Der Wintereinbruch naht

Streusalzlager ist mit 1200 Tonnen gut gefüllt

Dem Winterdienst stehen bei Wintereinbrüchen wie am 24. Januar dieses Jahres bis zu 20 Fahrzeuge zur Verfügung.
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Dem Winterdienst stehen bei Wintereinbrüchen wie am 24. Januar dieses Jahres bis zu 20 Fahrzeuge zur Verfügung.

Technische Betriebe rüsten sich für den Winter und erwarten keine Nachschubprobleme.

Von Andreas Tews

Solingen. Obwohl die Transportkapazitäten der Spediteure in Folge der Corona-Pandemie eingeschränkt seien, rechnen die Technischen Betriebe Solingen (TBS) im bevorstehenden Winter nicht mit Engpässen bei der Streusalzversorgung. Auf ST-Anfrage teilten die TBS mit, dass die Belieferung durch einen Rahmen-Einkaufsvertrag mit dem Landesbetrieb Straßen NRW gewährleistet sei. „Dadurch ist gewährleistet, dass auch in strengen Wintern zuverlässig Nachlieferungen von Streustoffen erfolgen“, erklärt Rathaussprecher Daniel Hadrys. Die städtische Streusalzhalle werde regelmäßig über das Jahr hinweg vollständig aufgefüllt.

Zuständigkeit: Der Winterdienst der Technischen Betriebe ist mit seinen 130 Mitarbeitern im Stadtgebiet für 1395 Straßen mit einer Gesamtlänge von 590 Kilometern zuständig. In erster Linie muss er die Fahrbahnen von Schnee und Eis befreien. Wo es keine privaten Anlieger gibt, ist er auch für öffentliche Gehwege verantwortlich.

Lager: Das städtische Lager sei mit 1200 Tonnen Streusalz derzeit gut gefüllt, berichten die Technischen Betriebe. Auch Basaltlava, die als abstumpfendes Streumittel verwendet werde, sei ausreichend auf Lager.

Fahrzeuge: Für den Winterdienst-Einsatz auf den Straßen stehen den TBS laut Hadrys bis zu 20 Fahrzeuge zur Verfügung. Nach seinen Angaben handelt es sich dabei um verschiedene Fahrzeuge und Geräteträger, die während des Jahres zum Beispiel als Kehrmaschinen oder Großflächenmäher im Einsatz seien und die bei entsprechender Witterung zu Streu- und Räumfahrzeugen für den Winterdienst umgebaut werden könnten. Zudem würden Fahrzeuge und Geräte wie Traktoren oder handgeführte Einachsschlepper ausschließlich für den Winterdienst vorgehalten.

Prioritäten: Bei einem Wintereinbruch arbeiten die Mitarbeiter des Winterdienstes die Straßen nach Prioritätenlisten ab: „Das Hauptstraßennetz wird im Winterdienst mit erster Priorität geräumt und gestreut“, berichtet Hadrys. Weiteres vorrangiges Ziel sei die Aufrechterhaltung des Öffentlichen Personennahverkehrs. Dies bedeutet, dass auch Straßen mit Linienbusverkehr von den Räumfahrzeugen mit erhöhter Priorität angefahren werden. Die Nebenstraßen, für die Winterdienstgebühren veranlagt werden, werden im Winterdienst nachrangig bedient. Die Einstufung der Straßen wird in der Straßenreinigungssatzung der Stadt Solingen geregelt.

Radwege: Öffentliche Diskussionen gab es in den vergangenen Monaten auch um den Straßenreinigungs- und Winterdienst auf Radwegen wie der Korkenziehertrasse. Die Bezirksvertretung Gräfrath richtete einen einstimmigen Appell an die TBS, die wichtigen Radwegeverbindungen regelmäßig von Schmutz, Laub und Schnee zu befreien.

Dies geschah unter anderem mit Hinweis darauf, dass nach dem neuen Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz des Bundes Fahrrad-, Fuß- und Kraftverkehr gleichrangig zu behandeln sind. In diesem Zusammenhang wies der für Verkehrsplanung zuständige Abteilungsleiter Carsten Knoch darauf hin, dass die TBS bereits im kommenden Winter gefährliche Stellen der entstehenden Veloroute streuen würden. Dazu zählen die Rampe am Ende der Korkenziehertrasse am Roggenkamp und die steilen Stellen am Rabbasoltunnel.

Inwieweit auch weitere Radwegestrecken in den Winterdienst einbezogen werden können, prüfen die TBS laut Hadrys derzeit mit dem Stadtdienst Planung, Mobilität und Denkmalpflege. Knoch wies in der Bezirksvertretung darauf hin, dass eine solche Leistung am Ende der Gebührenzahler finanzieren müsste.

Gebühren

Der Winterdienst der Technischen Betriebe wird über die Gebühren der Bürger finanziert. Deren Höhe richtet sich nach dem Aufwand der vergangenen Jahre und den Straßenmetern der einzelnen Grundstücke.

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