Anlage am Südpark

Team der Eissporthalle muss bergeweise Snacks entsorgen

Die Fläche der Eissporthalle musste wegen der Corona-Pandemie in der vergangenen Saison leerbleiben. Archivfoto: Christian Beier
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Die Fläche der Eissporthalle musste wegen der Corona-Pandemie in der vergangenen Saison leerbleiben.

Die Saison ist für die Anlage am Südpark wegen Corona fast vollständig ins Wasser gefallen.

Solingen. Die anfängliche Hoffnung, 2021 zumindest für ein paar Wochen öffnen zu können, habe sich zerschlagen, berichtet Sabine Groß, die die Eishalle im Auftrag der Lebenshilfe gemeinsam mit Ehemann Klaus betreibt. „2020 waren wir ja schon vom Lockdown light betroffen, als es hieß, dass die Lage sich Weihnachten wieder normalisiert haben würde. Das ist bekanntlich nicht eingetreten.“ So war der weitere Betrieb der Eishalle für das Team ein Rechenexempel. Denn die Weihnachtsferien sind für die Eishalle die umsatzstärkste Zeit, die 2020 nun komplett wegfiel.

„Kurz vor Weihnachten haben wir uns dann entschlossen, das Eis abzutauen“, so Sabine Groß. Denn dieses müsse kontinuierlich gekühlt werden. Das Paar hatte das Eis mit der Öffnungsperspektive vor Augen zunächst behalten, weil die Kühlung günstiger gewesen wäre als das Eis neu zu produzieren. Diese Taktik ging nun nicht auf. „Jeder Tag, an dem wir das Eis behalten haben und die Eishalle nicht öffnen konnten, hat uns mindestens 150 Euro gekostet“, bilanziert Groß. Um das Eis zu beseitigen, wird es nicht etwa geschmolzen, sondern so hart wie möglich gefroren und dann mit einer Eismaschine abgehobelt.

Solingen: Shop für Kartenverkauf war schon eingerichtet

Geld für bereits verkaufte Eintrittskarten musste das gemeinnützige Unternehmen zurückerstatten, nachdem im Zuge der Corona-Auflagen extra ein Shop für den Kartenverkauf eingerichtet worden war. Ebenfalls bitter: Süßigkeiten und Getränke im Wert von rund 3000 Euro mussten wegen ihres inzwischen überschrittenem Verfallsdatums entsorgt werden – Bier und nicht alkoholische Erfrischungsgetränke schütteten die Mitarbeiter literweise in den Ausguss. Derweil kontrollieren Sabine und Klaus Groß regelmäßig die technischen Anlagen der Eishalle während der Schließung.

Auch die meisten Veranstaltungen, die in diesem Jahr eigentlich auf dem Plan stehen würden, sind noch mit einem dicken Fragezeichen versehen. Definitiv abgesagt sind der Tanz in den Mai, die Abi-Party und die sonst für Juli geplante Solingen-Messe. Die Sonderverkaufsveranstaltung des Discounters Lidl, die im April stattfinden sollte, ist nun unter Vorbehalt auf August verschoben.

Dagegen bestehe noch Hoffnung, dass der Miss-Zöpfchen-Lauf am 5. September stattfinden kann. Dafür hatte das Team sonst immer den Strom aus der Eishalle und die sanitären Anlagen zur Verfügung gestellt sowie für das Catering gesorgt. „Aber auch das wissen wir noch nicht“, betont Groß. „Wenn wir eines in der Pandemie gelernt haben, dann dass man nichts sicher planen kann.“

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