20 Jahre

Stiftung ist im Sinne Bernd Kurzrocks tätig

Niclas (l.) und René Kurzrock setzen sich im Sinne ihres früh verstorbenen Vaters für Jugendliche ein. Foto: Michael Schütz
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Niclas (l.) und René Kurzrock setzen sich im Sinne ihres früh verstorbenen Vaters für Jugendliche ein.

20 Jahre nach der Gründung wird unter anderem das Schülerrock-Festival unterstützt.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Dass in Corona-Zeiten runde Geburtstage nicht gefeiert werden können, ist klar. Folglich waren sich Niclas und René Kurzrock mit ihren Kollegen im Beirat der Bernd-Kurzrock-Jugendstiftung schon seit längerem einig, dass sie das dafür ursprünglich angedachte Geld lieber in ein Förderprojekt stecken möchten.

„Als wir hörten, dass das Schülerrock-Festival in diesem Jahr trotz Pandemie nicht erneut ersatzlos wegfällt, sondern als Contest geplant ist, haben wir uns eingeklinkt“, sagt Niclas Kurzrock. „Wir stiften nun der Band und auch dem Solo-Künstler oder der Solo-Künstlerin mit den meisten Wählerstimmen eine Aufnahmemöglichkeit ihrer Songs im Tonstudio Valve Records.“ Betreiber Reinhard Finke sei sofort gerne mit ins Boot gesprungen, sagt Kurzrock, der aus Erfahrungen in einer Jugendband die Bedeutung eines solchen Preises für junge, ambitionierte Musiker gut einschätzen kann.

Mit diesem Projekt setzt die Jugendstiftung die Reihe ihrer Förderungen fort. Gemeinschaft in sportlichen, sozialen und kulturellen Bereichen steht dabei im Fokus des achtköpfigen Gremiums, das sich augenblicklich neben den Kurzrock- Brüdern aus Tina Julia Thiermann, Nurten Öztürk, Franz Haug, Gerd Brems, Dr. Rainer Kascha und Lars Grah zusammensetzt.

Solingen: Idee war eine Herzensangelegenheit von Bernd Kurzrock

Vor 20 Jahren wurde die Stiftung von René und Niclas Kurrock, den Söhnen des kurz vor seinem 60. Geburtstag plötzlich verstorbenen Solinger Bürgermeisters Bernd Kurzrock, gegründet. Unterstützung und Hilfe erfuhren sie dabei durch Familie und Freunde. Bernd Kurzrock hatte die Idee einer „Sixty-for-Sixteen“-Förderung nicht mehr umsetzen können und so vollendeten seine Nachfolger diese Herzensangelegenheit. „Mein Vater wollte, dass wirtschaftlich gut aufgestellte Menschen der von ihm sogenannten Sixty-Generation Sorge für junge Leute tragen“, erläutert Niclas Kurzrock, der damals 16 Jahre alt war. Auch sein Bruder René, obwohl zehn Jahre älter, brauchte ein paar Jahre, um den Tod des Vaters so zu verarbeiten.

Die Arbeit der Stiftung wurde folglich erst ab 2014 sichtbar. „Am Anfang stand die Ausrüstung eines Sportvereins mit Trikotsätzen“, erinnert sich René Kurzrock. Schnell schärfte sich das Profil der Stiftung dann dahin, nicht bloßer Geldgeber zu sein, sondern passgenau zu unterstützen. „Wir haben immer ein Ohr am gesellschaftlichen Leben unserer Stadt und schauen speziell mit der Brille von jungen Leuten hin“, sagt Niclas Kurzrock.

„Der Offenen Zeltstadt etwa haben wir nicht nur mit einer schnöden Überweisung geholfen, sondern gemeinsam mit den Jugendlichen einen Schreiner-Workshop entwickelt“. Dass nun eine Aushängeveranstaltung wie das Schülerrock-Festival im Internet umgesetzt werde, mache Hoffnung in der Pandemie. „Auch wenn es kein digitales, gleichwertiges Pendant zu Veranstaltungen gibt, bei denen sich Menschen begegnen, gemeinsam eine gute Zeit haben, Kraft und Ausgleich finden.“

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