Anwohner irritiert

Straßenlampen fehlen in Solingen an vielen freien Strecken

An der Nöhrenhauser Straße wurden neue Straßenlampen aufgestellt. Dies irritiert Anwohner unbeleuchteter Straßen. Foto: Christian Beier
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An der Nöhrenhauser Straße wurden neue Straßenlampen aufgestellt. Dies irritiert Anwohner unbeleuchteter Straßen.

Bürger rätseln über Konzept der Stadt für Laternen.

Von Andreas Tews

Solingen. Seit Jahren fehlt an vielen Straßen vor allem in Randlagen eine Straßenbeleuchtung. Genauso lange kritisieren betroffene Anwohner diesen Umstand. So zum Beispiel am Hintenmeiswinkler Weg. Besonders irritiert zeigen sie sich jetzt, weil an anderer Stelle, an der Nöhrenhauser Straße – ebenfalls an einer weitgehend unbewohnten Strecke – neue Laternen aufgestellt wurden. Laut Stadtverwaltung ist dies aber kein Widerspruch.

Der Ärger um fehlende oder nicht mehr leuchtende Lampen ist elf Jahre alt. Der Beschluss, viele Straßenlampen in Randbereichen abzuschalten oder abzubauen, fiel mit dem Doppelhaushalt 2009 / 2010 und dem damit verbundenen Haushaltssicherungskonzept. Durch effizientere Technik, vor allem aber durch das Abschalten der Lampen will die Stadt Geld sparen. In einem mit der Polizei abgestimmten Konzept sollten auch Aspekte der Verkehrssicherheit beachtet werden.

Genau diese sieht eine Anwohnerin des Hintenmeiswinkler Wegs nahe der Stadtgrenze zu Leichlingen aber gefährdet. Schulkinder müssen dort nach ihren Angaben über mehrere Hundert Meter an einer unbeleuchteten Strecke entlanggehen. In einem an sie gerichteten Schreiben der Stadtverwaltung heißt es aber, dass es sich hier um keinen Schulweg handele, der als besonders gefährlich bekannt sei.

Auch das Aufstellen neuer Straßenlampen nahe Nöhrenhausen ist nach Angaben von Rathaussprecherin Birgit Wenning-Paulsen mit dem elf Jahre alten Konzept für Einsparungen bei der Straßenbeleuchtung zu vereinbaren. Hier handele es sich um eine Modernisierung, durch die Energie eingespart werden könne. Wenning-Paulsen: „Wenn in bestimmten Bereichen Beleuchtungsanlagen errichtet oder erneuert werden, basiert das häufig auf Arbeiten anderer Versorger, die eine günstige Modernisierung ermöglichen.“ In diesem Fall hätten die Stadtwerke marode Freileitungen durch moderne Bodenleitungen ersetzt. Bei dieser Gelegenheit habe die Stadt die „uralten“ Lampen ersetzt.

Die modernen, schlanken Leuchten sollen aus dem Unterburger Ortsbild verschwinden. 

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