Ehrenamt

Susanna Dretzke ist neue Schiedsfrau in Merscheid

Neue Schiedsfrau in Merscheid ist Susanna Dretzke. Sie freut sich auf ihre neue Aufgabe und die Herausforderung.Foto: Christian Beier
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Neue Schiedsfrau in Merscheid ist Susanna Dretzke. Sie freut sich auf ihre neue Aufgabe und die Herausforderung.

Ein Ehrenamt mit Bürgernähe und Engagement.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Susanna Dretzke mag Menschen. Außerdem kann die Bilanzbuchhalterin und Steuerfachangestellte mit rechtlichen Strukturen viel anfangen: Kein Wunder also, dass sie auf der Suche nach einem Ehrenamt in ihrer neuen Heimat Solingen schnell auf das Amt einer Schiedsfrau kam. „Ich bin auf der Internetseite der Stadt auf diese Möglichkeit, sich zu engagieren, gestoßen“, sagt Dretzke, die das nötige Fingerspitzengefühl und die Sensibilität an ihrer neuen Aufgabe reizt, die es dafür braucht. „Es geht ja nicht darum, Recht zu sprechen, sondern so zu vermitteln, dass sich zum Beispiel Nachbarn nach geregeltem Konflikt noch gut in die Augen sehen können und weiterhin freundlich miteinander umgehen.“

Unter der Überschrift „Bürgerservice“ kam auf „Solingen.de“ schnell die Stichmarke: „Personen zur Streitschlichtung im Stadtbezirk“. Dretzke suchte den Kontakt zur zuständigen Sachgebietsleiterin und bewarb sich bei der Stadtverwaltung. In der Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid wurde Susanna Dretzke im Januar für fünf Jahre gewählt. Vereidigt wurde sie vom Amtsgericht, der Aufsichtsbehörde über die Solinger Bezirksschiedsleute.

Die Industrie-Historie begeistert sie

Jetzt stehen Kurse und Weiterbildungen auf dem Programm. Schließlich bedarf es an Handwerkszeug für die neue Aufgabe, es gilt, sattelfest in juristischen Fragen zu werden.

Vor gut einem Jahr war die 48-Jährige von Düsseldorf-Benrath nach Solingen gezogen – und hatte sich schnell in ihre neue Heimatstadt verliebt: Die Patchwork-Familienfrau mag die Vielfalt in Solingen, die ihr in vielerlei Hinsicht begegnet: Die unterschiedlichen Stadtteile mit jeweils eigenem Profil und Ortskernen, die grünen Lungen dazwischen und die geografische Situation, zwar bergische Großstadt zu sein, aber zugleich mit dem Ohligser/Aufderhöher Zipfel ins Rheinland hineinzuragen.

Auch die Industrie-Historie findet Susanna Dretzke spannend. Für die Wahl-Merscheiderin ist die ehemalige Gesenkschmiede zu einem Lieblingsort in ihrem Bezirk geworden. Sie freut sich auf ihre neue Aufgabe, auf interessante Begegnungen, auf die Herausforderung, schlichtend helfen zu können.

Für Gespräche mit den hilfesuchenden Parteien steht ihr ein Raum im Gründer- und Technologie-Zentrum zur Verfügung. Der sei auch in der Pandemie geeignet, weil er es gut ermögliche, die Abstandsregeln einzuhalten. Mit den Auslagen für Telefongebühren und Portokosten betragen die Gebühren für eine Schlichtung durch eine Schiedsfrau oder einen Schiedsmann durchschnittlich 30 bis 35 Euro für eine Verhandlung mit einer Einigung. Vergleicht man diese Kosten mit denen eines Rechtsstreits vor Gericht, so stellt man fest, dass der Gang zum Schiedsamt auch finanziell lohnend ist.

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