Konzertabend

Symphoniker spielen Stück von ukrainischem Komponisten

Die griechische Gastdirigentin Zoi Tsokanou stellte mit den Bergischen Symphonikern den griechischen Komponisten Giannis Konstantinidis mit seiner Dodekanesischen Suite vor. Foto: Michael Strahlen
+
Die griechische Gastdirigentin Zoi Tsokanou stellte mit den Bergischen Symphonikern den griechischen Komponisten Giannis Konstantinidis mit seiner Dodekanesischen Suite vor.

Philharmonisches Konzert der Bergischen Symphoniker nimmt Bezug zum Ukraine-Krieg.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Einmal mehr konnten die Freunde klassischer Musik am Dienstag einen Abend mit den Bergischen Symphonikern genießen. Unter der Leitung der griechischen Gastdirigentin Zoi Tsakanou nahmen die Musiker mit in einen musikalischen Abend sehr unterschiedlicher Klangwelten. Werke dreier Komponisten mit jeweils bemerkenswerter Schaffenskraft und interessanten Lebensläufen kamen zu Gehör, die für spannende und dichte Momente beim Zuhören sorgten und viel Freude machten.

Spontan hatte Generalmusikdirektor Daniel Huppert eine Programmergänzung eingefügt: Still und ernst drückte der „Abendsegen“ des ukrainischen Komponisten Valentyn Silvestrov die Solidarität des Multinationalen Orchesters mit der von Russland angegriffenen Ukraine aus. Zugleich ging von der Musikauswahl die Botschaft aus, dass eine Pauschalverurteilung des russischen Volkes und seiner Künstler der falsche Weg ist.

Fagott stand im Zentrum des Konzertabends

Im Mittelpunkt des Konzertes stand dann das Fagott- Konzert F- Dur von Carl Maria von Weber, das dem Solisten des Abends, Theo Plath viel Gelegenheit gab, seine besondere Verbundenheit mit seinem Instrument unter Beweis zu stellen, das er virtuos beherrscht. Er sei bereits als Fünfjähriger bei einem Tag der offenen Tür in der Musikschule seiner Heimatstadt von dem klangstarken Fagott fasziniert gewesen. Das habe sich bis heute nicht geändert, berichtete er in der Konzerteinführung. Beim Konzert des Romantikers Weber stellte Plath eindrucksvoll unter Beweis, wie breit die atmosphärische Klangpalette ist: Längst nicht nur streng wie beim „Großvater“ aus Tschaikowskys „Peter und der Wolf“, sondern durchaus auch weich und geradezu liebevoll perlten seine Töne, die er in harmonischer Zusammenarbeit mit dem Bergischen Orchester zu regelrechten musikalischen Erzählungen zusammensetzte.

Nach tosendem Beifall für das geradezu opernhafte Werk spielte er ein modernes Klanggespräch von Heinz Holliger als Zugabe. Das gab ihm die Gelegenheit, seinem Fagott experimentelle Töne zu entlocken, die „zwar nicht schön, aber cool“ waren, wie er augenzwinkernd sagte.

Zuvor hatte Zoi Tsokanou gemeinsam mit den Bergischen Symphonikern den griechischen Komponisten Giannis Konstantinidis mit seiner Dodekanesischen Suite vorgestellt, die in sechs kurzweiligen Sätzen märchenhafte Stimmungen zum Auditorium brachte.

Nach der Pause erklang mit der zweiten Symphonie des Hobbykomponisten Alexander Borodin ein üppiges und fulminantes Werk, das sowohl tänzerische Leichtigkeit, süße Sehnsucht als auch Temperament und Leidenschaft in sich vereinte. Am Ende gab es lang anhaltenden Beifall von einem spürbar begeisterten Publikum.

Nächstes Konzert

Das nächste Konzert der Bergischen Symphoniker ist bereits das achte der Spielzeit. Es findet am 5. April, 19.30 Uhr, im Konzertsaal des Theater- und Konzerthauses statt. Um 18.45 Uhr beginnt der Einführungsvortrag von Katharina Knees. Auf dem Programm stehen die „Spartacus Ouvertüre“ von Camille Saint-Saëns, das Konzert Nr. 2, C-Dur von Johann Wilhelm Wilms sowie die Symphonie d-Moll von César Franck. Tickets ab 24 Euro.

bergischesymphoniker.de

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Sturmbilanz fällt in Solingen glimpflich aus
Sturmbilanz fällt in Solingen glimpflich aus
Sturmbilanz fällt in Solingen glimpflich aus
Unwetterwarnung: Dürpelfest startet um 18 Uhr - So bereiten sich alle vor
Unwetterwarnung: Dürpelfest startet um 18 Uhr - So bereiten sich alle vor
Unwetterwarnung: Dürpelfest startet um 18 Uhr - So bereiten sich alle vor
Solingerin prallt gegen Lieferwagen
Solingerin prallt gegen Lieferwagen
Solingerin prallt gegen Lieferwagen
Mögliches Unwetter: Drei Einsätze für die Feuerwehr - Wetterdienst warnt vor Hagel
Mögliches Unwetter: Drei Einsätze für die Feuerwehr - Wetterdienst warnt vor Hagel
Mögliches Unwetter: Drei Einsätze für die Feuerwehr - Wetterdienst warnt vor Hagel

Kommentare