Müngsten

TBS befreien Brückenpark von Moos und Dreck

Hier verrichtete der spezielle Hochdruckreiniger, den Salvatore Urfalino, Marcus Boddenberg und Sascha Warstat (v. l.) bedienen noch seinen Dienst. Später gab das Gerät jedoch seinen Geist auf. Spätestens in der kommenden Woche sollen die Arbeiten nun abgeschlossen werden.Foto: Christian Beier
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Hier verrichtete der spezielle Hochdruckreiniger, den Salvatore Urfalino, Marcus Boddenberg und Sascha Warstat (v. l.) bedienen noch seinen Dienst. Später gab das Gerät jedoch seinen Geist auf. Spätestens in der kommenden Woche sollen die Arbeiten nun abgeschlossen werden.

Vier Mitarbeiter reinigen mit einem Hochdruckreiniger und Muskelkraft – doch eine Panne verzögert die Arbeiten

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Dass der gewaltige Hochdruckreiniger einen Relais-Schaden hatte, nachdem drei Viertel des Müngstener Brückenparks gereinigt waren, war überaus ärgerlich. „Wir hoffen, dass der Schaden schnell von einer Fachfirma repariert werden kann und dann geht’s hier weiter“, sagte Andreas Wippermann, Abteilungsleiter von Stadtgrün und Stadtbildpflege bei den Technischen Betrieben Solingen (TBS). Bis dato hatten seine vier Mitarbeiter schon Beeindruckendes geleistet: Beginnend bei der Schwebefähre bis zum Haus Müngsten und von der anderen Seite von der Bushaltestelle bis zu dem Platz vor dem beliebten Ausflugslokal hatten die Arbeiter akribisch Wege, Bänke oder Mauern von Moos und anderem Grünbelag befreit.

„Wir verwenden keinerlei chemische Zusätze.“

Andreas Wippermann, Abteilungsleiter von Stadtgrün und Stadtbildpflege bei den TBS

Nicht nur der kräftige Wasserstrahl aus dem Hochdruckreiniger tat seins dazu: Auch klassisches Schrubben mit harten Borstenbesen war angesagt. Eine Kehrmaschine schluckte die dadurch entstandenen braun-grünen Häufchen jeweils eifrig in sich hinein: Mit rotierenden Besen drehte das Spezialgerät eifrig Runde um Runde. Auch Laub aus dem letzten Herbst und letzte Reste der jüngsten Baumfällaktion an den Hängen zum Schaberg hinauf verschwanden auf diese Weise von den verlegten Platten des Flanierwegs durch den Brückenpark.

Schon im vergangenen Jahr hatte die Stadtbildpflege den Müngstener Brückenpark in einer vergleichbar aufwendigen Aktion gereinigt, damals als Teil der stadtweiten Kampagne „Sauberes Solingen“, bei der auch zum Beispiel der Alte Bahnhof in der Stadtmitte einer Grundreinigung unterzogen worden war.

Brückenpark: Grünspan bleibt im Tal und durch die Nähe zur Wupper nicht aus

Als beliebter Publikumsmagnet verdiene der Park unter der Müngstener Brücke, die derzeit in der Bewerbungsphase zum Weltkulturerbe steckt, als Wohlfühlort diese regelmäßige Aufmerksamkeit, sagte Wippermann. Moosüberzüge seien halt auf den Bänken, Platten und Mauern nicht schön anzusehen. „Dass sich hier unten im Tal Grünspan und Moos auf Bänke und Mauern absetzt, ist nicht vermeidbar, die Feuchte hier direkt an der Wupper in Kombination mit den bewaldeten Hängen lässt so etwas immer wieder nachwachsen.“ In größeren Abständen müsse der Müngstener Brückenpark also immer wieder mal gereinigt werden.

Wichtig waren ihm und seinem Kollegen Manuel Graf, das ausschließlich mit Wasser und technischer Energie beziehungsweise Muskelkraft gereinigt werde – man wolle ja die Natur nicht unnötig belasten, und dank des Hochdrucks des speziellen Reinigungsgeräts funktioniere das wunderbar. „Wir verwenden keinerlei chemische Zusätze“, betont der TBS-Abteilungsleiter.

Immer wieder probierten Salvatore Urfalino und Markus Boddenberg, ob sich der Hochdruckreiniger nicht doch noch seiner Aufgabe besinnen würde – zu ärgerlich für sie, dass sie nun ihre Tagesarbeit nicht vollständig abschließen konnten. Aber so intensiv die Maschine zunächst das Wasser aus ihrem Inneren in die vorgesehene Düse schickte, so schnell kam immer wieder das „Aus“.

Spätestens in der kommenden Woche soll es nun weitergehen, hoffen die Beteiligten – insbesondere mit Blick auf die nun bald startenden Osterferien. Im vergangenen Jahr, im ersten Lockdown hatte sich der Brückenpark bei Ausflüglern aus Solingen und Remscheid einer hohen Beliebtheit erfreut. Aus diesem Grund waren im vergangenen Jahr zusätzliche Abfalleimer aufgestellt worden, die in diesem Jahr ebenfalls vom Winter- und Herbst-Moos befreit werden mussten.

Hintergrund

Der Park rund um die Müngstener Brücke wurde mit Mitteln der Regionale 2006 umfassend gestaltet. Die Parkanlage an der Wupper an der Stadtgrenze zu Remscheid und Wuppertal war ein Gemeinschaftsprojekt der drei bergischen Großstädte. Nach der Jubiläumsfeier zum 100. Geburtstag der stählernen Bogenbrücke im Jahr 1997 wurde ein städteübergreifendes Gremium einberufen. Das gemeinsame Ziel war es, das unattraktiv gewordene Areal nach touristischen und ökologischen Gesichtspunkten zu beleben.

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