Mobilität

Ladesäulen sind schlecht erreichbar

Abends, über Nacht und an den Wochenenden können die Säulen auf dem TBS-Gelände nicht genutzt werden.
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Abends, über Nacht und an den Wochenenden können die Säulen auf dem TBS-Gelände nicht genutzt werden.

ST-Leser bemängelt Situation auf dem TBS-Gelände.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Knapp 30 Standorte öffentlicher Ladesäulen für Elektrofahrzeuge weisen die Stadtwerke Solingen auf ihrer Website aus. Zwei davon befinden sich auf dem Gelände der Technischen Betriebe (TBS) an der Dültgenstaler Straße. Diese würde Burkhard Kurzeia gerne öfter nutzen. Das Problem: Die Ladesäulen sind lediglich während der Öffnungszeiten der TBS zugänglich. Der ST-Leser hält diese Planung „für vollkommen fehlerhaft“.

Vor vier Jahren haben die TBS nicht nur Ladesäulen für den eigenen Betrieb installiert, sondern auch Möglichkeiten für Mitarbeiter, Besucher und Bürger geschaffen. Die Einschränkung sei seinerzeit gewesen, dass das Gelände nicht 24 Stunden lang zugänglich ist, erklärt die Stadt auf ST-Anfrage. Aktuell können die beiden Ladesäulen montags bis freitags – Feiertage ausgenommen – von 8 bis 16 Uhr von der Öffentlichkeit genutzt werden.

Die Stadtwerke weisen im Internet auf die eingeschränkte Erreichbarkeit hin: „Nur zu diesen Zeiten ist der Zugang zur Ladestation und zum Auto (An- und Abfahrt) möglich.“ Mit anderen Worten: Wer das Gelände nicht rechtzeitig mit seinem Auto verlässt, kann es erst am nächsten Öffnungstag wieder abholen.

Die Corona-Pandemie habe die Situation erschwert. Um die TBS-Kräfte als Teil der kritischen Infrastruktur zu schützen, sei der Standort an der Dültgenstaler Straße größtenteils für den Publikumsverkehr geschlossen worden. Diese einschneidenden Einschränkungen bestehen zwar nicht mehr. Aber: „Wir können auch weiterhin nicht einen 24-Stunden–Zugang gewährleisten, da eine personelle Überwachung des Geländes nicht 24 Stunden erfolgt.“

Dafür bringt Burkhard Kurzeia durchaus Verständnis auf. Allerdings fragt er sich, warum nicht bauliche Vorkehrungen geschaffen wurden oder werden, einen dauerhaften Zugang zu den Ladesäulen zu schaffen. Zumindest für einen der Standorte wäre das seiner Meinung nach noch möglich, um das Laden rund um die Uhr zu ermöglichen. Einstweilen scheinen die Chancen darauf gering. Die Stadt kündigt jedoch an: „In den nächsten Jahren wird unser Betriebshof umgebaut und in diesem Zuge wird der Zugang zu den Ladesäulen auch noch einmal beurteilt und gegebenenfalls ganztägig gewährleistet.“

Das Rathaus erklärt, dass das Interesse an den beiden öffentlichen Ladesäulen auf dem TBS-Gelände sehr gering sei. Burkhard Kurzeia überrascht das nicht: „Sie stehen am Rande eines Wohngebiets. Tagsüber, wenn das Gelände zugänglich ist, sind die meisten Menschen arbeiten oder anderweitig unterwegs.“

Passend zum Thema: Elektromobilität - Stadt müsse mehr öffentliche Ladesäulen ausbauen

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