Erstes Kennenlernen

Teilnehmer der Six Bridges Rally bereiten sich auf Start vor

Die Teilnehmer lernten sich bei einem ersten Treffen in Wermelskirchen kennen. Die Organisatoren Timm Kronenberg (r.) und Marc Baehr (2. v. r) begrüßten unter anderem die französischen Gäste Helene und Xavier Bonabal.Foto:Roland Keusch
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Die Teilnehmer lernten sich bei einem ersten Treffen in Wermelskirchen kennen. Die Organisatoren Timm Kronenberg (r.) und Marc Baehr (2. v. r) begrüßten unter anderem die französischen Gäste Helene und Xavier Bonabal.

42 Teams treten bei der Six Bridges Rally an – nun gab es ein erstes Kennenlernen im Bergischen.

Von Julia Wodara

Solingen. Zwei Monate vor dem Start laufen die Vorbereitungen für die Six Bridges Rally auf Hochtouren, bei der die Teilnehmer die sechs Brücken besuchen, die in einem gemeinsamen Antrag zum Welterbe erklärt werden sollen. Bei einem Treffen in Wermelskirchen konnten sich die Teilnehmer kennenlernen, die im September das gut 6000 Kilometer lange Abenteuer antreten werden. 30 der bislang 42 Teams starteten zu einer ersten gemeinsamen Rundfahrt in ihren Old- oder Youngtimern.

Auch das französische Team „Garabit avec vous“ war angereist: Xavier und Helene Bonabal, die bei der Rally nur in Frankreich dazu stoßen werden, nahmen den Weg auf sich, um die Müngstener Brücke sehen und die anderen Teams treffen zu können. Die beiden vermittelten auch den Kontakt zu Rally-Schirmherrin Myriam Larnaudie-Eiffel, die sie durch eine ihrem Ur-Ur-Großvater Gustave Eiffel gewidmete Jubiläumsfeier bereits persönlich kannten.

Ihre Leidenschaft für die Brücken ist schnell zu erkennen: Der Regenschirm zeigt das Garabit-Viadukt und im Gepäck befinden sich Exemplare des Kinderbuches „Discovering Garabit“, das die befreundete Patricia Vergne Rochès dessen Entstehungsgeschichte gewidmet hat. Auch die streng geheimen Rallyaufgaben verpflichten sich vor allem den Eisenbahnbrücken: Die Leitfrage „Wie verbinden wir die Brücken miteinander?“ Etwas Orientierung könnte dabei dann ein sogenannter Trackingkanal bieten, der den Interessierten jederzeit zeigen kann, wo sich alle Teams befinden. Navigationssysteme aber sollen die Fahrerinnen und Fahrer nicht nutzen. „Man nimmt den Weg viel genauer wahr, wenn man sich nicht auf ein System verlassen kann“, erklärt Baehr.

Das Risiko fährt neben dem Spaßfaktor immer mit

Der Spaßfaktor und der Reiz des Ungewissen – darum nehmen die Teams an der Six Bridges Rally teil. Baehr selbst ist schon zwei Rallys gefahren und musste bereits nach der ersten feststellen: „Man kann nur ins Blaue fahren – es ist das genaue Gegenteil einer durchgeplanten Pauschalreise.“

Und das Risiko fährt immer mit, eine Panne an einem der mindestens 20 Jahre alten Autos kann schnell zum Problem werden. „Einheimische sind aber immer sehr hilfsbereit“, versichert der Organisator. Und für einige sind die technischen Herausforderungen der Old- und Youngtimer sogar eine erhoffte Challenge: „Man schafft sich damit selbst Probleme und ist dann stolz, wenn man sie löst“, scherzt Arnold Schulze aus dem Team „Kopffrei“.

Vorbereitungen sind daher ein wichtiges Thema – auch für das Team aus Frankreich. „Wir haben so viele Tools, denn ich hasse Pannen“, sagt Helene Bonabal und lacht. Wie man sich genau vorbereiten sollte, hänge aber immer von Fahrzeug und Erfahrung des jeweiligen Teams ab, erklären Doris und Reinhard Kortmann, die schon oft auf Rallys unterwegs gewesen sind. Für sie und viele andere sind die Vorbereitungen bereits abgeschlossen. „Ich habe noch gar nicht damit angefangen“, sagt dagegen Claudia Fischer-Liedmann, für die im September die erste Rallye überhaupt startet. Angst vor dem Abenteuer hat sie jedoch keine: „Was kann uns schon passieren?“

Die Rally

Vom 11. bis zum 26. September 2021 durchfahren die Teams auf 6000 Kilometer neun Länder und besuchen alle sechs Brücken. Weitere Anmeldungen sind noch bis zum 8. August möglich. Weitere Infos und Teilnahmebedingungen gibt es im Internet.

sixbridges-rally.de

Brückenbrot zum Start

Parallel zur Rallye startet ab 4. September die Aktion Brückenbrot. Einen Monat lang wollen Bäckermeister Ralf Vogelskamp und sein Team der Traditionsbäckerei Stöcker Brückenbrot für das Friedensdorf verkaufen. Der 750-Gramm-Laib wird vier Euro kosten, zwei Euro fließen in die Arbeit der Oberhausener Hilfsorganisation. Vermittelt wurde das durch den langjährigen ST-Fotojournalisten Uli Preuss. Er ist Friedensdorf-Botschafter – und bildet bei der Rallye mit Jürgen Beu das „Team Friedensdorf“. Das Brotprojekt war schon einmal erfolgreich. 2020 sammelten die Bäckereihandwerker mit dem Tierparkbrot 6000 Euro für die Solinger Tierparks.

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