis nach Porto an die Atlantikküste. Ein eigens gestaltetes „Roadbook“ führte die Teams dabei zu interessanten Orten und kniffligen Aufgaben, die gelöst werden sollten. Quer durch neun Länder ging es zu sechs Großbogenbrücken – zu denen auch die Müngstener Brücke zählt.

Dass Brücken verbinden – sogar über europäische Grenzen hinaus – ist eine der zentralen Ideen, die hinter der „Six Bridges Rally“ steht. Die beiden Organisatoren Marc Baehr und Timm Kronenberg wollen damit auch die Bewerbung für den Unesco-Welterbe-Status der Müngstener Brücke und fünf weiterer Brücken unterstützen. „Wir fühlen uns vor allem als Europäer“, sagte Timm Kronenberg. Gerade in einer Zeit mit vielen Schwierigkeiten sei dies besonders wichtig, ergänzte er.

Rund 100 Zuschauerinnen und Zuschauer bereiteten den Teams im Brückenpark einen Empfang. Einer der größten Fanclubs jubelte den „Taunüssen“ zu. Speziell Jürgen Meurer wurde von seinen drei Kindern und fünf Enkelkindern begrüßt, die den Ford Taunus mit den selbst gemalten Bildern dekorieren durften.

Von den 24 in Solingen gestarteten Teams hatten sich nicht alle am Sonntag wieder unter der Müngstener Brücke versammeln können. Ein Team hatte direkt an die Rallye einen Urlaub angeschlossen.

Weniger schön war, dass das Team „Cadillac Six Bridges“ mit Emmanuel Barbier und Zéphie Ghiagou nur wenige Kilometer vor dem Ziel einen Unfall hatte. Der Cadillac Sedannet 62 aus dem Jahr 1949 – das älteste Auto im Starterfeld – wurde dabei an der Vorderachse beschädigt und konnte nicht mehr ins Ziel fahren. Glücklicherweise blieb es bei einem Sachschaden. Dass das Cadillac-Team im Anschluss viele Hilfsangebote bekam und bei einem anderen Team übernachten durfte, war ein Beispiel für den großen Zusammenhalt unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Zwei Teams waren vollelektrisch unterwegs

Auch der Solinger Robin Buchmayer mit seiner 1988er BMW R80 konnte sich als einziger Motorradfahrer auf die anderen Teams verlassen und fand die Rundfahrt „Überwältigend“. Seine Eltern hatten ein Willkommensplakat für ihn erstellt, auf dem sich dann alle anderen Mitfahrerinnen und Mitfahrer mit ihrer Unterschrift verewigen konnten.

Michael Schulte und sein Sohn Pascal vom Team „Solar-Coffee Team“ verkauften auf der Tour Kaffee, der unter anderem mit Hilfe einer Solarzelle auf dem Dach des Ford Granada von 1982 erzeugt werden konnte. Der Erlös aus Verkauf und Spenden – mehr als 1000 Euro – solle dem Tierheim in Glüder zugutekommen. Vollelektrisch waren die Teams „Eletrick-Trick“ mit einem Hyundai Ioniq 5 und „Eurostromer“ mit dem Tesla Model Y unterwegs. Und auch wenn es wegen mehrerer kaputter Ladesäulen in Frankreich mal sehr knapp wurde – haben sie die 6000 Kilometer geschafft, ohne liegenzubleiben. Damit konnten sie beweisen, dass eine so lange Strecke mit einem Elektrofahrzeug möglich ist. Wie es sich für eine richtige Rallye gehört, gab es am Schluss auch eine Siegerehrung: Michael Sorgnit und Kathrin Pfeil vom Team „KaMiCarze“ meisterten die Strecke und die Aufgaben am besten und landeten mit ihrem 1962er Volkswagen Käfer auf dem 1. Platz.

Gewonnen hatten aber am Ende alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wegen unvergesslicher Momente, neuer Freund- und Bekanntschaften und wegen der mehr als 32 000 Euro, die sie für soziale Projekte sammeln konnten.

Termin 2023

Termin: Die nächste „Six Bridges Rally“ findet vom 9. bis 24. September 2023 statt. Anmeldung: www.sixbridges-rally.de

Teilnahme: Mitmachen dürfen Autos und Motorräder, die älter als 15 Jahre alt sind, zudem auch jüngere Elektroautos.

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